Süßes und scharfes Paprikapulver
Die beiden Paprikasorten getrennt abwiegen. So kann die Schärfe angepasst werden, ohne das grundlegende Paprikaaroma zu verlieren.
Scharfe Sauce aus Madrid
Eine cremige, tomatenfreie Paprikasauce aus der Madrider Tapas-Küche mit Zwiebel, Knoblauch, süßem und scharfem PaprikapulverGemahlenes Paprikagewürz mit je nach Sorte mildem, fruchtigem oder scharfem Aroma., Brühe und Jerez-Essig. Sie ergibt etwa 300 ml und passt besonders zu knusprigen Kartoffeln oder gebratenem Gemüse.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Salsa brava madrileña gehört zu den markanten Saucen der Madrider Tapas-Küche. Diese Variante kommt ohne Tomate aus: Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Mehl und Brühe ergeben eine würzige, cremige Grundlage. Die Schärfe lässt sich über das Verhältnis von süßem zu scharfem Paprikapulver anpassen.
Glatt und cremig, mit kräftigem Paprikaaroma, milder Süße von gedünsteter Zwiebel und einer je nach Paprikamischung milden bis deutlich pikanten Schärfe. Der Jerez-Essig sorgt für einen kurzen, fein säuerlichen Nachhall.
Schritt für Schritt
Erhitze das Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittlerer bis niedriger Hitze. Gib die fein gewürfelte Zwiebel hinzu und dünste sie 6 bis 8 Minuten, bis sie weich und glasig ist. Rühre den gehackten Knoblauch ein und dünste ihn 1 Minute mit, ohne ihn zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, der Knoblauch bleibt hell.
Streue das Weizenmehl über die Zwiebelmischung und rühre etwa 1 Minute, damit eine helle Mehlschwitze entsteht. Ziehe den Topf kurz vom Herd und rühre das süße sowie das scharfe Paprikapulver ein.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig mit dem Öl verbunden, bleibt aber hell.
Gieße die heiße Brühe nach und nach unter ständigem Rühren dazu. Stelle den Topf zurück auf den Herd und lasse die Sauce bei niedriger Hitze 15 Minuten sanft köcheln. Rühre gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und gleichmäßig gebunden.
Püriere die Sauce mit einem Stabmixer sehr fein und streiche sie anschließend durch ein feines Sieb. So wird die Konsistenz glatt und cremig.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und frei von größeren Zwiebel- oder Knoblauchstücken.
Wichtig: Heiße Sauce vorsichtig pürieren, um Spritzer und Verbrühungen zu vermeiden.
Gib die passierte Sauce zurück in den Topf. Rühre Jerez-Essig und Salz ein und lasse sie weitere 2 Minuten sanft erhitzen. Schmecke sie ab; für mehr Schärfe kannst du beim nächsten Ansatz den Anteil an scharfem Paprikapulver erhöhen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß, glatt und ausgewogen zwischen Würze, Säure und Schärfe.
Lass die Salsa brava 5 Minuten ruhen und rühre sie vor dem Servieren noch einmal glatt. Verwende sie warm zu knusprigen Kartoffeln als Patatas bravas oder als würzige Sauce zu gebratenem Gemüse.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm, glatt und lässt sich gut über die Speise geben.
Gut zu wissen
Die beiden Paprikasorten getrennt abwiegen. So kann die Schärfe angepasst werden, ohne das grundlegende Paprikaaroma zu verlieren.
Eine aromatische Brühe trägt den Geschmack der Sauce wesentlich mit. Sie sollte vor dem Angießen heiß sein, damit die Mehlschwitze gleichmäßig bindet.
Der Essig wird erst nach dem Passieren eingerührt. Dadurch bleibt seine frische Säure besser wahrnehmbar.
Die Sauce kann etwas anders binden und eventuell eine leicht andere Konsistenz erhalten.
Das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung mit vergleichbarer Bindewirkung ersetzen und die Mehlschwitze wie beschrieben zubereiten.
Die Säure bleibt erhalten, das Aroma wird etwas kräftiger und weniger nussig.
Jerez-Essig durch Rotweinessig ersetzen und die Sauce am Ende vorsichtig abschmecken.
Die Sauce schmeckt neutraler und das Paprikaaroma tritt stärker hervor.
Das Olivenöl durch ein mildes Pflanzenöl ersetzen und die Zwiebel darin wie beschrieben dünsten.
Den Topf vor dem Einrühren der Paprikapulver kurz vom Herd nehmen und die Brühe anschließend zügig angießen.
Bei leichter Bitterkeit mit etwas zusätzlicher Brühe verdünnen und mit einem kleinen Spritzer Essig ausbalancieren. Bei stark verbranntem Paprikapulver ist ein neuer Ansatz besser.
Die heiße Brühe nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce gründlich pürieren und anschließend durch ein feines Sieb passieren.
Die Zwiebel 6 bis 8 Minuten bei mittlerer bis niedriger Hitze dünsten, bis sie weich und glasig ist.
Die passierte Sauce bei niedriger Hitze einige Minuten länger köcheln lassen und anschließend erneut glatt rühren.
Nur sanft köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
Etwas heiße Brühe oder Wasser nach und nach einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Eine aromatische, kaum scharfe Version für empfindlichere Esser.
Eine kräftig pikante Variante mit stärkerem Chili- und Paprikacharakter.
Eine rauchiger schmeckende Variante, ohne die tomatenfreie Grundlage zu verändern.
Die Sauce bis zu 24 Stunden im Voraus zubereiten, rasch abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren langsam erwärmen und glatt rühren.
Die Sauce nach dem Kochen abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren auf Geruch und Aussehen prüfen und nicht mehrfach erwärmen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Das Einfrieren wird für diese kleine, mehlgebundene Sauce nicht empfohlen, da die Konsistenz nach dem Auftauen beeinträchtigt sein kann.
Häufig gefragt
Diese Fassung orientiert sich an einer tomatenfreien Paprika-Brühe-Basis. Zwiebel, Knoblauch, Paprikapulver, Mehlschwitze und Brühe tragen die Sauce.
Die Schärfe wird vor allem über das Verhältnis von süßem zu scharfem Paprikapulver gesteuert. Für eine mildere Sauce scharfes Paprikapulver reduzieren und durch süßes ersetzen.
Das Passieren ist nicht zwingend, macht die Salsa brava aber deutlich glatter und cremiger, weil Zwiebel- und Knoblauchfasern entfernt werden.
Etwas heiße Brühe oder Wasser nach und nach einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend erneut abschmecken.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …