Rustikales Weizenbrot aus Campoo mit leicht abgeflachter Hogaza-Form, bemehlter Kruste und charakteristischer runder Öffnung in der Mitte. Ein kleiner Vorteig, halbvollkorniges WeizenmehlHalbvollkorniges Weizenmehl T80 ist besonders in Biomärkten, Mühlenläden oder gut sortierten Mehlregalen zu finden. und das Backen mit Dampf sorgen für aromatischen Geschmack und eine kräftige Kruste.
Von Spanien auf dem TellerVeröffentlicht am 17. September 2026
Geprüfte Rezept-EignungVegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
VerzehrkontextFrühstück
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Der Vorteig entwickelt über viele Stunden zusätzliches Aroma und verbessert die Teigstruktur.
Der Anteil halbvollkorniges Weizenmehl bringt mehr Geschmack, ohne die Krume zu schwer zu machen.
Mehrfaches Falten stärkt den klebrigen Teig, ohne ihn stark zu entgasen.
Dampf zu Beginn des Backens fördert eine kräftige, trockene Kruste und guten Ofentrieb.
Pan de Campoo ist eine rustikale Weizenhogaza aus den südlichen Tälern Kantabriens. Dieses Hausrezept verbindet einen kleinen Vorteig mit Weizenmehl Type 550 und halbvollkornigem Weizenmehl. Die leicht abgeflachte Form und die zentrale Öffnung geben dem Brot sein typisches Erscheinungsbild, während Dampf im Ofen die Kruste unterstützt.
Die Hogaza hat eine matte, bemehlte und kräftig gebräunte Kruste. Die Krume ist elastisch und aromatisch mit einer rustikalen, leicht herzhaften Weizennote; die zentrale Öffnung prägt das Anschnittbild.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Vorteig ansetzen
100 g Weizenmehl Type 550, 60 ml Wasser und 0,2 g frische Hefe gründlich verrühren. Die Schüssel abdecken und den Vorteig 12–15 Stunden bei 20–25 °C stehen lassen.
15 Stunden22 °C
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist durchgereift und aromatisch; die genaue Reife kann je nach Raumtemperatur variieren.
Die sehr kleine Hefemenge möglichst mit einer Waage mit 0,1-g-Auflösung abwiegen.
2
Hauptteig mischen
Am nächsten Tag den gesamten Vorteig mit 350 ml Wasser und 1 g frischer Hefe verrühren. Beide Mehlsorten und das Salz zugeben und alles mischen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Die klebrige Masse abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Es sind keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.
Der Teig bleibt zunächst klebrig; nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten.
3
Falten und Stockgare
Die Hände anfeuchten und den Teig von außen zur Mitte falten. Diese Faltbewegung drei- bis viermal wiederholen, jeweils mit 20–30 Minuten Pause. Danach den Teig weitere etwa 2 Stunden abgedeckt ruhen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
4 Stunden
Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen und wirkt gespannter, bleibt aber weich und klebrig.
Die Hände statt zusätzlichem Mehl anfeuchten, damit der Teig seine gewünschte Hydration behält.
4
Hogaza formen und gehen lassen
Den Teig vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Die Ränder zur Mitte legen und die Masse locker rundwirken, ohne sie stark zu entgasen. Die Hogaza leicht abflachen und auf Backpapier setzen. Mit einem Tuch abdecken und 60–90 Minuten gehen lassen.
90 Minuten
Daran erkennst du es: Die Hogaza ist sichtbar aufgegangen und hält ihre Form, wenn sie vorsichtig bewegt wird.
Die Form nur leicht abflachen; die charakteristische Mittelöffnung wird erst kurz vor dem Backen eingedrückt.
5
Ofen und Dampfschale vorheizen
Den Backofen mit dem Blech oder Backstein auf der mittleren Schiene auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine leere ofenfeste Schale oder ein tiefes Blech auf den Ofenboden stellen und mindestens 30 Minuten mit aufheizen. Während der Ofen aufheizt, kann die geformte Hogaza ihre Stückgare beenden.
30 Minuten230 °C
Daran erkennst du es: Backblech oder Backstein und Dampfschale sind vollständig aufgeheizt.
Die Schale für den Dampf muss hitzefest sein und sicher auf dem Ofenboden stehen.
Wichtig: Beim späteren Eingießen des kochenden Wassers Gesicht und Hände von der aufsteigenden Dampfwolke fernhalten.
6
Mittelöffnung und Schnitt setzen
Kurz vor dem Backen mit den zusammengelegten Fingerspitzen eine deutliche runde Öffnung in die Mitte drücken. Rund um diese Öffnung einen kreisförmigen Schnitt setzen.
5 Minuten
Daran erkennst du es: Die Öffnung ist klar erkennbar und der kreisförmige Schnitt liegt gleichmäßig darum.
Behutsam arbeiten, damit die Hogaza nicht entgast und ihre Form behält.
7
Mit Dampf anbacken
Die Hogaza mit dem Backpapier auf das heiße Blech oder den Backstein ziehen. 100 ml kochendes Wasser in die aufgeheizte Schale oder das tiefe Blech gießen und die Ofentür sofort schließen. 15 Minuten bei 230 °C backen.
15 Minuten230 °C
Daran erkennst du es: Das Brot hat sichtbar Ofentrieb entwickelt und beginnt an der Oberfläche zu bräunen.
Das Wasser zügig eingießen und die Ofentür sofort schließen, damit der Dampf im Garraum bleibt.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers besteht Verbrühungsgefahr durch Spritzer und heißen Dampf.
