Hojaldres de Astorga mit Honigsirup

Bollería aus Castilla y León

Goldbraunes Blätterteiggebäck aus Astorga mit charakteristischer Öffnung in der oberen Schicht, das nach dem Backen in warmen Honig-Zitronen-Sirup getaucht wird.

Zum Rezept
Hojaldres de Astorga mit Honigsirup
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 35 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Gekühlter, bereits tourierter Blätterteig sorgt ohne erneutes Ausrollen für deutliche Schichten.
  • Die gelochte Oberseite nimmt den warmen Honig-Zitronen-Sirup auf und gibt dem Gebäck sein charakteristisches Aussehen.
  • Das kurze Backen bei hoher Hitze lässt die einzelnen Lagen kräftig aufgehen und goldbraun werden.
  • Das abschließende Ruhen verbindet knusprige Außenlagen mit einem saftigen, aromatischen Inneren.

Hojaldres de Astorga sind kleine, locker aufgeblätterte Gebäcke aus Astorga in Castilla y León. Diese vereinfachte Hausversion verwendet gekauften BlätterteigLaminierter Teig mit vielen dünnen Schichten aus Teig und festem Fett., bewahrt aber die typische Lochform und das anschließende Bad in Honig-Zitronen-Sirup.

Außen sind die Hojaldres goldbraun und noch leicht blättrig, während der Honig-Zitronen-Sirup in die lockeren Schichten zieht und für eine saftige, glänzende Oberfläche mit süßem, leicht zitronigem Aroma sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Formen

  1. Blätterteig temperieren

    Die Blätterteigplatten etwa 10 Minuten vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Sie sollen biegsam, aber weiterhin kühl sein. Diese vereinfachte Hausversion verwendet fertigen, bereits tourierten Blätterteig; nicht kneten und nicht erneut ausrollen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist biegsam, aber noch kühl und nicht weich oder klebrig.

    • Randstücke nicht zusammenkneten, da dies die Blätterung schwächt.
  2. Ofen und Blech vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen.

    10 Minuten 200 °C
    • Bei Umluft die niedrigere Temperatur verwenden.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Herausnehmen des Blechs vorsichtig mit der heißen Ofentür und dem Blech umgehen.

  3. Teigrechtecke schneiden

    Jede Blätterteigplatte auf die Arbeitsfläche legen und in zwölf Rechtecke von etwa 5 × 8 cm schneiden. Die zwölf Rechtecke der ersten Platte dienen als Unterseiten, die der zweiten als Oberseiten.

    5 Minuten
    • Kleine Randstücke nicht zusammenkneten.
  4. Oberseiten lochen

    In jedes Rechteck der zweiten Platte mittig ein Loch von etwa 2 cm Durchmesser stechen.

    3 Minuten
    • Das Loch lässt später den Sirup besser in das Gebäck einziehen.
  5. Teiglagen verbinden

    Die zwölf ungelochten Unterseiten dünn mit Wasser bestreichen. Je eine gelochte Oberseite darauflegen und die Ränder vorsichtig andrücken, ohne die Schnittkanten zu zerdrücken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die beiden Teiglagen haften an den Rändern, die Schnittkanten bleiben sichtbar und ungedrückt.

    • Nur dünn mit Wasser bestreichen, damit die Ränder nicht rutschig werden.
  6. Mit Ei bestreichen

    Die Oberseiten mit dem verquirlten Ei bestreichen. Möglichst nicht über die Schnittkanten pinseln, damit die Teigschichten im Ofen frei aufgehen können. Die Gebäcke mit etwas Abstand auf das Blech setzen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberflächen sind gleichmäßig dünn mit Ei überzogen.

    • Ein dünner Auftrag reicht; Ei an den Schnittkanten kann das Aufgehen bremsen.

Backen und Sirup kochen

  1. Goldbraun backen

    Die Hojaldres 12–15 Minuten backen, bis sie deutlich aufgegangen und goldbraun sind. Anschließend 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen.

    15 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Gebäcke sind deutlich aufgegangen und goldbraun.

    • Während des Backens den Sirup zubereiten, damit beide Komponenten warm bereitstehen.

    Wichtig: Das Blech und die Gebäcke sind heiß; zum Umsetzen hitzefeste Küchenhandschuhe verwenden.

  2. Honig-Zitronen-Sirup zubereiten

    Während des Backens Wasser, Zucker, Honig und Zitronensaft in einen kleinen Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich Zucker und Honig gelöst haben. Die Mischung aufkochen und 3 Minuten sanft sprudelnd kochen lassen. Vom Herd nehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Zucker und Honig sind gelöst, der Sirup kocht sanft und bleibt flüssig.

    • Gelegentlich rühren, bis keine Zuckerkristalle mehr sichtbar sind.

    Wichtig: Der heiße Sirup kann spritzen und verursacht Verbrennungen; vorsichtig rühren und den Topf vom Körper weg ausrichten.

Tränken und Durchziehen lassen

  1. In Sirup tauchen

    Jedes noch warme Hojaldre in den warmen Sirup legen und etwa 20–30 Sekunden pro Seite wenden. Mit einer Gabel oder kleinen Palette herausheben und auf dem Kuchengitter abtropfen lassen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glänzend und das Gebäck hat Sirup aufgenommen, ohne vollständig durchzuweichen.

    • In kleinen Durchgängen arbeiten, damit die Gebäcke warm bleiben und nicht lange im Sirup liegen.

    Wichtig: Der Sirup ist noch warm; langsam wenden, um Spritzer zu vermeiden.

  2. Durchziehen lassen

    Die Hojaldres mindestens 30 Minuten ruhen lassen, damit der Sirup in die Blätterteigschichten einzieht. Danach sind sie außen noch leicht blättrig und innen saftig.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sirup ist eingezogen, die Gebäcke sind abgekühlt und außen noch leicht blättrig.

    • Nicht abdecken, solange die Oberfläche noch warm ist, damit die Außenseite nicht unnötig weich wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig kühl halten: Der Blätterteig sollte beim Formen biegsam, aber weiterhin kühl sein. Zu warmer Teig verliert leichter seine Form und blättert schlechter auf.
  • Schnittkanten nicht versiegeln: Wasser und Ei nur auf die vorgesehenen Flächen geben. An den Schnittkanten können sie das Aufgehen der Teigschichten bremsen.
  • Sirup parallel zubereiten: Der Sirup kann während des Backens gekocht werden, damit die warmen Hojaldres direkt nach dem Backen getränkt werden können.

Zutatenwissen

Gekaufter Blätterteig

Die Rezeptfassung verwendet bereits tourierten Blätterteig aus dem Kühlregal. Er wird nicht geknetet und nicht erneut ausgerollt.

Sirup ausgewogen kochen

Zucker und Honig werden zunächst vollständig gelöst. Der Zitronensaft gibt dem Sirup eine leichte Säurenote und wird gemeinsam mit den übrigen Sirupzutaten gekocht.

Sinnvolle Alternativen

Zusätzlicher Zucker

Der Sirup wird weniger aromatisch und verliert die charakteristische Honignote.

Den Honig durch 60 g zusätzlichen Zucker ersetzen und den Sirup kochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.

Limettensaft

Das Aroma wird etwas herber und limettiger.

Den Zitronensaft mengenmäßig durch Limettensaft ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hojaldres gehen kaum auf oder werden ungleichmäßig.

Die Platten nur kurz temperieren und weder kneten noch erneut ausrollen.

Wenn die geformten Stücke weich geworden sind, sie vor dem Backen kurz kühl stellen.

Die Schichten gehen an den Rändern nicht frei auf.

Wasser nur auf die Unterseiten und Ei nur dünn auf die Oberflächen geben.

Nach dem Backen lässt sich die Form nicht vollständig korrigieren; die Gebäcke trotzdem im Sirup tränken.

Das Gebäck wird weich und verliert seine Blättrigkeit.

Nur etwa 20–30 Sekunden pro Seite wenden und anschließend abtropfen lassen.

Die getränkten Stücke vollständig auf dem Gitter abtropfen und offen ruhen lassen.

Die Oberfläche wird ungleichmäßig oder der Sirup spritzt stark.

Den Sirup nach dem Kochen etwa 5 Minuten abkühlen lassen.

Den Topf kurz weiter abkühlen lassen und erst dann tränken.

Varianten

Zitronenbetonte Variante

Eine stärker zitronige Sirupnote für ein frischer wirkendes Gebäck.

Kleinere Hojaldres

Kleinere Stücke für ein Buffet oder eine gemischte Gebäckauswahl.

Servieren und kombinieren

  • Zu Kaffee oder Tee: Die Hojaldres lauwarm oder vollständig abgekühlt zu Kaffee oder schwarzem Tee servieren.
  • Frisch und leicht blättrig: Nach dem Durchziehen auf einer Platte anrichten, wenn die Außenseite noch leicht blättrig und das Innere saftig ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen: enthält
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Ei zum Bestreichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum bekommen die Hojaldres ein Loch in der Oberseite?

Die Öffnung ist charakteristisch für die Form und erleichtert außerdem, dass der Honig-Zitronen-Sirup in die lockeren Blätterteigschichten einzieht.

Kann fertiger Blätterteig verwendet werden?

Ja. Diese vereinfachte Hausversion ist ausdrücklich auf gekauften, bereits tourierten Blätterteig aus dem Kühlregal ausgelegt.

Soll der Sirup heiß oder kalt sein?

Der Sirup sollte warm, aber nicht mehr unmittelbar sprudelnd heiß sein. Nach dem Kochen etwa 5 Minuten abkühlen lassen.

Wie lange müssen die Hojaldres ruhen?

Sie sollten mindestens 30 Minuten ruhen, damit der Sirup in die Blätterteigschichten einziehen kann.

Aus unserer Küche

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