Hartweizenmehl und harina recia
Hartweizenmehl beziehungsweise spanisches harina recia unterstützt die festere, leicht gelbliche Krume. Die Zutat ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Bioläden oder im Backfachhandel zu suchen.
Brot aus Extremadura
Ein flacher, fest geführter Brotlaib aus Extremadura mit candeal-typischer Teigbearbeitung und vier tief eingeschnittenen, knusprigen Kanten.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan de cuatro cantos ist ein regionaler Brotlaib aus Extremadura aus der Familie der bregierten, sehr wasserarmen Panes candeales. Der feste Teig wird wiederholt ausgerollt und gefaltet, bevor vier tiefe, sich kreuzende Schnitte die charakteristische Vierkantform vorgeben.
Außen goldbraun, fest und deutlich knusprig an den vier Kanten; innen hell, kompakt und feinporig mit einer eher festen, leicht gelblichen Krume.
Schritt für Schritt
Die 0,2 g Hefe im Wasser verrühren und mit dem Mehl zu einer festen, homogenen Masse vermengen. Abgedeckt 12 Stunden bei kühler Raumtemperatur stehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist fest und homogen.
Die 2,5 g Hefe im Wasser für den Hauptteig auflösen. Den Vorteig in kleinen Stücken dazugeben und kurz verrühren. Beide Mehlsorten und das Salz hinzufügen und alles zu einem festen Teig verbinden.
Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind verbunden und ein fester Teig ist entstanden.
Den Teig auf einer sauberen Arbeitsfläche 10–15 Minuten kräftig bearbeiten: mit dem Handballen nach vorn drücken, zurückfalten, um 90 Grad drehen und wiederholen. Falls er stark reißt, 5 Minuten abgedeckt entspannen lassen und anschließend weiterarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig bleibt fest und lässt sich wiederholt dehnen und zurückfalten.
Den Teig mit einem schweren Nudelholz etwa 1 cm dick ausrollen. In drei Lagen falten, um 90 Grad drehen und erneut ausrollen. Diesen Vorgang 10–15 Mal wiederholen, bis der Teig deutlich glatter und seidiger wird. Bei Bedarf zwischen einzelnen Durchgängen kurze Pausen einlegen.
Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche wirkt deutlich glatter und seidiger.
Den Teig zu einer Kugel formen, indem du die Ränder nach unten einschlägst. Die Naht liegt unten. Die Kugel vorsichtig zu einer flachen, runden Scheibe von etwa 2–3 cm Höhe drücken und auf Backpapier legen.
Daran erkennst du es: Eine flache, runde Teigscheibe mit glatter Oberseite liegt auf dem Backpapier.
Die Teigscheibe 20 Minuten unbedeckt ruhen lassen, damit sich eine leichte Haut bildet. Anschließend mit einer scharfen Klinge vier tiefe, sich kreuzende Schnitte einritzen. Die Schnitte sollen die spätere Vierkantform deutlich vorgeben.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich leicht abgetrocknet an und lässt sich sauber einschneiden.
Wichtig: Die Klinge vorsichtig und von den Fingern weg führen.
Den Laib mit einem Tuch abdecken und etwa 2 Stunden gehen lassen. Er soll sichtbar aufgegangen sein, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen, ohne zwingend doppelt so groß zu sein.
Den Backofen rechtzeitig auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, damit der Laib direkt nach der Gehzeit gebacken werden kann.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Backofens vorsichtig vorgehen.
Den Laib ohne zusätzliche Dampfgabe einschieben und 10 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste beginnt fest zu werden und leicht Farbe anzunehmen.
Wichtig: Das heiße Blech nur mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.
Die Temperatur auf 200 °C senken und weitere 15–20 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und fest ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist goldbraun und fest.
Wichtig: Beim Absenken der Temperatur die Ofentür nur kurz öffnen.
Das Brot auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Dabei locker mit einem sauberen Tuch abdecken, damit die Kruste nicht unnötig hart aufspringt.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt, bevor es angeschnitten wird.
Gut zu wissen
Hartweizenmehl beziehungsweise spanisches harina recia unterstützt die festere, leicht gelbliche Krume. Die Zutat ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Bioläden oder im Backfachhandel zu suchen.
Die Hefemengen sind klein und sollten möglichst mit einer Feinwaage abgewogen werden.
Die Krume wird etwas weicher und weniger gelblich.
Das Hartweizenmehl oder harina recia vollständig durch 200 g zusätzliches Weizenmehl Type 550 ersetzen und den Hauptteig wie beschrieben zubereiten.
Die angegebene Wassermenge genau abmessen und den festen Teig zunächst durch Bearbeiten, Ausrollen und Falten entwickeln.
Den Teig kurz abgedeckt entspannen lassen und anschließend weiter kräftig bearbeiten. Zusätzliches Mehl nur sehr zurückhaltend und nicht automatisch einarbeiten.
Die Bearbeitungszeit und die wiederholten Ausroll- und Faltvorgänge einhalten.
Den Teig erneut in mehreren Durchgängen ausrollen und falten, bei Bedarf mit kurzen Pausen dazwischen.
Nach der unbedeckten Ruhephase vier tiefe, sich kreuzende Schnitte mit einer scharfen Klinge setzen.
Nach dem Einschneiden lässt sich die Form nicht zuverlässig nachträglich korrigieren; beim nächsten Mal tiefer und klarer schneiden.
Auf sichtbares Aufgehen achten und nicht auf eine vollständige Verdopplung warten.
Den Laib vorsichtig backen und die Form nicht weiter bearbeiten, sobald er weich und empfindlich wirkt.
Das Hartweizenmehl beziehungsweise harina recia wird vollständig durch Weizenmehl Type 550 ersetzt.
Den Vorteig bis zu 12 Stunden vor der Hauptteigzubereitung ansetzen und abgedeckt bei kühler Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Harina recia ist die im Rezept genannte spanische Alternative zu Hartweizenmehl. Gesucht werden kann sie in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Bioläden oder im Backfachhandel.
Ja. Die 200 g Hartweizenmehl oder harina recia können durch 200 g zusätzliches Weizenmehl Type 550 ersetzt werden. Die Krume wird dann etwas weicher und weniger gelblich.
Nein. Den Laib ohne zusätzliche Dampfgabe backen: zuerst 10 Minuten bei 220 °C Ober-/Unterhitze, danach weitere 15–20 Minuten bei 200 °C.
Nein. Er soll sichtbar aufgegangen sein, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.
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