Goldbraune Torta mit Olivenöl

Herzhaftes Fladenbrot | Castilla y León

Flaches, rundes Hefebrot aus Aranda de Duero mit OlivenölHöchste EU-Kategorie nativen Olivenöls, direkt aus Oliven und mechanisch gewonnen., charakteristischen Fingerdellen und goldbrauner Kruste.

Zum Rezept
Goldbraune Torta mit Olivenöl
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 6 Stunden
Gesamtzeit ca. 6 Std. 30 Min.
Menge 2 runde Tortas
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Abendmahlzeit
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lange, stufenweise Gehen sorgt für eine lockere, leicht luftige Krume.
  • Olivenöl im Teig und an der Oberfläche unterstützt die zarte Kruste und den charakteristischen Geschmack.
  • Das Formen mit den Fingerspitzen erhält die lockere Teigstruktur besser als Ausrollen.
  • Die salzige Ölmischung sammelt sich in den Vertiefungen und würzt die Oberfläche gleichmäßig.

Torta de Aranda ist ein flaches, rundes Brot aus Aranda de Duero in Burgos, Castilla y León. Der mit Olivenöl angereicherte Hefeteig wird von Hand geformt, mit den Fingern eingedrückt und vor dem Backen mit einer salzigen Ölmischung benetzt.

Goldbraune, zarte Kruste mit glänzenden Vertiefungen, weicher leicht luftiger Krume und deutlichem, fruchtigem Olivenölaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig, Formen und Backen

  1. Teig ansetzen

    Mehl und Salz in der großen Schüssel vermischen. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, zur Mehlmischung geben und alles verrühren, bis keine trockenen Mehlstellen mehr vorhanden sind. Die Schüssel abdecken und den Teig 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar; der Teig beginnt sich zu entspannen.

    • Das Wasser nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht durch zu starke Hitze beeinträchtigt wird.
  2. Öl einarbeiten und erste Gare

    40 ml Olivenöl nach und nach in den Teig einarbeiten. Den Teig auf der Arbeitsfläche 4–5 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Eine Schüssel dünn mit etwas vom Öl zum Formen ausstreichen, den Teig hineinlegen und auch die Oberfläche leicht ölen. Abgedeckt 2–3 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch und hat sein Volumen deutlich vergrößert.

    • Das Öl schrittweise einarbeiten, damit der Teig die Flüssigkeit gut aufnimmt.
  3. Teiglinge portionieren

    Den Teig auf die leicht geölte Arbeitsfläche geben und in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel formen, die Naht nach unten legen und abdecken. Die Teiglinge 1–2 Stunden ruhen lassen, bis sie entspannt und sichtbar aufgegangen sind.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken entspannt und sind sichtbar aufgegangen.

    • Die Teiglinge nur sanft formen und nicht entgasen.
  4. Fladen formen

    Ein Backblech von etwa 30 × 40 cm mit Backpapier auslegen und dünn mit etwas vom übrigen Öl bestreichen. Die Teigkugeln daraufsetzen und mit geölten Fingerspitzen vorsichtig zu zwei runden Fladen von etwa 20–22 cm Durchmesser drücken. Nicht mit dem Nudelholz ausrollen, damit die lockere Struktur erhalten bleibt. Die Fladen abdecken und weitere 90 Minuten gehen lassen. Nach etwa 45 Minuten bei Bedarf noch einmal sanft in die Breite drücken.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fladen sind sichtbar aufgegangen und lassen sich ohne starken Widerstand vorsichtig weiter ausbreiten.

    • Mit den Fingerspitzen von innen nach außen arbeiten, ohne die Luft vollständig aus dem Teig zu drücken.
  5. Ofen vorheizen und Ölmischung anrühren

    Den Backofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für die salzige Ölmischung Wasser und Salz verrühren, dann das Olivenöl kräftig unterrühren.

    200 °C
    • Die Mischung vor dem Aufträufeln kräftig verrühren, damit sich Wasser, Öl und Salz möglichst gleichmäßig verbinden.
  6. Oberfläche vorbereiten

    Mit geölten Fingerspitzen charakteristische Vertiefungen in die Oberfläche der Fladen drücken. Die salzige Ölmischung gleichmäßig darüberträufeln, sodass die Vertiefungen etwas davon aufnehmen.

