Mürbe Anisringe

Valencianisches Anisgebäck

Mürbe valencianische Anisringe aus heiß angesetztem Olivenöl, trockenem Anislikör und Weizenmehl. Die kleinen Ringe werden gebacken und noch heiß mit Zucker vollendet.

Zum Rezept
Mürbe Ringe mit valencianischem Anisaroma
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Gesamtzeit ca. 43 Minuten
Menge ca. 24 Ringe
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das heiße Olivenöl bindet sich direkt mit Mehl und Flüssigkeit zu einem formbaren, glatten Teig.
  • Trockener Anislikör gibt den Ringen ein klares Anisaroma, ohne dass eine zusätzliche Gewürzmischung nötig ist.
  • Die kurze Backzeit hält die Ringe hell und bewahrt ihre mürbe, trockene Textur.
  • Der Zucker haftet besonders gut an den noch heißen Ringen.

Diese mürben Anisringe werden mit heißem Olivenöl und trockenem Anislikör angesetzt. Der einfache Teig lässt sich zu kleinen Ringen formen, die im Ofen fest und zart mürbe werden und anschließend mit Zucker bestreut oder rundum darin gewendet werden.

Hellgoldene, mürbe Ringe mit trockener, zarter Krume und einem deutlichen, leicht alkoholischen Anisaroma. Die Zuckerhülle sorgt für einen feinen Knusper und zusätzliche Süße.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Teig ansetzen

  1. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

    180 °C
    • Das Backpapier verhindert, dass die Ringe am Blech haften.
  2. Anismischung erwärmen

    Anís seco, Olivenöl und 40 g Zucker in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze etwa 3 Minuten erwärmen, bis sich der Zucker löst. Die Mischung darf nicht kochen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und die Mischung bleibt flüssig, ohne zu kochen.

    • Bei niedriger Hitze arbeiten, damit der Alkohol nicht unnötig stark verdampft und die Mischung nicht kocht.

    Wichtig: Die erwärmte Flüssigkeit vorsichtig handhaben.

  3. Teig herstellen

    Den Topf vom Herd nehmen. Das Mehl auf einmal einrühren und die warme Masse zunächst mit einem Kochlöffel, dann mit den Händen zu einem glatten, formbaren Teig verkneten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und lässt sich formen, ohne auseinanderzufallen.

    • Das Mehl vollständig einarbeiten, solange die Masse noch warm ist.

    Wichtig: Den Teig vor dem Kneten kurz abkühlen lassen, falls er für die Hände zu heiß ist.

Formen und Backen

  1. Ringe formen

    Den Teig in etwa 24 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einem 10 bis 12 cm langen Strang rollen, die Enden verbinden und den Ring leicht flach drücken. Mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech legen.

    Daran erkennst du es: Alle Ringe sind ähnlich groß und haben eine geschlossene Verbindung.

    • Gleich große Teigstücke sorgen für eine einheitliche Backzeit.
  2. Ringe backen

    Die Ringe 18 Minuten backen, bis sie fest sind und nur leicht Farbe angenommen haben. Sie sollen nicht dunkel werden.

    18 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind fest und nur leicht gefärbt, nicht dunkel.

    • Die Backzeit bei größeren oder kleineren Ringen entsprechend beobachten.

    Wichtig: Das Backblech und die Ringe sind heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.

  3. Mit Zucker vollenden und abkühlen

    Die heißen Ringe vorsichtig in 40 g Zucker wenden oder rundum damit bestreuen. Auf dem Blech vollständig abkühlen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Ringe sind vollständig abgekühlt und der Zucker haftet an der Oberfläche.

    • Für eine gleichmäßige Zuckerhülle die Ringe noch heiß wenden; für eine leichtere Süße nur bestreuen.

    Wichtig: Die frisch gebackenen Ringe vorsichtig anfassen, da sie zunächst sehr heiß und mürbe sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Anisaroma: Anís seco ist ein klarer, trockener Anislikör, der auch als cassalla bekannt ist. Er wird direkt mit Öl und Zucker erwärmt und prägt das Aroma des Gebäcks.
  • Hell backen: Die Ringe sollen fest sein und nur leicht Farbe angenommen haben. Zu starkes Bräunen macht das Gebäck trockener und überdeckt das feine Anisaroma.

Zutatenwissen

Anís seco finden

Trockener Anislikör ist meist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder in spanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Trockener Anisschnaps ist eine passende Alternative.

Mehl Type 405 oder 550

Für den Teig ist Weizenmehl Type 405 oder 550 vorgesehen. Beide Varianten werden im Rezept als geeignete Wahl genannt.

Sinnvolle Alternativen

Trockener Anisschnaps

Das Anisaroma bleibt erhalten; die genaue Süße kann je nach Produkt leicht abweichen.

Den trockenen Anisschnaps in gleicher Menge wie Anís seco verwenden.

Süßer Anislikör

Das Gebäck wird milder und süßer.

Den süßen Anislikör in gleicher Menge verwenden. Die Gesamtwirkung wird dadurch weniger trocken und weniger kräftig anisbetont.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Anis-Öl-Mischung kocht.

Bei niedriger Hitze erwärmen und den Topf vom Herd nehmen, sobald sich der Zucker gelöst hat.

Wenn die Mischung noch nicht angebrannt ist, vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen, bevor das Mehl eingerührt wird.

Die Ringe werden dunkel oder trocken.

Nach 18 Minuten prüfen und auf die helle Farbe sowie die feste Oberfläche achten.

Stark gebräunte Ringe lassen sich nicht vollständig zurückverwandeln; leicht zu dunkel geratene Ringe können dennoch mit Zucker bestreut werden.

Der Teig lässt sich nicht zu Strängen rollen.

Das Mehl vollständig einrühren und die warme Masse anschließend zu einem glatten, formbaren Teig verkneten.

Den Teig weiter verkneten, bis er zusammenhält; kein zusätzliches Mehl ergänzen, da die Mengen im Rezept festgelegt sind.

Varianten

Nur mit Zucker bestreut

Die heißen Ringe werden nicht gewendet, sondern nur rundum mit Zucker bestreut. Dadurch bleibt die Zuckerhülle leichter.

Mildere Anisnote

Mit süßem Anislikör wird das Gebäck milder und süßer als mit trockenem Anís seco.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Zucker vollenden: Die Ringe noch warm mit Zucker bestreuen oder rundum in Zucker wenden, damit der Zucker gut haftet.
  • Als kleines Gebäck servieren: Die vollständig abgekühlten Ringe als schlichtes, aromatisches Kleingebäck ohne Füllung servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält ausdrücklich Weizenmehl.

Lebensmittelsicherheit

  • Heiße Anismischung: Die erwärmte Mischung aus Anislikör, Olivenöl und Zucker vorsichtig handhaben und den Topf vom Herd nehmen, bevor das Mehl eingerührt wird.
  • Heißes Backblech und Gebäck: Beim Herausnehmen des Blechs und beim Wenden der frisch gebackenen Ringe vorsichtig arbeiten, da Blech und Gebäck heiß sind.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Anís seco?

Anís seco ist ein klarer, trockener Anislikör, der in der valencianischen Küche auch als cassalla bezeichnet wird. Trockener Anisschnaps ist eine passende Alternative.

Soll ich die Ringe mit Zucker bestreuen oder darin wenden?

Beides ist möglich. Bestreuen ergibt eine leichtere Zuckerhülle; beim Wenden haftet der Zucker rundum und die Ringe werden süßer.

Welches Mehl eignet sich für die Anisringe?

Im Rezept ist Weizenmehl Type 405 oder 550 vorgesehen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar