Feigen-Orangen-Marmelade

Confitura aus Extremadura

Eine dicke, leicht stückige Marmelade aus getrockneten Feigen, frischer Orange, Zitronensaft und Zucker.

Zum Rezept
Feige trifft Orange
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 3 Std. 15 Min.
Menge etwa 4 Gläser à 275–300 g
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Einweichen macht die getrockneten Feigen weich und erleichtert das spätere Zerdrücken.
  • Orange und Zitronensaft gleichen die konzentrierte Süße der Feigen aus und geben der Marmelade Frische.
  • Langsames offenes Köcheln reduziert die Flüssigkeit und sorgt für eine dicke, streichfähige Konsistenz.
  • Teilweises Zerdrücken erhält kleine Fruchtstücke, während kurzes Pürieren eine glattere Variante ermöglicht.

Mermelada de higo con naranja verbindet die tiefe Süße getrockneter Feigen mit frischer Zitrusnote. Die Feigen werden zunächst eingeweicht und anschließend mit gewürfelter Orange, Orangensaft, Zucker und Zitronensaft langsam eingekocht. Zu Brot oder Ziegenkäse passt die fruchtige, weiche Marmelade besonders gut.

Fruchtig, tief süß und weich mit frischer Orangennote, leichter Zitrussäure und einer dicklichen, noch leicht stückigen Textur.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Feigen einweichen

    Die getrockneten Feigen prüfen, harte Stielansätze entfernen und die Früchte vierteln. Mit 150 ml Wasser in den Topf geben und 2 Stunden oder über Nacht quellen lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Feigen sind weich und sichtbar aufgequollen.

    • Bei einer Einweichzeit über Nacht den Topf abdecken und kühl stellen.
  2. Zitrusfrüchte und Zucker zugeben

    Die gewürfelte Orange, den Orangensaft, Zucker, Zitronensaft und die Orangenschale zu den eingeweichten Feigen geben. Alles gründlich verrühren und langsam erhitzen.

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist weitgehend gelöst und die Mischung wird gleichmäßig heiß.

    • Langsames Erhitzen verhindert, dass Zucker oder Fruchtstücke am Topfboden ansetzen.
  3. Marmelade einkochen

    Sobald die Mischung kocht, die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe reduzieren. Die Marmelade offen 40–50 Minuten köcheln lassen und regelmäßig umrühren. Falls die Masse zu früh sehr fest wird, nach und nach bis zu 50 ml vom restlichen Wasser einrühren.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Früchte sind weich, die Masse ist deutlich eingedickt und setzt bei regelmäßigem Rühren nicht am Topfboden an.

    • Offen kochen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann.
    • Während des Köchelns regelmäßig umrühren.

    Wichtig: Beim Umrühren vorsichtig arbeiten, da die heiße, zuckerhaltige Masse spritzen kann.

  4. Textur anpassen

    Die weichen Feigen mit dem Kartoffelstampfer teilweise zerdrücken. Für die gewünschte leicht stückige Textur nur so weit stampfen, bis die Masse streichfähig ist. Für eine glattere Variante kurz mit dem Stabmixer pürieren.

    Daran erkennst du es: Die Marmelade ist dick, streichfähig und je nach Wunsch leicht stückig oder glatt.

    • Den Stabmixer nur kurz einsetzen, damit die Marmelade nicht unnötig flüssig wird.

    Wichtig: Beim Pürieren im Topf besonders vorsichtig arbeiten, da die Marmelade sehr heiß ist.

  5. Konsistenz prüfen

    Einen kleinen Klecks auf einen kalten Teller geben. Wenn er nach kurzer Abkühlzeit kaum noch verläuft, ist die gewünschte Konsistenz erreicht. Alternativ sollte die Masse etwa 104–105 °C erreichen.

    104.5 °C

    Daran erkennst du es: Der Klecks verläuft nach kurzer Abkühlzeit kaum noch; alternativ zeigt das Thermometer etwa 104–105 °C.

    • Bei der Tellerprobe nur eine kleine Menge entnehmen und kurz abkühlen lassen.

    Wichtig: Heiße Marmelade und Wasserdampf können Verbrennungen verursachen.

