Café de cebada

Heißgetränk aus gerösteter Gerste

Ein eigenständiger heißer Gerstenaufguss aus trocken gerösteten, grob gemahlenen Gerstenkörnern und Wasser. Das Getränk wird in kleinen Tassen pur oder leicht gesüßt serviert.

Zum Rezept
Café de cebada aus Extremadura
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 40 Minuten
Menge 4 kleine Tassen à etwa 180 ml
Gerichtsform und Gerichtsart Getränke
Prägende Zutatenfamilie Getreide
Prägende Zubereitungsverfahren Rösten und Ofenbraten, Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das trockene Rösten entwickelt ein deutliches nussiges Aroma und eine kräftige Farbe.
  • Das grobe Mahlen erleichtert die Extraktion, ohne das Getränk unnötig mehlig zu machen.
  • Das anschließende sanfte Köcheln und kurze Ziehenlassen rundet den Röstgeschmack ab.

Café de cebada wird aus gerösteter Gerste zubereitet, die zunächst trocken geröstet, grob gemahlen und anschließend in Wasser ausgekocht wird. Der Aufguss ist eine koffeinfreie Alternative zu Kaffee mit kräftiger Farbe, nussigem Duft und röstigem Geschmack.

Heiß, dunkel und klar bis leicht trüb, mit nussigem Duft, kräftiger Röstnote und einem angenehm herben, vollmundigen Geschmack. Zucker mildert die Röstnote und macht den Aufguss weicher.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gerste rösten

    Gib die Gerstenkörner in die große trockene Pfanne. Röste sie bei mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten und wende sie regelmäßig, bis sie deutlich dunkler werden und nussig duften. Sie sollen kräftig geröstet, aber nicht schwarz verbrannt sein.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Körner sind deutlich dunkler und duften nussig, ohne schwarz zu sein.

    • Die Pfanne nicht überfüllen, damit die Körner gleichmäßig rösten.
    • Bei zu starker Hitze verbrennt die Oberfläche, bevor sich das Aroma entwickelt.
  2. Abkühlen und grob mahlen

    Nimm die Pfanne vom Herd und lasse die gerösteten Körner 5 Minuten abkühlen. Mahle sie anschließend grob. Das Mahlgut muss nicht zu feinem Pulver werden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Körner sind ausreichend abgekühlt und grob zerkleinert.

    • Kurze Mahlintervalle helfen, ein zu feines Pulver zu vermeiden.
    • Alternativ die Körner portionsweise im Mörser zerstoßen.

    Wichtig: Vor dem Mahlen kurz abkühlen lassen, damit die Körner und das Mahlgerät nicht unnötig heiß werden.

  3. Wasser erhitzen und Gerste zugeben

    Erhitze das Wasser im Topf auf 95 bis 100 °C. Streue die grob gemahlene geröstete Gerste hinein und rühre einmal gründlich um.

    95 °C

    Daran erkennst du es: Das Wasser ist sehr heiß, aber noch nicht stark sprudelnd kochend.

    • Die Gerste langsam einstreuen, damit sich möglichst wenige Klümpchen bilden.

    Wichtig: Mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten und Spritzer vermeiden.

  4. Sanft köcheln

    Lasse den Aufguss bei kleiner Hitze 8 bis 10 Minuten sanft köcheln. Rühre gelegentlich um, damit sich nichts am Topfboden absetzt.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Aufguss duftet kräftig röstig und die Gerstenpartikel bleiben in Bewegung, ohne am Topfboden anzusetzen.

    • Nur sanft köcheln lassen; starkes Sprudeln kann den Aufguss unnötig trüb machen.
  5. Ziehen lassen

    Ziehe den Topf vom Herd und lasse das Getränk 5 Minuten zugedeckt stehen. Dadurch setzen sich die gröberen Partikel teilweise ab und der Röstgeschmack wird runder.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Aufguss riecht rund und röstig; gröbere Partikel beginnen sich abzusetzen.

    • Den Deckel während der Ziehzeit geschlossen lassen, damit das Getränk heiß bleibt.
  6. Filtern und optional süßen

    Gieße den Aufguss langsam durch das feine Sieb oder einen Kaffeefilter in die hitzefeste Kanne. Falls du das Getränk süßen möchtest, rühre den Zucker ein, solange es noch heiß ist.

    Daran erkennst du es: Das Getränk ist von den gröbsten Gerstenpartikeln getrennt und gleichmäßig flüssig.

    • Langsam filtern, damit das Sieb nicht überläuft.
    • Für eine klarere Tasse bei Bedarf zusätzlich einen Kaffeefilter verwenden.

    Wichtig: Kanne und Sieb müssen für heiße Flüssigkeit geeignet sein.

  7. Heiß servieren

    Verteile den Café de cebada auf vier kleine Tassen und serviere ihn heiß. Pur schmeckt er kräftig und nussig; mit Zucker wird die Röstnote milder.

    Daran erkennst du es: Das Getränk ist heiß portioniert und kann direkt serviert werden.

    • Die Tassen vorwärmen, wenn das Getränk besonders lange heiß bleiben soll.

    Wichtig: Beim Einschenken vorsichtig mit der heißen Flüssigkeit umgehen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Röstgrad beobachten: Die Gerste soll deutlich dunkler werden und nussig duften, aber nicht schwarz verbrennen. Der Röstgrad prägt die Stärke und Herbe des fertigen Aufgusses.
  • Nicht zu fein mahlen: Grob gemahlene Gerste lässt sich leichter filtern und ergibt einen klareren Aufguss als sehr feines Pulver.
  • Zucker erst am Ende zugeben: Der Zucker wird erst nach dem Filtern und noch im heißen Getränk eingerührt. So bleibt die pur servierte Variante problemlos möglich.

Zutatenwissen

Gerste für das Röstprofil

Geschälte Gerstenkörner entwickeln beim trockenen Rösten das nussige Aroma und die dunkle Farbe des Getränks.

Optionale Süße

Der Zucker ist nicht erforderlich. Ohne Zucker bleibt der Aufguss kräftiger und röstiger; mit Zucker wirkt die Röstnote milder.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Gerste schmeckt bitter und verbrannt.

Bei mittlerer Hitze rösten, regelmäßig wenden und auf Duft und Farbe achten.

Bei stark verbrannten Körnern die Röstung nicht weiterverwenden, sondern mit einer neuen Portion beginnen.

Der Aufguss wird sehr trüb oder lässt sich schlecht filtern.

Nur grob mahlen und die Mühle in kurzen Intervallen betätigen.

Den Aufguss zusätzlich durch einen Kaffeefilter gießen und die gröbsten Partikel zurückhalten.

Der Aufguss wirkt rau oder unnötig bitter.

Nur sanft köcheln lassen und gelegentlich umrühren.

Mit heißem Wasser verdünnen und erst danach abschmecken.

Varianten

Pur und ungesüßt

Der Café de cebada wird ohne Zucker serviert, damit das kräftige, nussige Röstprofil vollständig zur Geltung kommt.

Leicht gesüßt

Die optionale Zuckermenge wird verwendet, um die Röstnote abzurunden und den Aufguss milder wirken zu lassen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß in kleinen Tassen: Den Aufguss direkt nach dem Filtern auf vier kleine Tassen verteilen und heiß servieren.
  • Pur oder leicht gesüßt: Pur bleibt der Geschmack kräftig und nussig. Eine leichte Süße mildert die Röstnote, ohne den Gerstencharakter zu überdecken.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Gerste gehört zu den glutenhaltigen Getreidearten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Enthält Café de cebada Koffein?

Nein. Das Getränk wird aus gerösteter Gerste und nicht aus Kaffeebohnen zubereitet.

Wie fein sollte die Gerste gemahlen werden?

Die gerösteten Körner sollten grob gemahlen werden. Ein sehr feines Pulver lässt sich schlechter filtern und kann den Aufguss stärker trüben.

Muss Zucker verwendet werden?

Nein. Die 20 g Zucker sind optional. Der Aufguss kann pur oder leicht gesüßt serviert werden.

Kann statt eines feinen Siebs ein Kaffeefilter verwendet werden?

Ja. Ein Kaffeefilter ist eine geeignete Alternative und hält besonders feine Gerstenpartikel zurück.

Aus unserer Küche

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