Mermelada de Mirabellen aus Galicien

Galicien · Mirabellenkonfitüre

Fein säuerliche Mirabellenkonfitüre mit Zucker und Zitrone, langsam offen eingekocht zu einer weich streichfähigen Masse mit kleinen Fruchtstücken.

Zum Rezept
Mermelada de Mirabellen aus Galicien
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Menge kleine Gläser
Gerichtsform und Gerichtsart Dips und Aufstriche
Prägende Zutatenfamilie Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Ziehenlassen mit Zucker löst Fruchtsaft und unterstützt eine gleichmäßige, aromatische Einkochbasis.
  • Zitronensaft und Zitronenschale setzen einen fein säuerlichen Kontrast zur Süße und unterstreichen das florale Fruchtaroma.
  • Das offene sanfte Einkochen konzentriert die Flüssigkeit, während zerdrückte Früchte für eine streichfähige Konsistenz mit kleinen Stücken sorgen.

Diese Mirabellenkonfitüre verbindet reife gelbe Früchte mit Zucker und Zitrone. Die Mirabellen werden zunächst gezuckert ziehen gelassen und anschließend offen eingekocht, bis eine aromatische, goldfarbene und weich streichfähige Konfitüre entsteht.

Goldgelbe bis bernsteinfarbene Konfitüre mit feinem Mirabellenaroma, dezenter Zitronensäure und einer weich streichfähigen, leicht stückigen Textur.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Mirabellen vorbereiten

    Mirabellen waschen, gut abtrocknen, halbieren und entsteinen. Erst danach 1 kg Frucht abwiegen.

    20 Minuten
    • Das Abwiegen nach dem Entsteinen hält das Mengenverhältnis von Frucht und Zucker ein.
  2. Früchte ziehen lassen

    Mirabellen in einen hohen Topf geben. Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale hinzufügen und gründlich vermengen. Die Mischung zugedeckt 2 Stunden ziehen lassen und gelegentlich umrühren, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist weitgehend gelöst und hat sich mit dem austretenden Fruchtsaft verbunden.

    • Die Ziehzeit kann genutzt werden, um die Gläser sauber und heiß auszuspülen.
  3. Konfitüre einkochen

    Den Topf bei hoher Hitze erhitzen. Sobald die Fruchtmasse sprudelnd kocht, die Temperatur reduzieren und die Konfitüre ohne Deckel 30 Minuten sanft weiterkochen lassen. Regelmäßig umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fruchtmasse kocht sanft, ist sichtbar eingedickt und setzt bei regelmäßigem Rühren nicht am Boden an.

    • Der Topf sollte hoch genug sein, damit die sprudelnde Fruchtmasse nicht überkocht.
    • Die Konfitüre offen einkochen, damit Flüssigkeit verdampfen kann.

    Wichtig: Heiße Fruchtmasse kann spritzen; beim Umrühren vorsichtig arbeiten.

  4. Fruchtstücke zerdrücken

    Nach etwa 20 Minuten einige Mirabellen mit dem Kochlöffel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken. So entsteht eine streichfähige Masse mit kleinen Fruchtstücken.

    Daran erkennst du es: Ein Teil der Früchte ist zerfallen, während noch kleine Stücke sichtbar bleiben.

    • Nur einen Teil der Früchte zerdrücken, wenn eine leicht stückige Konsistenz gewünscht ist.

    Wichtig: Beim Zerdrücken in der heißen Masse langsam und vorsichtig arbeiten.

  5. Konsistenz prüfen

    Nach 30 Minuten eine kleine Menge auf einen kalten Teller geben. Läuft sie nur langsam auseinander und wirkt am Rand leicht geliert, ist die Konfitüre fertig. Ist sie noch sehr flüssig, weitere 5–15 Minuten einkochen und die Probe wiederholen. Die fertige Konsistenz soll weich streichfähig, aber nicht schnittfest sein.

    Daran erkennst du es: Die Probe läuft auf dem kalten Teller nur langsam auseinander und wirkt am Rand leicht geliert.

    • Den Teller vor der Probe kalt halten, damit die Konsistenz besser beurteilt werden kann.
    • Die Konfitüre nicht bis zu einer schnittfesten Struktur einkochen.

    Wichtig: Für die Probe nur eine kleine Menge entnehmen und die heiße Konfitüre nicht probieren.

