Geeignete Kastanien auswählen
Große, möglichst makellose Esskastanien eignen sich besonders gut, weil sie die langen Kandierdurchgänge eher ganz überstehen. Beschädigte oder zerfallene Stücke werden vor dem Kandieren aussortiert.
Kastanienkonfekt aus Galicien
Ganze Esskastanien werden über mehrere Tage wiederholt in aromatisiertem Zuckersirup kandiert, anschließend dünn glasiert und im Ofen getrocknet. Das Ergebnis ist ein glänzendes, festes Kastanienkonfekt mit weichem Kern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Marrón glacé sind ganze Esskastanien, die langsam in Zuckersirup kandiert und anschließend fein glasiert werden. Die Zubereitung braucht Geduld: Über mehrere Tage wird der Sirup vorsichtig erwärmt, damit er nach und nach in die Kastanien einzieht, ohne dass die empfindlichen Früchte zerfallen.
Glänzende, dünne Zuckerglasur mit feinem Knack, darunter eine zarte, leicht mürbe Kastanie. Der Geschmack ist intensiv süß, nussig und warm würzig mit Anklängen von Zimt und Sternanis.
Schritt für Schritt
Die Esskastanien waschen und auf der gewölbten Seite vorsichtig einschneiden. In den Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und bei mittlerer bis niedriger Hitze etwa 15 Minuten leise köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Kastanien sind vorgegart, aber noch fest genug zum Schälen und späteren Kandieren.
Wichtig: Beim Einschneiden und beim Herausnehmen aus dem heißen Wasser vorsichtig arbeiten.
Die Kastanien portionsweise aus dem heißen Wasser nehmen. Solange sie noch warm sind, Schale und braune Innenhaut vorsichtig entfernen. Beschädigte oder zerfallene Stücke aussortieren und die ganzen Kastanien beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Schale und braune Innenhaut sind entfernt; die Kastanien bleiben möglichst unbeschädigt.
Wichtig: Die Kastanien sind heiß; bei Bedarf kurz abkühlen lassen, bevor sie geschält werden.
Wasser, Zucker, Zimtstange und Sternanis in einem breiten Topf erhitzen. Unter gelegentlichem Rühren aufkochen und den Sirup etwa 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und der Sirup leicht eingedickt und aromatisiert.
Wichtig: Heißer Zuckersirup kann schwere Verbrennungen verursachen; Spritzer vermeiden.
Die Kastanien vorsichtig in möglichst einer Lage in den heißen Sirup legen. Den Topf bis zum ersten leisen Aufwallen erhitzen, dann sofort vom Herd nehmen. Nicht umrühren, damit die Kastanien ganz bleiben. Abkühlen lassen, abdecken und über Nacht kalt stellen.
Daran erkennst du es: Der Sirup zeigt erstmals leichte Bläschen; danach bleiben die Kastanien vollständig mit Sirup umgeben.
Wichtig: Den Topf vorsichtig vom Herd nehmen, da der Sirup sehr heiß ist.
An den folgenden vier Tagen den Topf jeweils langsam erwärmen, bis der Sirup gerade wieder erste Bläschen zeigt. Sofort vom Herd nehmen, abkühlen lassen und erneut abgedeckt kalt stellen. Die Kastanien während dieser Durchgänge nicht wenden oder umrühren.
Daran erkennst du es: Der Sirup beginnt jeweils gerade wieder leicht zu blubbern, ohne stark zu kochen.
Wichtig: Vor dem Umsetzen oder Abdecken den heißen Sirup kurz sicher abkühlen lassen.
Nach dem letzten Durchgang die Kastanien mit dem Schaumlöffel herausheben und etwa 1 Stunde auf dem Gitter abtropfen lassen. Zwei Esslöffel des Sirups für die Glasur zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Überschüssiger Sirup ist abgetropft, die Kastanien bleiben aber noch glänzend und leicht klebrig.
Den Backofen auf 100 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Puderzucker mit den zwei Esslöffeln zurückbehaltenem Sirup zu einer dickflüssigen Glasur verrühren. Die Kastanien vorsichtig dünn damit bestreichen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
Daran erkennst du es: Die Glasur haftet dünn und gleichmäßig an den Kastanien.
Wichtig: Das Blech und der Ofen sind heiß; beim Aufsetzen der glasierten Kastanien vorsichtig arbeiten.
Die Kastanien 5 Minuten im Ofen trocknen lassen. Vollständig abkühlen lassen und anschließend in kleine Papierförmchen setzen.
Daran erkennst du es: Die Glasur ist trocken und haftet an der Oberfläche; die Kastanien sind vollständig abgekühlt, bevor sie verpackt werden.
Wichtig: Die Kastanien vor dem Verpacken vollständig abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Große, möglichst makellose Esskastanien eignen sich besonders gut, weil sie die langen Kandierdurchgänge eher ganz überstehen. Beschädigte oder zerfallene Stücke werden vor dem Kandieren aussortiert.
Die Kastanien nur leise vorkochen, möglichst in einer Lage kandieren und nicht umrühren oder wenden.
Zerfallene Stücke aussortieren und nur die stabilen Kastanien weiterverarbeiten.
Die zwei Esslöffel Sirup mit dem Puderzucker zu einer dickflüssigen Glasur verrühren und dünn auftragen.
Etwas Puderzucker ergänzen und die Glasur erneut dünn auftragen.
Die Kastanien nur dünn bestreichen und beim Aufsetzen nicht zusammendrücken.
Überschüssige Glasur vorsichtig abnehmen und die Kastanien erneut kurz trocknen.
Den Sirup nur bei niedriger Hitze köcheln lassen und die Kastanien später lediglich bis zu den ersten Bläschen erwärmen.
Die Herstellung ist bewusst auf fünf Tage verteilt. Nach dem letzten Glasieren und Trocknen die Kastanien vollständig abkühlen lassen, bevor sie serviert oder verpackt werden.
Häufig gefragt
Möglich ist es, aber große und möglichst makellose Kastanien bleiben beim langen Kandieren eher ganz und lassen sich leichter schälen.
Die vorgegarten Kastanien sind empfindlich. Umrühren oder Wenden kann dazu führen, dass sie zerbrechen oder zerfallen.
Die aktive Arbeitszeit beträgt etwa zwei Stunden, verteilt auf fünf bis sechs Tage. Die Kandier- und Ruhezeit beträgt fünf Tage; anschließend werden die Kastanien fünf Minuten getrocknet.
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