Pa de ronyó

Herzhaftes Brot aus Katalonien

Rundlich-unregelmäßiges katalanisches Hefebrot mit kräftiger Kruste und lockerer Krume.

Zum Rezept
Pa de ronyó aus Katalonien
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 45 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Menge 1 Brot
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Verzehrkontext Abendmahlzeit, Frühstück, Mittagsmahlzeit, Zwischenmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der weiche Hefeteig entwickelt durch die Ruhe- und Gehzeiten eine lockere Krume.
  • Das freie Formen auf dem Blech bewahrt die rustikale, leicht unregelmäßige Brotform.
  • Die Kombination aus hoher Anfangstemperatur und anschließend reduzierter Hitze fördert eine kräftig gebräunte Kruste.
  • Olivenöl unterstützt eine geschmeidige Teigstruktur und ergänzt das schlichte Brotaroma.

Pa de ronyó ist ein einfaches katalanisches Brot aus Weizenmehl, Wasser, Hefe, Salz und OlivenölDas Öl trägt die langsame Garung und das Aroma der Gemüsezutaten.. Der Teig wird frei auf dem Blech zu einer rustikalen, flachen runden Form gedrückt und ohne Belag gebacken.

Kräftig gebräunte, rustikale Kruste; lockere, elastische Krume mit mildem Weizenaroma und einer dezenten Olivenölnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten und backen

  1. Teig ansetzen

    Weizenmehl und Trockenhefe in der großen Schüssel vermischen. Das lauwarme Wasser dazugießen und alles zu einem groben Teig verrühren. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten
    • Das Wasser nur lauwarm verwenden, damit die Hefe nicht unnötig belastet wird.
  2. Teig kneten

    Salz und Olivenöl hinzufügen. Den Teig 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Bei Bedarf die Hände leicht anfeuchten, statt zusätzlich viel Mehl einzuarbeiten.

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Zusätzliches Mehl kann den Teig unnötig fest machen.
  3. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und abdecken. Bei Zimmertemperatur etwa 90 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Schüssel so abdecken, dass die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Brot formen

    Den Teig auf das mit Backpapier belegte Blech geben. Mit leicht geölten Händen zu einer rundlichen, etwa 2 bis 3 cm dicken Teigscheibe drücken. Die Form darf rustikal und leicht unregelmäßig bleiben.

    Daran erkennst du es: Die Teigscheibe ist rundlich und etwa 2 bis 3 cm dick.

    • Den Teig vorsichtig ausbreiten, damit möglichst viel Luft in der Krume bleibt.
  5. Ruhen lassen und Ofen vorheizen

    Das geformte Brot abdecken und weitere 30 bis 45 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen mit Ober-/Unterhitze auf 230 °C vorheizen.

    230 °C
    • Das Blech erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.

    Wichtig: Beim Vorheizen und Backen besteht Verbrennungsgefahr an Ofen, Blech und Brot.

  6. Brot anbacken

    Die Oberfläche mit den Fingerspitzen leicht eindrücken, ohne den Teig vollständig zu entgasen. Das Blech in den heißen Ofen schieben und das Brot 10 Minuten bei 230 °C backen.

    10 Minuten 230 °C
    • Nur leicht eindrücken, damit die aufgegangene Teigstruktur erhalten bleibt.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig einschieben und herausnehmen.

  7. Brot fertig backen

    Die Temperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 15 bis 20 Minuten backen. Es ist fertig, wenn die Oberfläche kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt.

    210 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und die Unterseite klingt beim Klopfen hohl.

    • Die Bräunung gegen Ende beobachten, da Backöfen unterschiedlich stark heizen.

    Wichtig: Das Brot erst mit geeignetem Hitzeschutz aus dem Ofen nehmen.

  8. Abkühlen lassen

    Das Brot auf ein Gitter legen und mindestens 30 Minuten abkühlen lassen, bevor du es anschneidest. Dadurch kann sich die Krume setzen und bleibt locker.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig abgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.

