Tomaten häuten
Das kurze Übergießen mit kochendem Wasser erleichtert das Abziehen der Haut, ohne die Tomaten vollständig zu garen.
Warme Gemüsesuppe, Menorca
Flüssige menorquinische Gemüsesuppe mit reifen Tomaten, grüner Paprika, Zwiebeln und Knoblauch. Das Gemüse wird langsam zu einem saftigen Sofrito geschmort, mit Wasser aufgefüllt und nur bis kurz vor den Siedepunkt erwärmt. Dünne Scheiben trockenen Brots nehmen den aromatischen Sud auf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Oliaigua con tomates ist eine eigenständige menorquinische Tomatenvariante des Oliaigua. Reife Tomaten, grüne Paprika, Zwiebeln und Knoblauch werden langsam geschmort, bevor Wasser hinzukommt. Die Suppe wird nicht sprudelnd gekocht, sondern behutsam auf etwa 85 bis 90 °C erwärmt und anschließend über trockenes Brot geschöpft.
Aromatischer, tomatiger Sud mit weicher Gemüsebasis, milder Süße und kräuteriger Petersiliennote. Das Brot wird saftig und weich an der Oberfläche, bleibt im Inneren je nach Standzeit jedoch noch leicht kernig.
Schritt für Schritt
Die Tomaten kreuzweise einritzen, 30 Sekunden mit kochendem Wasser übergießen und häuten. Zwiebeln, Knoblauch und grüne Paprika vorbereiten. Die Petersilie fein hacken. Die Brotscheiben können während der späteren Garzeit bereitgelegt werden.
Daran erkennst du es: Die Tomatenhaut lässt sich leicht abziehen.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit kochendem Wasser und beim Abziehen der heißen Tomatenhaut.
Das Olivenöl in einem breiten Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebeln mit der fest dosierten Salzmenge 6 bis 8 Minuten weich dünsten, ohne sie dunkel zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Knoblauch und Paprika einrühren und 5 Minuten sanft mitgaren. Tomaten, Petersilie, Zucker, Pfeffer und das restliche Salz hinzufügen. Das Sofrito 20 bis 25 Minuten bei niedriger Hitze schmoren, bis die Tomaten zerfallen und eine saftige, nicht trockene Gemüsebasis entstanden ist.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind zerfallen und das Gemüse ist saftig, nicht trocken.
Das Wasser angießen und die Suppe langsam erwärmen. Sie soll etwa 85 bis 90 °C erreichen, aber nicht sprudelnd kochen. Sobald sich am Rand erste kleine Bläschen und oben ein feiner Schaum zeigen, den Topf vom Herd nehmen. Bei Bedarf mit Salz zum Abschmecken nachwürzen.
Daran erkennst du es: Am Rand erscheinen kleine Bläschen und oben zeigt sich ein feiner Schaum.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig umrühren und schöpfen.
Die Suppe 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Inzwischen die Brotscheiben in tiefe Teller legen.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist noch warm, aber nicht mehr in Bewegung.
Das Oliaigua con tomates über das trockene Brot schöpfen und 2 bis 3 Minuten stehen lassen, damit es den Sud aufnimmt. Sofort warm servieren.
Daran erkennst du es: Das Brot hat den Sud aufgenommen, ohne vollständig zu zerfallen.
Gut zu wissen
Das kurze Übergießen mit kochendem Wasser erleichtert das Abziehen der Haut, ohne die Tomaten vollständig zu garen.
Trockenes Land- oder Bauernbrot nimmt den Sud auf und behält mehr Struktur als sehr frisches, weiches Brot.
Die Suppe bleibt in Charakter und Sättigung ähnlich; die Krume kann je nach Brotsorte schneller oder langsamer weich werden.
Falls kein Land- oder Bauernbrot erhältlich ist, ein kräftiges Weizenbrot in dünne Scheiben schneiden und vollständig trocknen lassen oder bereits trockenes Brot verwenden.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze dünsten und gelegentlich umrühren.
Falls sie nur leicht gebräunt sind, mit dem Rezept fortfahren; bei stark bitterem Geschmack die Zwiebeln besser ersetzen.
Bei niedriger Hitze schmoren und die saftige Konsistenz regelmäßig prüfen.
Mit einem kleinen Teil des vorgesehenen Wassers lösen und die Hitze sofort reduzieren.
Den Topf vom Herd nehmen, sobald am Rand kleine Bläschen und feiner Schaum erscheinen.
Sofort vom Herd nehmen und einige Minuten abkühlen lassen; die Suppe anschließend zugedeckt ruhen lassen.
Das Brot wird vor dem Servieren stärker getrocknet, damit es im Sud länger Biss behält.
Das Brot wird etwas länger mit dem Sud stehen gelassen und nimmt dadurch mehr Flüssigkeit auf.
Die Suppe kann bis zu 24 Stunden im Voraus gekocht und gekühlt werden. Beim Servieren langsam erwärmen, ohne sie sprudelnd kochen zu lassen, und das trockene Brot erst kurz vor dem Essen in die Teller legen.
Die Suppe nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Brot getrennt und trocken aufbewahren.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren gründlich, aber schonend erwärmen.
Das Gemüse und besonders die Brotbeilage können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Am besten eignet sich kräftiges, trockenes Land- oder Bauernbrot in dünnen Scheiben. Es nimmt den Sud auf und behält dabei etwas Struktur.
Die vorgesehene Zubereitung erwärmt den Sud nur bis kurz vor den Siedepunkt. So bleibt der Charakter der leichten Gemüsesuppe erhalten.
Ja, die Suppe gelingt auch damit, aber das Häuten ergibt eine glattere, angenehmere Textur.
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