Mehlmischung
Das Weizenmehl Type 550 sorgt für Dehnbarkeit und eine elastische Krume. Das Weizenvollkornmehl bringt mehr Aroma und eine etwas kräftigere Textur ein.
Hogaza valenciana
Rundes rustikales Weizenbrot mit WeizenvollkornmehlMehl aus dem vollständig vermahlenen Weizenkorn einschließlich Keimling und Randschichten., kräftiger KrusteEine Kruste ist die gebräunte Außenschicht eines Lebensmittels und sorgt oft für festen oder knusprigen Biss. und elastischer KrumeLockeres Inneres eines Brotes, das von der festen Kruste umgeben wird.. Der Teig wird lange kalt geführt und im gusseisernen Topf gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese valencianische Hausfassung greift die runde Form und die kräftige Kruste einer Hogaza auf. Sie ist keine zertifizierte IGP-Ausführung, sondern ein rustikales Hausbrot mit langer kalter TeigführungGeplante Abfolge von Mischen, Kneten, Reifen und Gehenlassen eines Teigs..
Außen kräftig gebräunt und knusprig, innen elastisch und saftig mit mildem Weizenaroma und einer leicht herzhaften Vollkornnote.
Schritt für Schritt
Beide Mehlsorten in einer großen Schüssel mischen. 390 ml Wasser zugießen und alles verrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig befeuchtet; es sind keine trockenen Stellen mehr sichtbar.
Die HefeFrische Hefe ist im Kühlregal erhältlich. in den restlichen 30 ml Wasser auflösen. Zusammen mit dem Salz zum Teig geben und 5–7 Minuten von Hand knetenBeim Kneten wird Teig durch wiederholtes Drücken, Falten und Dehnen zu einer gleichmäßigen, elastischen Masse verarbeitet., bis der Teig glatter und elastischer wird.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt deutlich glatter und elastischer, muss aber noch nicht vollständig fenstertestfest sein.
Den Teig in eine leicht befeuchtete Schüssel legen und abdecken. Bei etwa 22–24 °C insgesamt 2½ Stunden gehen lassenRuhezeit, in der Hefeteig durch Gärung lockerer wird und an Volumen gewinnt.. Nach 30, 60 und 90 Minuten den Teig jeweils von allen Seiten zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und hat durch die Faltungen mehr Spannung bekommen.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, ohne ihn vollständig zu entgasenBeim Entgasen wird gegangener Teig sanft zusammengedrückt, damit überschüssige Gärgase entweichen.. Zu einem runden Laib formen, indem du die Teigränder zur Mitte ziehst und die Oberfläche anschließend mit gespannter Außenhaut nach unten auf die Arbeitsfläche legst. 10–15 Minuten entspannen lassen, dann nochmals rundwirkenTeigstück zu einem runden Ballen mit glatter, gespannter Oberfläche und konzentriertem Schluss formen..
Daran erkennst du es: Der Teigling ist rund und die Oberfläche sichtbar gespannt.
Den Laib mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen oder eine mit einem bemehlten Tuch ausgelegte Schüssel legen. Abdecken und 10–12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teigling ist gut durchgekühlt und sichtbar aufgegangen, ohne breit zu verlaufen.
Am Backtag den Topf mit Deckel auf einem Rost im unteren Drittel des Ofens auf 250 °C Ober-/UnterhitzeBackofen-Heizart, bei der Wärme gleichzeitig von oben und unten kommt. vorheizen. Das dauert je nach Topf etwa 40–45 Minuten. Den Teig währenddessen aus dem Kühlschrank nehmen und 45–60 Minuten temperieren lassen. Das Vorheizen und Temperieren laufen dabei weitgehend gleichzeitig ab.
Daran erkennst du es: Der Topf ist vollständig durchgeheizt und der Teigling nicht mehr eiskalt.
Wichtig: Der Topf und sein Deckel werden sehr heiß; nur mit geeigneten Ofenhandschuhen anfassen.
Den Teig auf Backpapier stürzen und die Oberfläche mit einem scharfen Messer einmal längs oder kreuzförmig etwa 1 cm tief einschneiden. Vorsichtig in den heißen Topf setzen, den Deckel auflegen und 20 Minuten bei 250 °C backen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist aufgegangen und die Oberfläche beginnt fest zu werden.
Wichtig: Beim Einsetzen in den heißen Topf Hände und Unterarme vor dem Topfrand und entweichendem Dampf schützen.
Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 220 °C reduzieren und den Laib weitere 25–30 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt stabil ausgebacken.
Wichtig: Den heißen Deckel sicher ablegen und den Topf nur mit Ofenhandschuhen bewegen.
Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter mindestens 60 Minuten vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.
Daran erkennst du es: Das Brot ist außen vollständig abgekühlt und die Krume setzt sich beim Anschneiden nicht mehr feucht zusammen.
Gut zu wissen
Das Weizenmehl Type 550 sorgt für Dehnbarkeit und eine elastische Krume. Das Weizenvollkornmehl bringt mehr Aroma und eine etwas kräftigere Textur ein.
Die kleine Hefemenge ist auf die lange Teigführung abgestimmt. Eine zu warme Umgebung kann die Gare deutlich beschleunigen.
Die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen und die leichte Klebrigkeit des Teigs akzeptieren.
Den Teig einige Minuten ruhen lassen und anschließend mit leicht angefeuchteten Händen weiterarbeiten.
Die Faltungen zu den angegebenen Zeitpunkten durchführen und die Außenhaut beim Rundwirken spannen.
Den Teig vor dem Einschießen vorsichtig nachformen, ohne ihn vollständig zu entgasen.
Gärkörbchen oder Tuch großzügig bemehlen und den Teigling gut abdecken.
Die Ränder vorsichtig mit einer Teigkarte lösen und den Teigling zügig auf das Backpapier stürzen.
Den Topf 40–45 Minuten vorheizen und die zweite Backphase ohne Deckel vollständig durchführen.
Den Laib einige Minuten länger ohne Deckel backen und anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.
Für ein milderes, helleres Brot den Vollkornanteil durch dieselbe Menge Weizenmehl Type 550 ersetzen.
Eine etwas dunklere und kräftigere Kruste entsteht durch eine vollständig ausgebackene zweite Backphase ohne Deckel.
Der geformte Laib kann wie beschrieben bis zu 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank gehen. Am Backtag direkt nach dem Temperieren backen.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und anschließend bei Raumtemperatur lagern. Für die beste Kruste nicht luftdicht in Kunststoff verpacken.
Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser an der Kruste sammelt.
Das vollständig ausgekühlte Brot in Scheiben oder als ganzen Laib luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur vollständig auftauen lassen. Für eine knusprigere Kruste anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Kruste verliert nach dem Einfrieren etwas an Knusprigkeit, lässt sich aber im Ofen wieder auffrischen.
Häufig gefragt
Ja, die Rezeptur ist auf Weizenmehl Type 550 ausgelegt. Andere Weizenmehle können die Wasseraufnahme und damit die Teigkonsistenz verändern, deshalb das Wasser bei Bedarf vorsichtig anpassen.
Die angegebene kalte Gare beträgt 10–12 Stunden. Eine längere Gare kann den Teig stärker aufgehen lassen und die Teigstruktur schwächen; den Teigling deshalb regelmäßig beurteilen.
Eine Schüssel, die mit einem gut bemehlten Tuch ausgelegt ist, funktioniert ebenfalls. Das Tuch großzügig bemehlen, damit sich der Teigling später lösen lässt.
Der Deckel hält die Feuchtigkeit am Teigling und unterstützt den Ofentrieb. Ohne Deckel kann die Kruste anschließend kräftig bräunen und knusprig werden.
Die Krume stabilisiert sich während des Auskühlens. Wird der Laib zu früh angeschnitten, kann die Krume klebrig wirken oder zusammengedrückt werden.
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