    • Das Brot nicht direkt nach dem Backen anschneiden.

    Wichtig: Das Brot ist unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teigkonsistenz: Je nach Mehl kann der Teig unterschiedlich viel Wasser aufnehmen. Bei Bedarf die Hände leicht anfeuchten, statt zusätzlich viel Mehl einzuarbeiten.
  • Nicht zu früh anschneiden: Die Abkühlzeit ist Teil des Rezepts: Erst nach mindestens 30 Minuten Ruhe auf dem Gitter anschneiden, damit sich die Krume setzen kann.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 550

Das im Rezept genannte Weizenmehl Type 550 bildet die Hauptstruktur des Hefeteigs.

Olivenöl

Das Olivenöl wird erst nach der ersten Ruhezeit zusammen mit dem Salz eingearbeitet und unterstützt die geschmeidige Teigstruktur.

Sinnvolle Alternativen

Instanthefe

Das Brot bleibt ein Hefebrot; die Gehzeit richtet sich weiterhin nach der Volumenzunahme des Teigs.

Instanthefe wie die Trockenhefe direkt mit dem Mehl vermischen.

Anderes helles Weizenmehl

Die Wasseraufnahme und die Krume können leicht abweichen.

Mit der angegebenen Wassermenge beginnen und die Teigkonsistenz beim Kneten beobachten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig wird fest und das fertige Brot kompakt.

Die Hände bei Bedarf leicht anfeuchten und den Teig weiterkneten, statt großzügig Mehl nachzugeben.

Den Teig weiter ruhen lassen und anschließend vorsichtig erneut kneten.

Die Krume wirkt klebrig oder fällt beim Schneiden zusammen.

Das Brot mindestens 30 Minuten auf dem Gitter abkühlen lassen.

Die angeschnittenen Stücke vollständig auskühlen lassen und erst danach weiterverarbeiten.

Das Brot geht im Ofen wenig auf und die Krume wird dichter.

Die Teigscheibe vorsichtig formen und die Oberfläche nur leicht eindrücken.

Varianten

Zwei kleinere Brote

Den Teig für zwei kleinere, rustikale Brote teilen und beide frei auf dem Blech formen.

Kräftigere Kruste

Das Brot etwas länger ausbacken, bis die Oberfläche kräftig gebräunt und die Unterseite hohl klingend ist.

Servieren und kombinieren

  • Mit Olivenöl und Tomate: Das vollständig abgekühlte Brot in Scheiben schneiden und mit Olivenöl und Tomate servieren.
  • Zu einer herzhaften Suppe: Das Brot in rustikale Stücke schneiden und zu einer herzhaften Suppe reichen.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Das Brot vollständig abkühlen lassen und anschließend bei Zimmertemperatur aufbewahren. Für die beste Kruste nicht warm verpacken.

Vor dem Verpacken vollständig abkühlen lassen, damit sich keine unnötige Feuchtigkeit staut.

Aufwärmen

  • Backofen: Brotscheiben oder das Brot kurz im vorgeheizten Backofen erwärmen, bis die Kruste wieder leicht knusprig ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550.

Lebensmittelsicherheit

  • Verbrennungsgefahr: Backblech und Brot sind beim Backen und unmittelbar danach sehr heiß; beim Einschieben, Herausnehmen und Umsetzen geeigneten Hitzeschutz verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum darf die Form des Pa de ronyó unregelmäßig bleiben?

Die Teigscheibe wird frei auf dem Blech geformt. Eine leicht unregelmäßige, rustikale Form gehört zur beschriebenen Zubereitungsweise.

Woran erkenne ich, dass das Brot fertig gebacken ist?

Die Oberfläche sollte kräftig gebräunt sein und die Unterseite beim Klopfen hohl klingen.

Warum muss das Brot vor dem Anschneiden abkühlen?

Während der Abkühlzeit kann sich die Krume setzen. Dadurch bleibt sie lockerer und lässt sich sauberer schneiden.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar