Regañao mit Schinken und Paprika

Herzhafte Teigflade

Herzhafte, länglich geformte Teigflade aus Aragón mit luftigem Hefeteig, Jamón de Teruel und gerösteten Piquillo-PaprikaPiquillo-Paprika sind kleine, meist rote Paprikaschoten; die geschützte Variante stammt aus dem Gebiet um Lodosa in Navarra.. Der Regañao wird offen belegt, goldbraun gebacken und warm oder lauwarm in handlichen Stücken serviert.

Zum Rezept
Herzhafter Regañao mit Schinken und Paprika
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 90 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 25 Min.
Menge 4–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der gegangene Teig bleibt unter dem Belag weich und wird am Rand angenehm goldbraun.
  • Jamón de Teruel bringt eine konzentrierte salzige Würze ein, während die Piquillo-Paprika Saftigkeit und milde Süße ergänzen.
  • Das kurze Ruhen nach dem Belegen lässt die Flade vor dem Backen nochmals entspannen und unterstützt die lockere Struktur.

Dieser Regañao verbindet einen unkomplizierten gegangenen Weizenteig mit der würzigen Tiefe von Jamón de Teruel und saftigen gerösteten Piquillo-Paprika. Der Teig wird auf dem Blech länglich ausgezogen, offen belegt und im Ofen gebacken. So entsteht eine goldbraune, herzhafte Flade mit weichem Inneren und einem aromatischen Belag.

Am Rand goldbraun und leicht knusprig, darunter weich und elastisch. Der Belag schmeckt würzig-salzig vom luftgetrockneten Schinken, ergänzt durch die milde Süße und saftige Textur der gerösteten Paprika.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefe ansetzen

    Das lauwarme Wasser in eine Schüssel geben und die frische Hefe darin zerbröseln. Fünf Minuten stehen lassen, bis sie sich weitgehend aufgelöst hat.

    5 Minuten
  2. Teig mischen

    Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Hefewasser und 30 ml Olivenöl hinzufügen und alles zunächst mit einem Kochlöffel, danach mit den Händen vermengen.

    5 Minuten
    • Das Wasser sollte nur lauwarm sein, damit die Hefe nicht unnötig belastet wird.
  3. Teig kneten

    Den Teig auf der Arbeitsfläche 8–10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Falls er stark klebt, die Hände leicht ölen, statt viel zusätzliches Mehl einzuarbeiten.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Zusätzliches Mehl kann die fertige Flade unnötig fest machen.
  4. Teig gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen und abgedeckt an einem zugfreien, warmen Ort 60–75 Minuten gehen lassen. Er sollte sich deutlich vergrößern.

    70 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert.

    • Die Gehzeit kann je nach Raumtemperatur innerhalb der angegebenen Spanne liegen.
  5. Paprika vorbereiten

    Während der Teig geht, die Piquillo-Paprika sehr gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocknen. Die Streifen sollen möglichst wenig zusätzliche Flüssigkeit auf den Teig bringen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprikastreifen sind möglichst trocken.

    • Gut getrocknete Paprika verhindert, dass der Teig unter dem Belag zu feucht wird.
  6. Teig auf das Blech legen

    Den aufgegangenen Teig kurz zusammendrücken und fünf Minuten entspannen lassen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und mit einem Teil der 15 ml Olivenöl dünn bestreichen.

    5 Minuten
    • Das kurze Entspannen erleichtert das Ausziehen des Teigs.
  7. Flade formen

    Den Teig auf dem Blech zu einer länglichen, leicht ovalen Flade von ungefähr 30 × 40 cm ausziehen oder ausrollen. Die Oberfläche sollte etwa 5 mm dick bleiben. Einen schmalen Rand frei lassen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flade ist etwa 5 mm dick und hat einen schmalen freien Rand.

    • Den Teig nicht unnötig dünner ausziehen, damit die Mitte weich bleibt.
  8. Flade belegen

    Die Schinkenscheiben gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die Paprikastreifen darüberlegen und leicht andrücken. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln, dabei auch den freien Rand dünn bestreichen.

    5 Minuten
    • Den Belag gleichmäßig verteilen, damit die Flade überall ähnlich durchbackt.
  9. Ruhen lassen und Ofen vorheizen

    Die belegte Flade 15 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech später im unteren Drittel des Ofens einschieben.

    15 Minuten 200 °C
    • Das Vorheizen kann während der Ruhezeit der belegten Flade erfolgen.
  10. Regañao backen

    Den Regañao 25–30 Minuten backen, bis der Rand goldbraun ist und der Boden durchgebacken wirkt. Wird der Belag zu schnell dunkel, das Blech eine Schiene tiefer setzen.

    30 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und der Boden wirkt durchgebacken.

    • Bei zu schneller Bräunung das Blech eine Schiene tiefer setzen.
  11. Abkühlen und servieren

    Den Regañao fünf Minuten abkühlen lassen, in handliche Stücke schneiden und warm oder lauwarm servieren.

    5 Minuten
    • Die kurze Abkühlzeit erleichtert das Schneiden, ohne die Flade vollständig auskühlen zu lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Gehzeit anpassen: Die Gehzeit beträgt 60–75 Minuten. Entscheidend ist, dass sich der Teig deutlich vergrößert; die Raumtemperatur beeinflusst die genaue Dauer.
  • Paprika gut trocknen: Die Piquillo-Paprika sollte möglichst wenig zusätzliche Flüssigkeit auf den Teig bringen, damit die Flade in der Mitte nicht zu feucht wird.
  • Bräunung kontrollieren: Wenn der Belag während des Backens zu schnell dunkel wird, das Blech eine Schiene tiefer setzen.

Zutatenwissen

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Piquillo-Paprika vorbereiten

Die gerösteten Paprika sehr gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocknen, bevor sie auf den Teig kommen.

Sinnvolle Alternativen

Milder Serrano-Schinken

Der Geschmack bleibt würzig und passend, ist aber weniger regional geprägt.

Jamón de Teruel in gleicher Menge durch milden Serrano-Schinken ersetzen und die Scheiben wie beschrieben auf dem Teig verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Mitte der Flade bleibt unter dem Belag sehr feucht.

Die Paprika sehr gut abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocknen.

Die Flade weiterbacken, bis der Boden durchgebacken wirkt, und bei zu schneller Bräunung das Blech eine Schiene tiefer setzen.

Die fertige Flade wird ungewöhnlich fest.

Bei klebrigem Teig die Hände leicht ölen, statt viel Mehl hinzuzufügen.

Der Belag wird dunkel, bevor der Boden durchgebacken ist.

Den Regañao im unteren Drittel backen und die Bräunung während der Backzeit beobachten.

Das Blech eine Schiene tiefer setzen und weiterbacken, bis der Boden durchgebacken wirkt.

Servieren und kombinieren

  • Warm oder lauwarm servieren: Den Regañao nach kurzer Abkühlzeit in handliche Stücke schneiden und warm oder lauwarm servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Weizenmehl ist als prägender Bestandteil des Hefeteigs enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Jamón de Teruel ersetzen?

Ja. Milder Serrano-Schinken kann in gleicher Menge verwendet werden. Der Geschmack bleibt würzig und passend, ist aber weniger regional geprägt.

Warum muss die Piquillo-Paprika gut getrocknet werden?

Sie soll möglichst wenig zusätzliche Flüssigkeit auf den Teig bringen, damit die Flade unter dem Belag nicht zu feucht wird.

Wie wird der Regañao serviert?

Nach fünf Minuten Abkühlzeit wird er in handliche Stücke geschnitten und warm oder lauwarm serviert.

Aus unserer Küche

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