    Daran erkennst du es: Die Vertiefungen sind gleichmäßig verteilt und mit etwas Ölmischung benetzt.

    • Nicht so stark drücken, dass die Fladen vollständig entgast werden.
  7. Backen und abkühlen lassen

    Das Blech auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben und die Tortas ohne Umluft etwa 25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Die fertigen Fladen auf einem Gitter mindestens 10 Minuten abkühlen lassen, bevor du sie anschneidest.

    25 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Fladen lassen sich zum Abkühlen auf das Gitter umsetzen.

    • Das Abkühlen auf dem Gitter verhindert, dass die Unterseite durch eingeschlossene Feuchtigkeit weich wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig nach Volumen beurteilen: Die Gehzeiten sind Richtwerte. Entscheidend ist, dass sich der Teig deutlich vergrößert und die Teiglinge sichtbar entspannt und aufgegangen sind.
  • Nicht mit dem Nudelholz arbeiten: Das vorsichtige Formen mit den Fingerspitzen erhält die lockere Struktur der Fladen besser als Ausrollen.
  • Ölmischung während des Vorheizens: Die salzige Ölmischung kann während des Vorheizens angerührt werden, damit die Gesamtzeit nicht unnötig verlängert wird.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Das im Rezept angegebene Weizenmehl Type 550 unterstützt einen elastischen Hefeteig mit ausreichend Struktur für das vorsichtige Formen der Fladen.

Olivenöl getrennt verwenden

Die drei Olivenölmengen gehören zu unterschiedlichen Arbeitsschritten: Teig, Formen und salzige Ölmischung. Sie sollten nicht zu einer einzigen Menge zusammengefasst werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fladen werden dicht und verlieren ihre lockere Struktur.

Die Teigkugeln ausschließlich mit geölten Fingerspitzen vorsichtig auseinanderdrücken.

Den Fladen nochmals abdecken und kurz entspannen lassen, anschließend nur sanft in Form drücken.

Die Torta bleibt flach und die Krume wird kompakt.

Die sichtbare Volumenzunahme und den entspannten Zustand der Teiglinge als Maßstab verwenden.

Wenn noch nicht gebacken, die Fladen länger abgedeckt gehen lassen.

Die Oberfläche wird ungleichmäßig gesalzen und benetzt.

Die Mischung direkt vor dem Beträufeln erneut kräftig verrühren.

Die Mischung vorsichtig erneut verrühren und nur noch dünn über besonders trockene Stellen geben.

Die Oberfläche bräunt zu stark, bevor die Tortas fertig gebacken sind.

Bei 200 °C Ober-/Unterhitze ohne Umluft backen und die Oberfläche gegen Ende beobachten.

Bei ausreichender Bräunung die Tortas aus dem Ofen nehmen und auf dem Gitter abkühlen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Zum Eintopf: Die warmen Tortas können als Brotbeilage zu einem herzhaften Eintopf serviert werden.
  • Noch warm mit Olivenöl: Die Torta schmeckt auch einfach noch warm, wenn zusätzlich etwas gutes Olivenöl zum Dippen oder Beträufeln gereicht wird.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält ausdrücklich Weizenmehl Type 550.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum soll die Torta nicht mit dem Nudelholz ausgerollt werden?

Das Formen mit geölten Fingerspitzen erhält die lockere Struktur des Hefeteigs besser und verhindert, dass die eingeschlossene Luft vollständig entweicht.

Woran erkenne ich, dass die Fladen bereit zum Backen sind?

Die Fladen sollten sichtbar aufgegangen sein. Außerdem sollten die Vertiefungen mit den Fingerspitzen möglich sein, ohne den Teig stark zusammenzudrücken.

Warum wird ohne Umluft gebacken?

Die Ausgangszubereitung gibt Ober-/Unterhitze ohne Umluft vor. Dadurch bleibt die Backweise näher an der beschriebenen Hausofen-Zubereitung.

Aus unserer Küche

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