Geeignetes Weizenmehl
Weizenmehl Type 550 oder ein ausdrücklich für Hefeteig geeignetes Weizenmehl bildet die Grundlage für einen elastischen, ausrollbaren Teig.
Hefegebäck aus León
Knuspriges spanisches Hefegebäck aus León mit tourierten Teigschichten, Zucker und karamellisierter Oberfläche.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Palmeras de León verbinden einen mit Hefe gelockerten, tourierten Teig mit einer großzügigen Zuckerschicht. Durch die Ruhe- und Kühlzeiten lässt sich der Teig schichtweise ausrollen, falten und anschließend zu den charakteristischen palmblattförmigen Gebäckstücken formen.
Außen goldbraun, splittrig und karamellknusprig, innen zart und leicht elastisch mit buttrigen Hefeteigschichten.
Schritt für Schritt
Die kalte Butter zwischen zwei Bögen Backpapier zu einem flachen Rechteck von etwa 18 × 18 cm drücken oder ausrollen. Bis zur Verwendung kalt stellen.
Die lauwarme Milch mit der frischen Hefe verrühren. Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben. Milchmischung und Ei hinzufügen und alles zu einem groben Teig verkneten.
Daran erkennst du es: Es soll ein zusammenhängender, noch nicht vollständig glatter Teig entstehen.
Die weiche Butter portionsweise einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Abgedeckt 60 bis 75 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt weich sowie elastisch.
Den Teig auf Backpapier zu einem Quadrat von etwa 28 × 28 cm ausrollen. Das kalte Butterstück mittig auflegen. Die Teigecken über die Butter zur Mitte falten und die Nähte gut verschließen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingeschlossen und tritt an keiner Naht aus.
Das Teigpaket vorsichtig zu einem Rechteck von etwa 25 × 45 cm ausrollen. Das Rechteck wie einen Brief in drei Lagen falten. In Backpapier wickeln und 30 Minuten kühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist nach dem Kühlen wieder fest und lässt sich weiter ausrollen.
Den Teig erneut zu einem langen Rechteck ausrollen und wieder dreifach falten. Noch einmal 30 Minuten kühlen. Wird die Butter weich oder tritt sie aus, den Teig vor dem Weiterarbeiten erneut kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Teiglagen bleiben geschlossen und die Butter fühlt sich wieder fest an.
Den Teig auf etwa 30 × 45 cm ausrollen. Etwa 100 g Zucker gleichmäßig daraufstreuen. Die beiden langen Seiten zur Mitte hin einrollen, sodass zwei gleich große Rollen aneinanderliegen. Die Oberseite mit dem restlichen Zucker bestreuen und leicht andrücken.
Daran erkennst du es: Die beiden Rollen liegen symmetrisch aneinander und der Zucker haftet an der Oberfläche.
Die Rolle in 10 Stücke von etwa 4 bis 5 cm Breite schneiden. Die Stücke mit etwas Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen und die Schnittflächen vorsichtig auffächern. Abgedeckt 30 bis 40 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stücke wirken sichtbar lockerer, bleiben aber noch formstabil.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Palmeras blechweise 18 bis 22 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und der Zucker sichtbar karamellisiert. Auf dem Blech 5 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen.
Daran erkennst du es: Die Palmeras sind goldbraun, die Schichten wirken aufgeblättert und der Zucker ist sichtbar karamellisiert.
Wichtig: Beim Herausnehmen und Umsetzen sind Blech und Zuckerkruste sehr heiß.
Gut zu wissen
Weizenmehl Type 550 oder ein ausdrücklich für Hefeteig geeignetes Weizenmehl bildet die Grundlage für einen elastischen, ausrollbaren Teig.
Die weiche Butter wird in den Teig geknetet. Die kalte Butter wird separat zu einer Platte geformt und für die Touren eingeschlagen.
Die 60 g Zucker süßen den Hefeteig. Die 150 g Zucker werden ausschließlich zum Tourieren und Formen verwendet.
Die Gehzeit und das Aroma können sich je nach Produkt leicht verändern.
Frische Hefe kann durch Trockenhefe nach der Dosierangabe der Packung ersetzt werden. Die Trockenhefe mit dem Mehl vermischen und die lauwarme Milch anschließend zugeben.
Der Geschmack verändert sich je nach verwendeter Sorte; der Teig bleibt grundsätzlich verwendbar.
Die Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten pflanzlichen Drink ersetzen. Die übrigen tierischen Zutaten bleiben im Rezept unverändert.
Butterplatte und Teig kühl halten und zwischen den Touren ausreichend kühlen.
Den Teig sofort kalt stellen. Kleine Risse mit etwas Teig verschließen und erst weiterarbeiten, wenn die Butter wieder fest ist.
Mit gleichmäßigem Druck ausrollen und den Teig nicht gewaltsam verlängern.
Den Teig einige Minuten ruhen lassen und anschließend vorsichtiger weiter ausrollen.
Den Ofen vollständig, aber nicht über die angegebene Temperatur hinaus vorheizen und die Backzeit beobachten.
Bei zu starker Bräunung die Temperatur leicht reduzieren und die Palmeras bis zur sichtbaren Durchgare weiterbacken.
Beide Seiten gleichmäßig zur Mitte rollen, die Stücke scharf schneiden und nur vorsichtig auffächern.
Die Stücke vor dem Backen nochmals kurz kühlen und die Rollenform vorsichtig korrigieren.
Eine aromatischere Variante mit einer dezenten Zimtnote in der äußeren Zuckerschicht.
Die Teigschichten erhalten ein feines Zitrusaroma, ohne die grundlegende Touriermethode zu verändern.
Die vollständig ausgekühlten Palmeras bei Raumtemperatur in einer gut schließenden Dose aufbewahren. Für längere Aufbewahrung können sie gekühlt werden, verlieren dort aber eher ihre Knusprigkeit.
Nur vollständig ausgekühlt verpacken, damit sich kein Kondenswasser in der Dose sammelt.
Die gebackenen und vollständig ausgekühlten Palmeras portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen aufknuspern.
Die karamellisierte Oberfläche kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein.
Häufig gefragt
Die Kühlzeiten halten die Butter fest und geben dem Teig Stabilität. Dadurch bleiben die einzelnen Schichten beim Ausrollen und Falten besser erhalten.
Feiner Kristallzucker lässt sich gleichmäßig verteilen und karamellisiert beim Backen. Sehr grober Zucker kann ungleichmäßig haften.
Das hängt vom Backofen ab. Die Anleitung sieht ein blechweises Backen vor, damit die Hitze die Palmeras möglichst gleichmäßig erreicht.
Sie sollen goldbraun sein, sichtbar aufgeblätterte Schichten haben und eine karamellisierte Zuckeroberfläche zeigen.
Den Teig sofort kalt stellen. Erst wenn die Butter wieder fest ist, weiterarbeiten; kleine Risse können vorsichtig verschlossen werden.
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