8
Ohne Dampf fertig backen
Die Ofentür kurz öffnen, damit der Dampf entweicht, die Temperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 35–40 Minuten backen. Die Kruste soll trocken, kräftig gebräunt und fest sein.
40 Minuten210 °C
Daran erkennst du es: Die Kruste ist trocken, kräftig gebräunt und fest.
Bei einem sehr kräftig bräunenden Ofen das Brot gegen Ende im Blick behalten.
9
Vollständig auskühlen lassen
Die Hogaza auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Erst danach anschneiden, damit sich die Krume stabilisiert.
60 Minuten
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig abgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Die Krume braucht die vollständige Abkühlzeit, damit sie nicht feucht oder klebrig wirkt.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Lange Vorteigruhe: Die 12–15 Stunden Vorteigruhe sind ein wesentlicher Teil des Rezepts und verlängern die Gesamtzeit deutlich. Die Raumtemperatur von 20–25 °C beeinflusst die Reifegeschwindigkeit.
Klebriger Teig: Der Hauptteig bleibt zunächst klebrig. Angefeuchtete Hände und wiederholtes Falten stärken ihn, ohne durch zusätzliches Mehl die Teigkonsistenz zu verändern.
Mittelöffnung formen: Die runde Öffnung wird erst kurz vor dem Backen eingedrückt. Sie soll deutlich sichtbar sein, ohne die Hogaza beim Formen stark zu entgasen.
Vor dem Anschneiden abkühlen: Das Brot mindestens 60 Minuten auf dem Gitter auskühlen lassen. Erst dann ist die Krume ausreichend stabilisiert.
Zutatenwissen
T80 oder Type 1050
Halbvollkorniges Weizenmehl T80 ist besonders in Biomärkten, Mühlenläden oder gut sortierten Mehlregalen zu finden. Type 1050 ist im Rezept als sinnvolle Alternative genannt; die Krume wird damit etwas heller und der Geschmack milder.
Kleine Hefemengen
Eine Küchenwaage mit 0,1-g-Auflösung erleichtert das genaue Abwiegen der kleinen Mengen frischer Hefe.
Sinnvolle Alternativen
Weizenmehl Type 1050
Die Krume wird etwas heller und der Geschmack milder als mit T80.
Das halbvollkornige Weizenmehl T80 im Hauptteig durch 100 g Weizenmehl Type 1050 ersetzen. Die übrigen Zutaten und Schritte unverändert übernehmen.
Typische Fehler und ihre Lösung
Die Hogaza geht kaum auf oder bleibt sehr kompakt.
Die angegebenen Ruhezeiten einhalten und auf sichtbares Aufgehen des Teigs achten, statt nur nach der Uhr zu arbeiten.
Die Stückgare verlängern, sofern der Teig noch sichtbar aktiv ist; ein bereits gebackenes, kompaktes Brot eignet sich gut zum Toasten.
Die Krume wird trocken und das Formen gelingt schwer.
Die Hände anfeuchten und den Teig durch Falten stärken, statt ihn mit Mehl trockener zu machen.
Bei noch ungebackenem Teig die nächste Faltphase mit feuchten Händen fortsetzen und kein weiteres Mehl einarbeiten.
Die Kruste bleibt blass oder entwickelt sich nicht kräftig.
Die Dampfschale mit aufheizen, das kochende Wasser zügig eingießen und die Ofentür sofort schließen.
Das Brot ohne zusätzliche Wasserzugabe fertig backen; die Kruste wird möglicherweise weniger glänzend und kräftig.
Die Hogaza verliert beim Einschneiden ihre Form.
Die Öffnung deutlich, aber behutsam eindrücken und nur einen kontrollierten kreisförmigen Schnitt setzen.
Servieren und kombinieren
Mit Butter: Die vollständig ausgekühlten Scheiben schlicht mit Butter servieren; das passt zur rustikalen Kruste und zum aromatischen Weizengeschmack.
Zu einer herzhaften Suppe: Das Brot in dickeren Scheiben zu einer herzhaften Suppe reichen. Die feste Kruste und elastische Krume eignen sich gut zum Auftunken.
Planen und Reste genießen
Vorbereiten
Den Vorteig 12–15 Stunden vor der eigentlichen Teigzubereitung ansetzen. Die lange Vorteigruhe ist im Rezept ausdrücklich vorgesehen.
Aufbewahren
Das Brot vollständig auskühlen lassen und anschließend bei Raumtemperatur aufbewahren. Für eine bessere Kruste nicht luftdicht verpacken.
Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich keine unnötige Feuchtigkeit im Behälter sammelt.
Allergene und Nährwerte
Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 550 sowie halbvollkorniges Weizenmehl.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich T80 durch Type 1050 ersetzen?
Ja. Im Rezept ist Type 1050 als sinnvolle Alternative zu halbvollkornigem Weizenmehl T80 vorgesehen. Die Krume wird damit etwas heller und der Geschmack milder.
Warum wird beim Backen Dampf verwendet?
Der Dampf wird zu Beginn des Backens in den Ofen gegeben und unterstützt die Entwicklung einer kräftigen, trockenen Kruste sowie den Ofentrieb.
Wann wird die Öffnung in die Mitte gedrückt?
Die runde Öffnung wird erst kurz vor dem Backen eingedrückt. Anschließend wird rundherum ein kreisförmiger Schnitt gesetzt.
Wann kann ich das Brot anschneiden?
Die Hogaza sollte mindestens 60 Minuten auf einem Gitter vollständig auskühlen, damit sich die Krume stabilisiert.
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