Ainosas

Flache Brottorte aus Navarra

Sehr flache Hefefladen aus Navarra mit eingedrückten Mulden, OlivenölHöchste EU-Kategorie nativen Olivenöls, direkt aus Oliven und mechanisch gewonnen. und grobem Salz. Die Ainosas werden heiß gebacken und außen knusprig, während sie innen zart bleiben.

Zum Rezept
Herzhafte Ainosas aus Navarra
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 95 Minuten
Gesamtzeit ca. 115 Minuten
Menge 4 flache Fladen
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Abendmahlzeit, Mittagsmahlzeit, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der weiche Hefeteig lässt sich nach der Gehzeit dünn ausziehen und bleibt im Inneren zart.
  • Die eingedrückten Mulden halten Olivenöl und grobes Salz gleichmäßig auf der Oberfläche.
  • Das Backen bei hoher Temperatur sorgt für goldbraune Ränder und eine knusprige Unterseite.

Ainosas sind schlichte regionale Teigfladen aus Navarra. Ihr besonderer Charakter entsteht durch den flachen Hefeteig, die mit den Fingerspitzen eingedrückte Oberfläche und das Olivenöl, das sich in den Mulden sammelt. Dieses Rezept ist für ein normales Backblech ausgelegt und ergibt vier herzhafte Fladen.

Die Ainosas duften nach warmem Weizen und Olivenöl. Außen sind sie an den Rändern knusprig und leicht salzig, in der Mitte weich und zart mit kleinen öligen Mulden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig herstellen und gehen lassen

  1. Teig ansetzen und kneten

    Weizenmehl und Trockenhefe in der großen Schüssel vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und alles zu einem groben Teig verrühren. Das Salz für den Teig hinzufügen und 8–10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich zusammenhängend aus der Schüssel lösen.

    • Der Teig darf zunächst leicht klebrig wirken; nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.
  2. Teig gehen lassen

    Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig an einem zugfreien Ort 60–75 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen sichtbar vergrößert.

    • Die Gehzeit hängt von der Raumtemperatur ab; maßgeblich ist die sichtbare Volumenzunahme.

Fladen formen und vorbereiten

  1. Teig teilen und ausziehen

    Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer flachen, ovalen Brottorte von etwa 15 × 22 cm und ungefähr 5 mm Dicke drücken oder vorsichtig ausziehen.

    Daran erkennst du es: Alle vier Fladen sind ähnlich groß und ungefähr gleich dünn.

    • Den Teig vorsichtig ausziehen, damit die eingeschlossene Luft möglichst erhalten bleibt.
  2. Fladen ruhen lassen und Ofen vorheizen

    Die Fladen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit dem Küchentuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    15 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Der Ofen ist vollständig vorgeheizt, bevor die Fladen eingeschoben werden.

    • Die kurze zweite Ruhezeit entspannt den Teig und erleichtert das Eindrücken der Oberfläche.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Einschieben des Blechs auf den heißen Ofen achten.

  3. Mulden, Öl und Salz auftragen

    Mit den Fingerspitzen viele flache Mulden in die Oberfläche drücken, ohne den Teig zu durchstoßen. Das Olivenöl gleichmäßig auf die 4 Fladen verteilen und das grobe Salz darüberstreuen.

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig eingedrückt und mit Öl sowie grobem Salz bedeckt.

    • Die Mulden sollen flach bleiben und die Teigflächen nicht perforieren.

Backen und servieren

  1. Ainosas backen

    Das Blech auf der unteren bis mittleren Schiene in den heißen Ofen schieben. Die Ainosas 12–16 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind und die Unterseite fest geworden ist.

    16 Minuten 230 °C

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind goldbraun und die Unterseite ist fest.

    • Je nach Ofen und genauer Teigdicke kann die Backzeit innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.

    Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Hitzeschutz herausnehmen.

  2. Kurz abkühlen lassen

    Die Fladen 5 Minuten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Ainosas schmecken warm besonders aromatisch, können aber auch bei Zimmertemperatur serviert werden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fladen sind stabil genug zum Anheben und noch angenehm warm.

    • Das Gitter verhindert, dass die Unterseite durch eingeschlossene Feuchtigkeit weich wird.

    Wichtig: Die Fladen vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, damit Mund und Hände nicht verbrannt werden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ofen vollständig vorheizen: Die hohe Anfangstemperatur ist wichtig für goldbraune Ränder und eine feste, knusprige Unterseite. Das Vorheizen läuft während der zweiten Ruhezeit parallel.
  • Oberfläche nur eindrücken: Die Mulden sollen flach sein. Wird der Teig durchstoßen, kann Öl durchlaufen und die Oberfläche bäckt ungleichmäßig.
  • Backzeit nach Bräunung beurteilen: Die Fladen sind fertig, sobald die Ränder goldbraun und die Unterseiten fest sind. Die genaue Zeit hängt von Ofen, Blech und Teigdicke ab.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Type 550 ergibt einen elastischen Hefeteig, der sich dünn ausziehen lässt und nach dem Backen eine zarte Krume behält.

