Andalusisches Ölbrot mit Matalauva

Andalusisches Ölbrot

Ein runder Hefelaib mit nativem Olivenöl extra und grünen Anissamen. Die Matalauva verleiht dem Brot sein charakteristisches würzig-süßes Aroma.

Zum Rezept
Andalusisches Ölbrot mit Matalauva
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 15 Min.
Menge 1 runder Laib, etwa 800 g; 5–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Olivenöl macht den Teig geschmeidig und trägt zu einer zarten Krume bei.
  • Matalauva gibt dem Brot ein deutliches Anisaroma, ohne dass weitere Gewürze nötig sind.
  • Zwei Gehzeiten helfen dem runden Laib, vor dem Backen sichtbar aufzugehen.
  • Die gestufte Backtemperatur unterstützt eine goldbraune Kruste und durchgebackenes Brot.

Dieses aromatische Ölbrot verbindet eine zarte, elastische Krume mit dem warmen Duft grüner Anissamen. Der Teig geht zweimal, bevor der Laib im Ofen eine goldbraune Kruste bekommt. Plane neben der Zubereitung genügend Zeit zum Gehen und Abkühlen ein.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich und elastisch. Olivenöl rundet den Geschmack ab, während grüne Anissamen beim Anschneiden angenehm würzig duften.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und gehen lassen

  1. Hefe anrühren

    Das lauwarme Wasser in eine Schüssel geben und die Trockenhefe darin verrühren. Bei Verwendung frischer Hefe diese vorher im Wasser zerbröseln. Die Mischung 5 Minuten stehen lassen; verwende nur eine der beiden Hefearten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefe ist im Wasser verteilt.

  2. Zutaten vermengen

    Mehl, Salz und Matalauva in der großen Schüssel vermengen. Hefewasser und Olivenöl dazugießen. Erst mit dem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem Teig zusammenbringen.

    Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einem zusammenhängenden Teig vermischt.

  3. Kneten und gehen lassen

    Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Zurück in die Schüssel legen, abdecken und bei Zimmertemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch und deutlich aufgegangen.

    • Zum Bemehlen der Arbeitsfläche etwas vom abgewogenen Mehl zurückhalten.
  4. Laib formen und erneut gehen lassen

    Den Teig vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, ohne ihn stark zu entgasen. Zu einem runden Laib von etwa 20–22 cm Durchmesser formen, mit einem Tuch abdecken und weitere 60 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

    60 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Der geformte Laib ist nach der zweiten Gehzeit aufgegangen.

Backen und abkühlen

  1. Laib einschneiden

    Kurz vor dem Backen die Oberfläche des Laibs einmal längs oder kreuzförmig mit einem scharfen Messer einschneiden.

    • Schneide den Laib erst unmittelbar vor dem Einschieben ein.

    Wichtig: Das Messer vorsichtig führen und den Laib auf dem Blech stabilisieren.

  2. Anbacken

    Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und den Laib 10 Minuten bei 220 °C backen.

    10 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Nach 10 Minuten die Backofentemperatur reduzieren.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig handhaben.

  3. Fertig backen

    Die Backofentemperatur auf 200 °C senken und den Laib weitere 20–25 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Goldbraune Kruste; der Laib klingt beim Klopfen auf die Unterseite hohl.

    • Die Backzeit innerhalb der angegebenen Spanne nach Bräunung und Klopfprobe beurteilen.

    Wichtig: Den heißen Laib und das Backblech vorsichtig handhaben.

  4. Abkühlen lassen

    Den Laib auf ein Gitter legen und mindestens 45 Minuten abkühlen lassen, bevor du ihn anschneidest.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Laib ist ausreichend abgekühlt, um angeschnitten zu werden.

    • Brotmehl ergibt eine etwas elastischere Krume; mit Type 550 wird sie tendenziell feiner und weicher.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Nur eine Hefeart verwenden: Die Zutatenmenge nennt Trockenhefe und frische Hefe als Alternativen. Nimm entweder 5 g Trockenhefe oder 15 g frische Hefe, nicht beides.
  • Mehl und Krume: Spanisches Brotmehl ergibt eine etwas elastischere Krume. Mit Weizenmehl Type 550 wird sie tendenziell feiner und weicher.

Zutatenwissen

Matalauva finden

Matalauva sind grüne Anissamen. In spanischen Lebensmittelgeschäften, Gewürzläden oder gut sortierten Supermärkten kann die Packung mit anís verde beschriftet sein.

Sinnvolle Alternativen

Normale Anissamen

Ähnlicher Geschmack; das Aroma kann etwas kräftiger oder süßer wirken.

Die Matalauva durch dieselbe Menge normaler Anissamen ersetzen und wie im Rezept mit Mehl und Salz vermengen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Krume wirkt beim Anschneiden noch feucht oder zusammengedrückt.

Den Laib nach dem Backen mindestens 45 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen.

Die bereits angeschnittenen Scheiben vollständig abkühlen lassen; für knusprige Stücke können sie anschließend getoastet werden.

Der Laib geht nur wenig auf und wird kompakter als erwartet.

Beide Gehzeiten einhalten und den Teig jeweils abgedeckt ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

Vor dem Formen gegebenenfalls noch etwas Gehzeit einräumen, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.

Die Kruste wird sehr dunkel, bevor der Laib fertig gebacken ist.

Die Kruste während der Backphase bei 200 °C beobachten und die Klopfprobe an der Unterseite nutzen.

Wenn die Kruste bereits goldbraun ist, den Laib anhand der Klopfprobe prüfen und bei hohlem Klang aus dem Ofen nehmen.

Varianten

Elastischere Krume

Verwende statt Weizenmehl Type 550 spanisches Brotmehl für eine etwas elastischere Krume.

Servieren und kombinieren

  • Pur oder zu Käse: Serviere das Brot pur, damit das Anisaroma gut zur Geltung kommt, oder reiche Käse dazu.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Den vollständig abgekühlten Laib bei Zimmertemperatur aufbewahren und innerhalb von etwa 48 Stunden verzehren.

Aufwärmen

  • Backofen: Den Laib oder einzelne Scheiben im vorgeheizten Backofen bei niedriger bis mittlerer Hitze kurz erwärmen, bis sie warm sind.

Allergene und Nährwerte

  • Weizen (Gluten): enthält · Enthält Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich frische Hefe statt Trockenhefe verwenden?

Ja. Verwende 15 g frische Hefe statt 5 g Trockenhefe. Beide Hefearten sind Alternativen; verwende sie nicht gemeinsam.

Was kann ich statt Matalauva verwenden?

Normale Anissamen sind eine passende Alternative. Verwende dieselbe Menge; ihr Aroma kann etwas kräftiger oder süßer sein.

Welches Mehl eignet sich für das Brot?

Du kannst Weizenmehl Type 550 oder spanisches Brotmehl verwenden. Brotmehl ergibt eine etwas elastischere Krume, Type 550 eine tendenziell feinere und weichere.

Wann kann ich das Brot anschneiden?

Lass den Laib nach dem Backen mindestens 45 Minuten auf einem Gitter abkühlen.

Aus unserer Küche

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