Gazpacho vasco mit Ibarra-Piparras

Kalte Suppe aus dem Baskenland

Kalte baskische Tomatensuppe mit grünem Paprika, Gurke, Brot, Olivenöl und mild eingelegten Piparras.

Zum Rezept
Gazpacho vasco mit Ibarra-Piparras
Vorbereitung 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Stunden
Gesamtzeit ca. 3 Std. 25 Min.
Menge Schalen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Reife Tomaten liefern Fruchtigkeit und eine saftige Grundlage.
  • Brot und Olivenöl geben der roh pürierten Suppe Körper und eine cremige Textur.
  • Piparras bringen feine Säure und einen zurückhaltenden Schärfeton in die Suppe und als Garnitur.
  • Das Durchkühlen verbindet die Aromen und macht die Suppe besonders erfrischend.

Gazpacho vasco ist eine baskische Interpretation der kalten Tomatensuppe. Reife Tomaten, grüner Paprika, Gurke, Brot und milde eingelegte Piparras werden roh püriert, mit nativem Olivenöl extra cremig emulgiert und gut gekühlt serviert.

Glatt, kühl und cremig mit fruchtiger Tomatennote, frischen grünen Gemüsearomen, milder Säure und einem dezenten Schärfeton der Piparras.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Tomaten, Paprika und Gurke waschen. Die Tomaten vierteln, den Paprika entkernen und grob schneiden. Die Gurke schälen und ebenfalls zerkleinern. Den Knoblauch schälen.

    • Das Gemüse muss nicht besonders fein geschnitten werden, da es anschließend püriert wird.
  2. Brot einweichen

    Das Brot in Stücke teilen, mit den 80 ml kaltem Wasser übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Anschließend leicht ausdrücken. Die drei für die Suppe vorgesehenen Piparras grob schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist weich und vollständig durchfeuchtet.

    • Das Brot nur leicht ausdrücken, damit es noch Feuchtigkeit für die cremige Konsistenz mitbringt.
  3. Suppe pürieren

    Tomaten, Paprika, Gurke, Knoblauch, eingeweichtes Brot und die drei geschnittenen Piparras in einen hohen Mixbecher geben. Das Salz hinzufügen und alles zunächst 2 Minuten fein pürieren.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist möglichst gleichmäßig und ohne große Stücke püriert.

    • Bei einem Stabmixer portionsweise arbeiten, damit das Gefäß nicht überfüllt wird.

    Wichtig: Den Mixer vor dem Öffnen vollständig zum Stillstand bringen.

  4. Olivenöl einarbeiten

    Das Olivenöl langsam in einem dünnen Strahl einlaufen lassen und weiter pürieren, bis die Suppe cremig und gleichmäßig emulgiert ist. Falls sie zu dick ist, esslöffelweise etwas kaltes Wasser ergänzen. Die gewünschte Konsistenz ist glatt, cremig und gut ausgießbar, aber nicht wässrig.

    Daran erkennst du es: Die Suppe wirkt cremig, gleichmäßig und lässt sich gut ausgießen.

    • Das Öl langsam einarbeiten, damit sich die Suppe gleichmäßig verbindet.

    Wichtig: Flüssigkeit nur bei laufendem, geschlossenem Mixer vorsichtig nach und nach ergänzen.

  5. Optional fein passieren

    Für eine besonders feine Textur die Suppe durch ein feinmaschiges Sieb streichen. Dabei mit einer Kelle nachhelfen und die festen Rückstände nicht zurück in die Suppe geben.

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist glatt und frei von groben Schalen- oder Kernrückständen.

    • Diesen Schritt ausführen, wenn eine besonders glatte Konsistenz gewünscht ist.
  6. Durchkühlen

    Die Suppe abdecken und mindestens 3 Stunden, besser bis zu 4 Stunden, im Kühlschrank durchkühlen lassen. Vor dem Servieren nochmals umrühren und die Konsistenz prüfen.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist gut gekühlt und bleibt cremig sowie ausgießbar.

    • Die Suppe kann bis zu 4 Stunden vor dem Servieren vorbereitet und gekühlt gehalten werden.

    Wichtig: Die Suppe während der Kühlzeit abgedeckt und durchgehend gekühlt halten.

  7. Anrichten und servieren

    Das Gazpacho vasco auf vier Schalen verteilen. Die beiden übrigen Piparras in dünne Ringe schneiden und darübergeben. Mit wenigen Tropfen Olivenöl abschließen und sofort kalt servieren.

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist kalt angerichtet und mit Piparras sowie wenigen Tropfen Olivenöl garniert.

