Aktiver Weizensauerteig
Der Sauerteig sollte aktiv und triebstark sein. Ein Weizensauerteig mit 60 % Hydration ist relativ fest und bringt Aroma sowie zusätzliche Triebkraft in den Teig.
Andalusisches Weizenbrot
Eine große andalusische Weizenbrot-Hogaza mit WeizensauerteigSauerteig auf Weizenbasis, dessen aktive Mikroorganismen Säure, Aroma und Lockerung mitentwickeln., weicher elastischer Krume und kräftig knuspriger Kruste.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan de Alfacar ist ein regionaler Weizenbrotlaib aus Andalusien, besonders aus Alfacar und Víznar bei Granada. Typisch sind eine eher weiche Teigführung, Weizensauerteig und eine von Hand geformte, flachgedrückte Hogaza mit geraden Einschnitten. Diese alltagstaugliche Hausfassung orientiert sich an den charakteristischen Zutaten und Arbeitsschritten, ist aber keine zertifizierte IGP-Ware.
Die fertige Hogaza hat eine kräftige, knusprige Kruste und eine weiche, elastische Krume mit mild-säuerlichem Weizenaroma.
Schritt für Schritt
275 ml des lauwarmen Wassers mit dem Weizensauerteig und der zerbröselten Hefe verrühren. Das Mehl zugeben und alles vermengen, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
Daran erkennst du es: Der Teig ist vollständig befeuchtet, aber noch nicht glatt ausgearbeitet.
Den Teig 8–10 Minuten von Hand oder mit der Küchenmaschine langsam bis mittel kneten, bis er elastischer wird. Das restliche Wasser mit dem Salz verrühren und nach und nach einkneten. Die fertige Teigtemperatur sollte ungefähr 21–27 °C betragen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt elastischer und lässt sich zusammenhängend aus der Schüssel lösen.
Den Teig abgedeckt bei etwa 21–23 °C 2,5–4 Stunden ruhen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist. Nach der Hälfte der Zeit einmal von außen zur Mitte falten, ohne die eingeschlossene Luft vollständig herauszudrücken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen und zeigt eine aktive, luftige Struktur.
Den Teig vorsichtig auf die Arbeitsfläche geben, rundwirken und abgedeckt 15 Minuten entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche ist wieder entspannter und lässt sich weiterformen, ohne stark zurückzuspringen.
Anschließend mit leicht angefeuchteten Händen zu einem runden, etwa 22–24 cm großen Laib formen und etwas flachdrücken. Die Hogaza auf Backpapier legen und drei bis vier gerade, mitteltiefe Einschnitte auf der Oberfläche anbringen. Abgedeckt weitere 1–2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis der Laib sichtbar aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und die Einschnitte bleiben klar erkennbar.
Den Backofen mit Backstein oder umgedrehtem Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein leeres, hitzefestes Blech auf die unterste Schiene stellen.
Daran erkennst du es: Backfläche und Ofen sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Das leere Dampfblech wird später sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Den Laib auf die heiße Backfläche geben und 100 ml kochendes Wasser in das untere Blech gießen. Sofort auf 230 °C zurückschalten und 10 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt sichtbar zu spannen und die Kruste setzt an.
Wichtig: Vorsicht vor heißem Dampf und spritzendem Wasser beim Eingießen.
Das Dampfblech vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und weitere 10 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste wird deutlich goldbraun und trocknet an.
Wichtig: Das Dampfblech ist sehr heiß; nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen.
Anschließend bei 210 °C noch etwa 30 Minuten fertig backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt fest ausgebacken.
Die Hogaza auf einem Gitter mindestens 60 Minuten auskühlen lassen, bevor du sie anschneidest. So kann sich die weiche Krume setzen.
Daran erkennst du es: Die Krume ist gesetzt und lässt sich sauber aufschneiden.
Wichtig: Das Brot ist unmittelbar nach dem Backen sehr heiß; erst nach ausreichender Abkühlzeit anschneiden.
Gut zu wissen
Der Sauerteig sollte aktiv und triebstark sein. Ein Weizensauerteig mit 60 % Hydration ist relativ fest und bringt Aroma sowie zusätzliche Triebkraft in den Teig.
Das helle Weizenmehl unterstützt eine elastische, gut formbare Krume und passt zur beschriebenen Weizenmehlbasis.
Das Brot wird milder und weniger aromatisch als mit aktivem Weizensauerteig.
Den Weizensauerteig durch einen einfachen Hefevorteig ersetzen und die Teigkonsistenz beim Kneten beobachten, da der Wasseranteil des Vorteigs abweichen kann.
Die Hogaza mindestens 60 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen.
In dickere Scheiben schneiden und die Scheiben bei Bedarf kurz nachtrocknen.
Das Dampfblech mit dem Ofen vorheizen und das kochende Wasser direkt beim Einschieben eingießen.
Bei einem bereits gebackenen Laib lässt sich die Krustenbildung nicht vollständig nachholen.
Die Gärung nach dem deutlichen Aufgehen und der luftigen Teigstruktur beurteilen, nicht ausschließlich nach der Uhr.
Den Laib vorsichtig neu formen und ihm eine verkürzte zweite Gare geben, sofern noch ausreichend Spannung vorhanden ist.
Nach dem vollständigen Auskühlen bei Raumtemperatur lagern. Für die beste Kruste nicht luftdicht verpacken; angeschnittene Schnittfläche vor Austrocknung schützen.
Nicht warm und dampfend luftdicht verpacken, da sich sonst Kondenswasser bildet.
Die vollständig ausgekühlte Hogaza portionsweise oder im Ganzen gut verpackt einfrieren.
Bei Raumtemperatur vollständig auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Kruste kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein; kurzes Aufbacken verbessert die Textur.
Häufig gefragt
Ja. Laut Rezept kann ein einfacher Hefevorteig verwendet werden. Das Brot wird dadurch milder und weniger aromatisch.
Der Teig sollte während der Stockgare deutlich aufgehen und eine luftige Struktur zeigen. Nach der Stückgare sollte der geformte Laib sichtbar aufgegangen sein.
Das Wasser erzeugt zu Beginn des Backens Dampf. Dieser unterstützt die Krustenbildung und gibt dem Laib Zeit, sich im Ofen zu entwickeln.
Die weiche Krume setzt sich während der Abkühlzeit. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann die Krume klebrig oder zusammengedrückt wirken.
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