Olivenöl auf der Oberfläche

Das Öl wird erst nach dem Formen aufgetragen und sammelt sich in den eingedrückten Mulden der Fladen.

Zwei getrennte Salzmengen

Das feine Salz würzt den Teig. Das grobe Salz wird separat auf die Oberfläche gestreut und sorgt dort für einzelne salzige Akzente.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 405

Der Teig kann etwas weniger kräftig und geringfügig weicher wirken; die Fladen bleiben grundsätzlich backbar.

Type 405 in gleicher Menge verwenden und das Wasser zunächst nicht vollständig zugeben. Nach Bedarf den restlichen Teil einarbeiten, bis ein elastischer, formbarer Teig entsteht.

Mildes Olivenöl

Das Aroma wird zurückhaltender, die Oberflächenstruktur bleibt ähnlich.

Das milde Olivenöl in gleicher Menge verwenden und wie vorgesehen auf den Fladen verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fladen werden trocken und lassen sich nur schwer dünn ausziehen.

Die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen und den Teig vorsichtig drücken oder ausziehen.

Den Teig einige Minuten entspannen lassen und anschließend erneut vorsichtig ausziehen.

Die Fladen bleiben dicht und gehen im Ofen kaum auf.

Auf die sichtbare Volumenzunahme achten und die Gehzeit an die Raumtemperatur anpassen.

Bei noch ungebackenem Teig die Gehzeit verlängern, bis er sichtbar aufgegangen ist.

Öl läuft durch den Teig und die Oberfläche bäckt ungleichmäßig.

Nur flache Mulden mit den Fingerspitzen formen und den Teig nicht perforieren.

Kleine Löcher vorsichtig zusammendrücken und das Öl danach sparsam verteilen.

Die Fladen werden blass und die Unterseite bleibt weich.

Den Ofen während der zweiten Ruhezeit vollständig auf 230 °C vorheizen.

Die Fladen wenige Minuten länger backen und die Unterseite kontrollieren.

Varianten

Dünnere, knusprigere Ainosas

Die Teigstücke etwas weiter ausziehen, sodass die Fladen dünner werden und stärker knuspern.

Kleine Ainosas

Den Teig in 8 kleinere Fladen teilen und als handliche Einzelportionen backen.

Servieren und kombinieren

  • Warm servieren: Die Ainosas nach der kurzen Abkühlzeit noch warm reichen, damit das Olivenölaroma besonders deutlich hervortritt.
  • Zu Gemüse und Salaten: Die Fladen in Stücke teilen und zu gegrilltem oder geröstetem Gemüse sowie zu einem einfachen Salat servieren.
  • Bei Zimmertemperatur: Vollständig ausgekühlte Ainosas eignen sich als unkomplizierte Brotkomponente auf einer gemeinsamen Tafel.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig nach dem Kneten abgedeckt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Vor dem Formen auf Raumtemperatur kommen lassen und anschließend wie beschrieben weiterarbeiten.

Aufbewahren

Die vollständig ausgekühlten Fladen bei Raumtemperatur trocken und luftdicht verpackt aufbewahren. Für längere Aufbewahrung im Kühlschrank luftdicht verpacken, da die Kruste dort weicher wird.

Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich möglichst wenig Kondenswasser bildet.

Einfrieren

Die vollständig ausgekühlten Fladen einzeln in geeignete Gefrierbeutel oder Folie verpacken und anschließend gemeinsam in einen Gefrierbehälter legen.

Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im heißen Ofen auffrischen.

Nach dem Einfrieren kann die Kruste etwas weniger knusprig sein; kurzes Aufbacken verbessert die Oberfläche.

Aufwärmen

  • Backofen: Die Ainosas im vorgeheizten Ofen kurz erwärmen, bis sie wieder warm und an den Rändern leicht knusprig sind.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie dünn sollen Ainosas sein?

Die Fladen werden ungefähr 5 mm dick und etwa 15 × 22 cm groß ausgedrückt oder vorsichtig ausgezogen.

Woran erkenne ich, dass Ainosas fertig gebacken sind?

Die Ränder sollen goldbraun sein und die Unterseite fest geworden sein. Das dauert im gut vorgeheizten Ofen etwa 12–16 Minuten.

Warum werden Mulden in die Oberfläche gedrückt?

Die flachen Mulden geben den Fladen ihre typische Struktur und halten Olivenöl sowie grobes Salz auf der Oberfläche.

Schmecken Ainosas warm oder kalt besser?

Warm sind sie besonders aromatisch und an den Rändern knusprig. Sie können aber auch bei Zimmertemperatur serviert werden.

Aus unserer Küche

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