    • Die Piparras erst kurz vor dem Servieren schneiden, damit ihre frische Säure und Textur erhalten bleiben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Piparras aufteilen: Von den fünf Piparras kommen drei in die Suppe und zwei werden zum Servieren in Ringe geschnitten.
  • Konsistenz prüfen: Das Gazpacho soll glatt, cremig und gut ausgießbar sein, aber nicht wässrig. Zusätzliches Wasser deshalb nur esslöffelweise einarbeiten.
  • Säure der Piparras: Die mild eingelegten Piparras bringen bereits eine feine Säure und einen zurückhaltenden Schärfeton mit; zusätzlicher Essig ist in dieser Rezeptur nicht vorgesehen.

Zutatenwissen

Piparras finden

Piparras, auch Guindillas de Ibarra genannt, sind in gut sortierten Supermärkten, spanischen Lebensmittelgeschäften oder im Feinkostregal erhältlich.

Geschmack der Piparras

Die mild eingelegten Schoten sorgen für feine Säure und einen zurückhaltenden Schärfeton und prägen die baskische Ausrichtung der Suppe.

Altbackenes Brot

Das Brot sollte altbacken und von der harten Kruste befreit sein, damit es Feuchtigkeit aufnimmt und die Suppe bindet, ohne grobe Stücke beizusteuern.

Sinnvolle Alternativen

milde eingelegte Peperoni

Die Suppe bleibt mild säuerlich, schmeckt aber meist etwas weniger frisch und weniger typisch baskisch.

Die milden eingelegten Peperoni wie die Piparras verwenden: drei grob für die Suppe schneiden und zwei zum Servieren in dünne Ringe schneiden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Suppe wird wässrig.

Das Wasser zum Verdünnen nur esslöffelweise und erst nach dem Emulgieren einarbeiten.

Etwas mehr Tomate oder eingeweichtes Brot unterpürieren und anschließend erneut kühlen.

Die Suppe wirkt nicht cremig oder trennt sich.

Das Öl in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl bei laufendem Mixer einarbeiten.

Die Suppe erneut gründlich pürieren und das Öl bei Bedarf mit einem kleinen Schluck Wasser langsam verbinden.

Die Suppe schmeckt unausgewogen und wirkt nicht erfrischend.

Mindestens 3 Stunden Kühlzeit einplanen.

Die abgedeckte Suppe weiter kühlen und vor dem Servieren erneut umrühren.

Die Suppe enthält Schalen- oder Kernrückstände.

Für eine besonders feine Textur nach dem Pürieren passieren.

Die Suppe nachträglich durch ein feinmaschiges Sieb streichen.

Varianten

Besonders glatte Version

Eine sehr feine, gleichmäßige Suppe ohne wahrnehmbare feste Rückstände.

Mit Piparras-Stückchen

Die Suppe bleibt glatt, erhält aber deutlich sichtbare und spürbare Piparras-Ringe als Garnitur.

Rustikale Textur

Die Suppe wird ohne Passieren serviert und wirkt dadurch etwas natürlicher und kräftiger in der Textur.

Servieren und kombinieren

  • Als leichter erster Gang: Gut gekühlt in kleinen Schalen als leichten ersten Gang servieren und mit Piparras-Ringen sowie wenigen Tropfen Olivenöl abschließen.
  • Direkt aus dem Kühlschrank: Vor dem Servieren nochmals umrühren, die Konsistenz prüfen und sofort kalt auftragen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Suppe bis zu 4 Stunden vor dem Servieren zubereiten, abdecken und im Kühlschrank durchkühlen lassen. Vor dem Servieren umrühren und die Konsistenz prüfen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält altbackenes Weißbrot; die genaue Produktzusammensetzung des verwendeten Brots sollte bei Allergien zusätzlich geprüft werden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange muss das Gazpacho vasco kühlen?

Es sollte mindestens 3 Stunden, besser bis zu 4 Stunden, abgedeckt im Kühlschrank durchkühlen.

Womit kann ich Piparras ersetzen?

Als Ersatz eignen sich milde eingelegte Peperoni. Sie schmecken meist etwas weniger frisch und weniger typisch baskisch.

Muss die Suppe durch ein Sieb gestrichen werden?

Nein. Das Sieben ist optional und sorgt für eine besonders feine, glatte Textur.

Braucht Gazpacho vasco zusätzlichen Essig?

In dieser Rezeptur ist kein zusätzlicher Essig vorgesehen, weil die eingelegten Piparras bereits feine Säure mitbringen.

Aus unserer Küche

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