  6. Abfüllen und kühlen

    Die heiße Marmelade in saubere, hitzebeständige Gläser füllen und abkühlen lassen. Anschließend im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verbrauchen.

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind sauber befüllt und die Marmelade ist abgekühlt.

    • Die Gläser vor dem Befüllen sauber vorbereiten.
    • Nicht randvoll füllen, damit beim Abkühlen nichts überläuft.

    Wichtig: Beim Einfüllen die Gläser vorsichtig handhaben und Hitzeschutz verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichen über Nacht: Die Einweichzeit kann auf 2 Stunden begrenzt oder über Nacht verlängert werden. Eine längere Einweichzeit macht die getrockneten Feigen weicher.
  • Restliches Wasser dosieren: Von den 200 ml Wasser werden 150 ml zum Einweichen verwendet. Die verbleibenden bis zu 50 ml nur dann nach und nach einrühren, wenn die Masse während des Kochens zu früh sehr fest wird.
  • Konsistenz erst abgekühlt beurteilen: Die Marmelade wirkt im Topf heißer und flüssiger als nach dem Abkühlen. Deshalb die Tellerprobe oder die Temperaturkontrolle zur Beurteilung nutzen.

Zutatenwissen

Geeignete Feigen

Weiche, ungeschwefelte getrocknete Feigen sind besonders aromatisch und lassen sich nach dem Einweichen leichter zerdrücken.

Orange vollständig vorbereiten

Für die gewürfelte Orange die weiße Haut entfernen. Für die abgeriebene Schale möglichst nur die farbige Außenschicht verwenden.

Sinnvolle Alternativen

Sehr reife frische Feigen

Die Marmelade wird saftiger und etwas heller.

Die frischen Feigen vorbereiten und das Wasser insgesamt auf 50 ml reduzieren. Die Kochzeit und die Konsistenz am Ende sorgfältig prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Masse wird schon früh sehr fest.

Offen, aber bei mittlerer bis niedriger Hitze kochen und regelmäßig umrühren.

Nach und nach etwas vom restlichen Wasser einrühren und weiterköcheln, bis die Früchte weich sind.

Die Marmelade setzt am Topfboden an.

Die Hitze nach dem Aufkochen reduzieren und regelmäßig vom Boden lösen.

Die Masse sofort in einen sauberen Topf umfüllen, ohne angebrannte Bestandteile vom Boden zu lösen.

Die Marmelade bleibt zu flüssig.

Die Konsistenz erst nach der Tellerprobe oder der Temperaturkontrolle beurteilen.

Noch einige Minuten offen weiterköcheln und die Konsistenz erneut prüfen.

Varianten

Glatte Feigen-Orangen-Marmelade

Eine feinere, gleichmäßigere Variante ohne größere Fruchtstücke.

Variante mit frischen Feigen

Die getrockneten Feigen durch sehr reife frische Feigen ersetzen.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot: Die abgekühlte Marmelade auf frischem Brot oder Toast streichen.
  • Zu Ziegenkäse: Die fruchtige Süße als Begleiter zu Ziegenkäse servieren.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verbrauchen.

Nicht dauerhaft bei Raumtemperatur lagern.

Einfrieren

Angaben zur Gefrierqualität liegen für diese Zubereitung nicht vor.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Feigen über Nacht einweichen?

Ja. Die Feigen können 2 Stunden oder über Nacht quellen. Bei einer Einweichzeit über Nacht den Topf abdecken und kühl stellen.

Wie wird die Marmelade glatt statt stückig?

Die weichen Feigen in Schritt 4 kurz mit dem Stabmixer pürieren. Für eine stückige Textur stattdessen den Kartoffelstampfer verwenden.

Wann brauche ich das restliche Wasser?

Von den 200 ml Wasser werden 150 ml zum Einweichen verwendet. Die verbleibenden bis zu 50 ml nur nach und nach einrühren, wenn die Masse beim Kochen zu früh sehr fest wird.

Kann ich frische Feigen verwenden?

Ja. Als Alternative sind 900 g sehr reife frische Feigen vorgesehen. Dann das Wasser auf 50 ml reduzieren; die Marmelade wird saftiger und etwas heller.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar