Montilla-Moriles
Der trockene Wein aus Córdoba ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Weinhandlungen und manchen Supermärkten erhältlich. Trockener Sherry ist eine mögliche Alternative.
Andalusisches Wildgericht
Kräftiges andalusisches Schmorgericht aus zartem Hirschfleisch, Tomaten, Erbsen und trockenem Montilla-MorilesMontilla-Moriles ist eine geschützte andalusische Herkunftsbezeichnung für Weine und Weinessig.. Das Fleisch wird angebraten und anschließend langsam in einer aromatischen, tomatigen Sauce geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Venado en salsa serrana bringt die Aromen Andalusiens in einen herzhaften Wildschmortopf. Hirschfleisch aus Keule oder Schulter wird kräftig angebraten und entwickelt zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Montilla-Moriles und Wild- oder Fleischbrühe eine tief aromatische Sauce. Die Erbsen kommen erst am Ende hinzu, damit sie ihre Farbe und Struktur behalten.
Zartes, dunkles Hirschfleisch liegt in einer sämigen, tiefroten Sauce. Die Aromen reichen von eingekochter Tomate und süßer Zwiebel bis zu trockenen, nussigen Weinnoten; Erbsen setzen frische, leicht süßliche Akzente.
Schritt für Schritt
Das Hirschfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen und mit dem festen Salz und dem frisch gemahlenen Pfeffer würzen. Eine schwere Kasserolle erhitzen und 25 ml Olivenöl hineingeben. Das Fleisch portionsweise rundherum kräftig anbraten, damit die Würfel nicht im eigenen Saft kochen. Das gebräunte Fleisch auf einen Teller legen.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundherum gebräunt, innen aber noch nicht fertig gegart.
Das übrige Olivenöl in die Kasserolle geben. Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, der Knoblauch duftet, aber beides ist nicht stark gebräunt.
Die Tomaten einrühren und 10 bis 12 Minuten einkochen lassen, bis die Mischung sichtbar dicker wird und sich das Öl am Rand leicht absetzt.
Daran erkennst du es: Das Sofrito ist eingedickt und das Öl zeigt sich leicht am Rand.
Das Fleisch wieder in die Kasserolle geben. Den Montilla-Moriles angießen und 5 Minuten offen köcheln lassen. Dabei den Bratensatz vom Boden lösen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist teilweise eingekocht und der Bratensatz hat sich gelöst.
Brühe, Lorbeerblatt und Thymian hinzufügen. Die Flüssigkeit soll das Fleisch knapp umgeben. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Gericht zugedeckt 75 bis 90 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und die Sauce ist aromatisch eingekocht.
Wenn das Fleisch fast weich ist, die Erbsen einrühren und weitere 10 bis 12 Minuten garen. Das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce mit Salz zum Abschmecken und bei Bedarf etwas Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Erbsen sind gar, behalten aber noch etwas Biss; das Fleisch ist weich.
Die Kasserolle vom Herd nehmen und das Gericht 10 Minuten ruhen lassen. So bindet sich die Sauce, bevor das Venado en salsa serrana serviert wird.
Daran erkennst du es: Die Sauce liegt sämig am Fleisch und läuft nicht wässrig auseinander.
Gut zu wissen
Der trockene Wein aus Córdoba ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Weinhandlungen und manchen Supermärkten erhältlich. Trockener Sherry ist eine mögliche Alternative.
Hirschwürfel sind beim Wildhandel, in gut sortierten Metzgereien oder gelegentlich an der Fleischtheke größerer Märkte erhältlich.
Beide Formen eignen sich. Die Erbsen erst am Ende zugeben, damit sie ihre Farbe und eine angenehme Struktur behalten.
Die Sauce wird etwas nussiger und würziger als mit Montilla-Moriles.
Den trockenen Sherry in derselben Menge verwenden und im gleichen Schritt offen einkochen lassen.
Das Fleisch portionsweise anbraten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit einkochen lassen und die Würfel anschließend erneut kurz anbraten.
Die Tomaten sichtbar eindicken lassen und die Brühe nur so weit zugeben, dass das Fleisch knapp umgeben ist.
Das Gericht ohne Deckel einige Minuten sanft einkochen lassen.
Keule oder Schulter verwenden und die Schmorzeit an die tatsächliche Zartheit anpassen.
Mit etwas Brühe weiter zugedeckt sanft schmoren, bis das Fleisch weich ist.
Die Erbsen erst zugeben, wenn das Fleisch fast weich ist.
Das Schmorgericht kann bis zu einem Tag im Voraus zubereitet werden. Nach dem Garen abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und beim Erwärmen vorsichtig erhitzen; bei Bedarf mit etwas Brühe verdünnen.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht wiederholt abkühlen und erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen.
Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise in geeigneten Gefrierbehältern oder Gefrierbeuteln einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen.
Die Sauce lässt sich gut einfrieren; die Erbsen können nach dem Auftauen etwas weicher sein.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich Würfel aus Keule oder Schulter. Diese Stücke bleiben beim langsamen Schmoren saftiger und werden zarter als sehr magere Kurzbratstücke.
Ja. Trockener Sherry eignet sich als Ersatz und verleiht der Sauce eine etwas nussigere und würzigere Note.
Beide Varianten sind geeignet. Die Erbsen werden erst gegen Ende zugegeben, damit sie nicht zerkochen.
Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder kräftiges Brot nehmen die tomatige Sauce besonders gut auf.
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