Vollkornmehl und regionale Variante
Weizenvollkornmehl aus regionalem Steinmahlgut ist für diese Hausversion besonders passend. Es bringt kräftigere Getreidenoten und eine dunklere, saftigere Krume.
Sauerteig-Weizenlaib mit Fenda
Kräftiger galicischer Weizenlaib als Hausversion mit reifem WeizensauerteigSauerteig auf Weizenbasis, dessen aktive Mikroorganismen Säure, Aroma und Lockerung mitentwickeln., langer Teigführung, mehreren Faltungen und charakteristischer tiefer Fenda.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan de Cea ist ein kräftiger Weizenlaib aus Galicien, hier als alltagstaugliche Hausversion für den heimischen Ofen. Saftige Krume, kräftig ausgebackene Kruste und der mittige tiefe Einschnitt prägen diesen großen Laib. Das Rezept arbeitet mit reifem Weizensauerteig, längeren Ruhephasen und mehreren Faltungen, damit der Teig Stabilität und Aroma entwickelt. Diese Hausversion ist keine zertifizierte IGP-Ware.
Außen kräftig goldbraun bis tief ausgebacken und krachend, innen saftig mit elastischer, aromatischer Krume und mild-säuerlichen Getreidenoten.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, WeizenvollkornmehlMehl aus dem vollständig vermahlenen Weizenkorn einschließlich Keimling und Randschichten. und 400 ml Wasser mischen, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten ruhen lassen.
Den reifen Weizensauerteig zum Teig geben und 8 bis 10 Minuten von Hand kneten. Das Salz im zurückbehaltenen Wasser auflösen, nach und nach einarbeiten und weitere 5 bis 8 Minuten kneten. Der Teig bleibt weich und leicht klebrig, soll aber zunehmend Spannung bekommen.
Daran erkennst du es: Der weiche Teig bleibt leicht klebrig, bekommt aber zunehmend Spannung.
Den Teig abdecken und bei etwa 23 bis 25 °C insgesamt 90 Minuten ruhen lassen. Nach 30 und 60 Minuten jeweils von allen vier Seiten zur Mitte falten. Danach den Teig weitere 30 Minuten ungestört stehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach den Faltungen gespannter und bleibt anschließend 30 Minuten ungestört.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und zu einem straffen, länglichen Laib formen. 20 Minuten abgedeckt entspannen lassen.
Daran erkennst du es: Der geformte Teig entspannt sich, ohne seine längliche Form vollständig zu verlieren.
Den Laib erneut von außen zur Mitte falten und wieder länglich straffen. 20 Minuten ruhen lassen, anschließend ein zweites Mal vorsichtig nachspannen. Nicht entgasen; die vorhandenen Gärgase sollen in der Krume bleiben.
Daran erkennst du es: Die Teighaut ist straff, während die vorhandenen Gärgase erhalten bleiben.
Den Laib mit dem Schluss nach unten auf Backpapier setzen. Mit einer scharfen Klinge einen tiefen, langen Einschnitt mittig auf der Oberseite anbringen. Diese Fenda darf deutlich bis in die obere Teighälfte reichen.
Daran erkennst du es: Der Einschnitt verläuft lang und mittig, ohne den Laib vollständig zu teilen.
Wichtig: Beim Einschneiden die Klinge kontrolliert von der Hand weg führen.
Den geformten Laib 45 bis 75 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen. Er ist bereit für den Ofen, wenn ein leichter Fingerdruck langsam zurückfedert und die Oberfläche sichtbar aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Ein leichter Fingerdruck federt langsam zurück und die Oberfläche ist sichtbar aufgegangen.
Backstein oder Backstahl und ein leeres, hitzefestes Backblech auf der untersten Schiene mindestens 45 Minuten auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kein Umluftbetrieb.
Daran erkennst du es: Backstein oder Backstahl und das Dampfblech sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Backofen, Backstein oder Backstahl und Blech werden sehr heiß; hitzefeste Handschuhe verwenden.
Den Laib auf den heißen Backstein oder Backstahl geben. Etwa 100 ml heißes Wasser vorsichtig in das leere Blech gießen und die Ofentür sofort schließen. 15 Minuten bei 250 °C mit Dampf backen.
Daran erkennst du es: Die Teighaut beginnt sich zu öffnen und der Laib setzt sichtbar Volumen an.
Wichtig: Beim Eingießen des Wassers vor heißem Dampf und Spritzern zurücktreten und die Ofentür sofort schließen.
Das Dampfblech vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und den Laib weitere 25 Minuten backen. Danach auf 200 °C reduzieren und nochmals etwa 20 Minuten backen, bis die Kruste tief goldbraun ist und der Laib beim Klopfen hohl klingt.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist tief goldbraun und der Laib klingt beim Klopfen hohl.
Wichtig: Das Dampfblech nur mit hitzefesten Handschuhen und vorsichtig wegen des heißen Restwassers herausnehmen.
Den Pan de Cea auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor du ihn anschneidest. So kann sich die feuchte Krume setzen.
Daran erkennst du es: Die Krume ist gesetzt und das Brot lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Weizenvollkornmehl aus regionalem Steinmahlgut ist für diese Hausversion besonders passend. Es bringt kräftigere Getreidenoten und eine dunklere, saftigere Krume.
Der Sauerteig ist mit 100 % Hydration angegeben. Seine Reife beeinflusst Triebkraft, Aroma und die nötige Teigspannung.
Die Krume wird etwas heller und der Geschmack milder; die Rezeptstruktur bleibt erhalten.
Das Weizenvollkornmehl vollständig durch dieselbe Menge Weizenmehl Type 1050 ersetzen. Die Wassermenge zunächst unverändert lassen und die Teigkonsistenz beim Kneten beobachten.
Die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen und überschüssiges Mehl nicht in den Teig kneten.
Den Teig nicht weiter bemehlen, sondern kurz entspannen lassen und vorsichtig nachspannen.
Die Fingerdruckprobe verwenden und den Laib erst bei sichtbar aufgegangener Oberfläche backen.
Wenn der Laib noch nicht im Ofen ist, die Stückgare bei Raumtemperatur verlängern.
Eine scharfe Klinge verwenden und den langen mittigen Schnitt zügig anbringen.
Ein nachträgliches Einschneiden ist nach dem Backbeginn nicht sinnvoll; den Laib vollständig ausbacken.
Mindestens 45 Minuten vorheizen und das Dampfblech nach der ersten Backphase entfernen.
Den Laib bei 200 °C weiterbacken, bis die Kruste tief goldbraun ist und der Boden hohl klingt.
Eine zugängliche Variante ohne Weizenvollkornmehl aus regionalem Steinmahlgut.
Häufig gefragt
Nein. Es handelt sich ausdrücklich um eine Hausversion und nicht um zertifizierte IGP-Ware.
Die Fenda ist der tiefe, lange mittige Einschnitt auf der Oberseite des Laibs. Er prägt das Aussehen und unterstützt das kontrollierte Aufreißen im Ofen.
Der Dampf unterstützt den Ofentrieb und hilft dabei, eine kräftige, gut ausgebackene Kruste zu entwickeln. Dafür wird heißes Wasser in das vorgeheizte Dampfblech gegeben.
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