Mehl candeal
Das fein vermahlene spanische Weizenmehl ist in Deutschland nicht überall erhältlich. Es ist am ehesten in spanischen Lebensmittelgeschäften, bei Spezialmühlen oder im Fachhandel für spanische Backzutaten zu finden.
Candeal-Brot aus Andalusien
Festes andalusisches CandealMehl aus spanischem Candeal-Weizen, das vor allem mit traditionellen spanischen Broten verbunden ist.-Brot aus Córdoba mit kompakter, feinporiger Krume, kräftiger Kruste und zwei charakteristischen tiefen Einschnitten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Telera cordobesa ist ein festes, weißes Brot aus Córdoba in Andalusien. Der sehr feste Teig wird intensiv geknetet, ausgerollt und wieder zusammengefaltet. Dadurch entsteht die typische kompakte Krume; zwei tiefe parallele Einschnitte prägen die Form des Laibs.
Die Telera hat eine kräftig gebräunte, feste Kruste und eine kompakte, feinporige, dennoch elastische Krume. Sie schmeckt mild-weizig und eignet sich durch ihre stabile Struktur besonders gut zum Servieren zu Suppen und Eintöpfen.
Schritt für Schritt
Am Vortag 70 g Mehl candeal, 35 ml Wasser und 0,5 g TrockenhefeFeines Hefegranulat, dessen Triebkraft beim Trocknen weitgehend erhalten bleibt. zu einem festen Vorteig verkneten. Abgedeckt etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend für 8–12 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist nach der Raumtemperaturphase angesprungen und bleibt fest.
Am nächsten Tag den gekühlten Vorteig in Stücke zupfen und mit 225 ml Wasser und 1,6 g Trockenhefe verrühren. 500 g Mehl candeal und 10 g Salz dazugeben und alles zu einem festen Teig vermengen.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind verbunden und ein fester, nicht fließender Teig ist entstanden.
Den Teig etwa 10 Minuten kräftig kneten. Anschließend auf der Arbeitsfläche mit einem Nudelholz ausrollen, zusammenfalten und erneut ausrollen. Dies 15–20 Minuten wiederholen, bis der Teig deutlich glatter, elastischer und heller ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatter, elastischer und heller, bleibt aber relativ fest.
Den Teig zu einer Kugel formen und 5 Minuten entspannen lassen. Danach zu einem etwa 25 cm langen, leicht bauchigen Laib formen, dessen Enden etwas schmaler zulaufen. Mit einer scharfen Klinge zwei tiefe, parallele Einschnitte quer über die Oberfläche setzen.
Daran erkennst du es: Der geformte Laib ist leicht bauchig und die beiden Einschnitte sind deutlich sichtbar.
Wichtig: Beim Einschneiden die Klinge vom Körper wegführen.
Den Laib auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und etwa 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Die Oberfläche darf dabei nicht austrocknen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen, bleibt aber formstabil.
Während der letzten 30 Minuten der Gehzeit den Backofen mit einem leeren, hitzefesten Blech auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wer einen Backstein verwendet, heizt ihn ebenfalls vollständig vor.
Daran erkennst du es: Backofen und gegebenenfalls Backstein sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Das Blech und der Backstein werden sehr heiß.
Den Laib in den Ofen geben, 100 ml kochendes Wasser in das vorgeheizte leere Blech gießen und die Ofentür sofort schließen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 220 °C senken und den Laib weitere 20–25 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt fest gebacken.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers entsteht schlagartig heißer Dampf. Gesicht und Hände vom aufsteigenden Dampf fernhalten.
Die Telera aus dem Ofen nehmen und mindestens 1 Stunde auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Wichtig: Das Brot und das Backblech sind direkt nach dem Backen sehr heiß.
Gut zu wissen
Das fein vermahlene spanische Weizenmehl ist in Deutschland nicht überall erhältlich. Es ist am ehesten in spanischen Lebensmittelgeschäften, bei Spezialmühlen oder im Fachhandel für spanische Backzutaten zu finden.
Die Hefemengen sind sehr klein. Eine Feinwaage hilft, besonders die 0,5 g für den Vorteig zuverlässig abzuwiegen.
Die Krume wird meist etwas weniger kompakt und der Laib kann etwas stärker aufgehen.
Mehl candeal im Vorteig und Hauptteig durch Weizenmehl Type 550 ersetzen. Im Hauptteig zunächst 10 ml Wasser zurückhalten und nur bei Bedarf einarbeiten, damit der feste Teigcharakter erhalten bleibt.
Das Wasser genau abmessen und den festen Teig während des Knetens und Ausrollens nicht mit zusätzlichem Wasser korrigieren.
Etwas Mehl einarbeiten und den Teig weiter bearbeiten, ohne ihn unnötig weich zu machen. Die Krume kann dadurch trotzdem weniger typisch werden.
Den geformten Laib während der gesamten Stückgare abdecken.
Eine leicht ausgetrocknete Oberfläche vorsichtig glätten und den Laib umgehend backen; tiefe Risse lassen sich nicht vollständig rückgängig machen.
Während der letzten 30 Minuten der Stückgare vollständig auf 230 °C vorheizen und bis zur kräftigen Bräunung backen.
Den Laib einige Minuten weiterbacken und dabei die Krustenfarbe beobachten.
Eine gut erhältliche Alternative, wenn Mehl candeal nicht verfügbar ist.
Den Vorteig am Vortag ansetzen, etwa 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen und anschließend 8–12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank lagern. Danach den Hauptteig zubereiten.
Häufig gefragt
Ja. Weizenmehl Type 550 funktioniert als Alternative. Halte im Hauptteig zunächst 10 ml Wasser zurück und gib es nur bei Bedarf dazu. Die Krume wird meist etwas weniger kompakt.
Der Teig bleibt relativ fest und sollte nicht weich oder fließend werden. Die feste Konsistenz gehört zur typischen Telera-Textur.
Die Telera sollte mindestens 1 Stunde auf einem Gitter auskühlen. So kann sich die kompakte Krume setzen und sauber schneiden lassen.
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