  6. Abfüllen

    Die heiße Konfitüre vorsichtig in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Gläser sind gefüllt und die Konfitüre beginnt beim Abkühlen anzudicken.

    • Beim Abfüllen einen kleinen Rand lassen und die Gläser auf eine standfeste Unterlage stellen.

    Wichtig: Gläser und Konfitüre sind sehr heiß; beim Abfüllen vorsichtig arbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ziehzeit einhalten: Die zweistündige Ziehzeit hilft dabei, dass sich der Zucker mit dem austretenden Fruchtsaft verbindet und die Frucht gleichmäßiger einkocht.
  • Ohne Deckel einkochen: Das offene Einkochen ermöglicht, dass überschüssige Flüssigkeit verdampft und die Konfitüre streichfähig wird.
  • Tellerprobe entscheidet: Die Kochzeit kann je nach Fruchtwassergehalt variieren. Maßgeblich ist deshalb die Tellerprobe und nicht allein die vergangene Zeit.

Zutatenwissen

Mirabellen auswählen

Reife Mirabellen liefern ein florales Aroma und ausreichend Fruchtsaft. Außerhalb ihrer kurzen Saison sind frische Früchte oft schwer zu finden.

Unbehandelte Zitrone verwenden

Da auch die Schale verwendet wird, sollte die Zitrone unbehandelt sein. Die Schale fein abreiben und den Saft anschließend auspressen.

Sinnvolle Alternativen

gelbe Reineclauden oder andere reife gelbe Pflaumen

Die Konfitüre schmeckt etwas weniger fein und blumig; je nach Saftgehalt kann sie einige Minuten länger einkochen müssen.

Die Früchte wie Mirabellen waschen, abtrocknen, halbieren und entsteinen. Danach 1 kg Frucht abwiegen und wie im Rezept beschrieben weiterverarbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Konfitüre bleibt ungewöhnlich flüssig.

Mirabellen vor dem Entsteinen gut abtrocknen und die Konsistenz mit der Tellerprobe prüfen.

Die Konfitüre ohne Deckel weitere 5–15 Minuten einkochen und die Tellerprobe wiederholen.

Die Fruchtmasse setzt am Topfboden an oder schmeckt verbrannt.

Nach dem sprudelnden Aufkochen die Hitze reduzieren und während des Einkochens regelmäßig umrühren.

Die Konfitüre vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den anhaftenden Bodensatz aufzurühren.

Die Konfitüre steigt beim Aufkochen stark hoch.

Einen hohen Topf verwenden und die Hitze nach dem Aufkochen reduzieren.

Den Topf kurz von der Hitze nehmen, bis die Masse sich beruhigt, und anschließend bei reduzierter Hitze weiterkochen.

Varianten

Glatte Mirabellenkonfitüre

Eine glatte Variante ohne Fruchtstücke, bei der die eingekochte Masse vor dem Abfüllen passiert wird.

Servieren und kombinieren

  • Auf Brot oder Toast: Die Mirabellenkonfitüre als fruchtigen Aufstrich auf Brot, Toast oder einem milden Frühstücksgebäck servieren.
  • Zu Käse: Die fein säuerliche Konfitüre als süßen Kontrast zu mildem oder kräftigem Käse reichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Mirabellen durch andere Früchte ersetzen?

Ja. Gelbe Reineclauden oder andere reife gelbe Pflaumen eignen sich als Ersatz. Das Aroma wird etwas weniger fein und blumig, und die Kochzeit kann je nach Saftgehalt variieren.

Warum muss die Frucht erst nach dem Entsteinen gewogen werden?

Die Rezeptmenge bezieht sich auf 1 kg entsteinte Mirabellen. Das Abwiegen nach dem Entsteinen hält das Verhältnis von Frucht, Zucker und Zitrone ein.

Wie erkenne ich, dass die Konfitüre fertig ist?

Eine kleine Menge auf einen kalten Teller geben. Läuft sie nur langsam auseinander und wirkt am Rand leicht geliert, ist die Konfitüre fertig. Sie soll weich streichfähig und nicht schnittfest sein.

Kann ich die Konfitüre glatt statt stückig zubereiten?

Ja. Die eingekochte Fruchtmasse kann vor dem Abfüllen durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle gestrichen werden.

Aus unserer Küche

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