Bataten auswählen
Für die Füllung eignen sich feste, aromatische Bataten ohne weiche Stellen. Durch das Garen in Folie bleibt das Fruchtfleisch feucht und lässt sich anschließend glatt zerdrücken.
Süße Empanadillas aus Andalusien
Kleine andalusische Teigtaschen mit cremiger Batatafüllung, Honig, Zimt und OrangeFür die Schale eine unbehandelte Orange verwenden.. Die gefüllten Halbmonde werden goldbraun frittiert und mit Puderzucker bestäubt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Empanadillas de batata verbinden eine knusprige Hülle mit einer cremigen Füllung aus Batata, Honig und Zimt. Orange und Matalahúva verleihen dem Teig und der Füllung ein warmes, charakteristisches Aroma. Die Rezeptvariante ist dem andalusischen Raum Málaga und dem Valle de Guadalhorce zugeordnet und eignet sich besonders als festliches oder weihnachtliches Süßgebäck.
Außen knusprig und zart mürbe, innen weich und cremig. Batata, Honig und Zimt schmecken warm und süß, während Orange und Matalahúva einen frischen, leicht anisartigen Duft beisteuern.
Schritt für Schritt
Die Bataten gründlich waschen und trocken tupfen. Jede Batate einzeln in Alufolie wickeln und auf das Backblech legen. Im auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen 50–60 Minuten garen. Die Bataten sind fertig, wenn sie sich weich anfühlen. Eingewickelt etwa 30 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Bataten lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.
Wichtig: Die Folie und die Bataten sind nach dem Ofengaren sehr heiß; zum Öffnen vorsichtig Dampf entweichen lassen.
Die Bataten aus der Folie nehmen, schälen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Zucker, Honig und Zimt einarbeiten, bis ein dickes, glattes Püree entsteht. Die Füllung vollständig auskühlen lassen, damit sie den Teig beim Formen nicht weich macht.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist dick, glatt und nicht mehr warm.
Das Olivenöl für den Teig mit Orangenschale und Matalahúva in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze etwa 3 Minuten erwärmen. Das Öl darf nicht rauchen. Vom Herd nehmen, die Orangenschale entfernen und das aromatisierte Öl etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Öl ist lauwarm und duftet deutlich nach Orange und Anis.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und vor der Weiterverarbeitung ausreichend abkühlen lassen.
Orangensaft, Zucker und Salz zum lauwarmen aromatisierten Öl geben. Das Mehl nach und nach einarbeiten und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen. Während der Teig ruht, kann die vollständig kalte Füllung bereitgestellt werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, geschmeidig und lässt sich ohne größere Risse ausrollen.
Die Arbeitsfläche leicht mit dem verbliebenen Teigöl ölen. Den Teig etwa 2 mm dünn ausrollen und mit einem Ausstecher oder Glas Kreise von etwa 7 cm Durchmesser ausstechen. Jeweils 1 gut gehäuften Teelöffel Batatafüllung in die Mitte setzen.
Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind dünn, gleichmäßig und lassen rundum genügend Rand zum Verschließen.
Jeden Teigkreis zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder zuerst fest zusammendrücken. Anschließend den Rand rundum mit einer Gabel verzieren und verschließen. So alle Empanadillas formen und bis zum Frittieren auf der Arbeitsfläche bereithalten.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind geschlossen und weisen keine sichtbaren Spalten auf.
Das Frittieröl in einer kleinen, tiefen Pfanne von etwa 20 cm Durchmesser auf 165–170 °C erhitzen. Die Empanadillas portionsweise hineingeben und 2–3 Minuten pro Seite goldbraun frittieren. Nicht zu viele Stücke gleichzeitig hineingeben, damit die Öltemperatur stabil bleibt.
Daran erkennst du es: Die Teighüllen sind auf beiden Seiten gleichmäßig goldbraun.
Wichtig: Heißes Öl kann schwere Verbrennungen verursachen. Wasser niemals in die Pfanne geben und das Öl nicht unbeaufsichtigt lassen.
Die fertigen Empanadillas mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Etwa 10 Minuten abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben. Den Salat während des Backens zuzubereiten ist hier nicht erforderlich; die Füllung und der Teig können jedoch während der Abkühlphasen parallel vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken genug, dass der Puderzucker haften bleibt.
Wichtig: Die Füllung bleibt nach dem Frittieren zunächst sehr heiß; vor dem Servieren vorsichtig abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Für die Füllung eignen sich feste, aromatische Bataten ohne weiche Stellen. Durch das Garen in Folie bleibt das Fruchtfleisch feucht und lässt sich anschließend glatt zerdrücken.
Matalahúva bezeichnet die in Spanien verwendeten Anissamen. Die Samen werden im Öl aromatisiert und anschließend nicht in den Teig eingearbeitet.
Für die Schale eine unbehandelte Orange verwenden. Der Saft wird frisch gepresst und zusammen mit Zucker und Salz in das lauwarme Öl gegeben.
Das Olivenöl für den Teig wird aromatisiert und ist nicht mit dem separaten Frittieröl zu vermischen.
Das Aroma wird etwas kräuteriger und weniger klar anisbetont.
Die Fenchelsamen wie die Matalahúva zusammen mit Orangenschale im Olivenöl erwärmen.
Type 550 kann den Teig etwas kräftiger und elastischer machen; die benötigte Flüssigkeitsaufnahme kann leicht variieren.
Das Mehl portionsweise einarbeiten und die Teigkonsistenz nach dem Kneten beurteilen.
Die Füllung vollständig auskühlen lassen und erst danach portionieren.
Die Füllung kurz weiter abkühlen lassen und die Arbeitsfläche sowie die Teigränder sauber halten.
Etwa 1 gut gehäuften Teelöffel Füllung verwenden und die Ränder zuerst mit den Fingern, danach mit der Gabel verschließen.
Vor dem Frittieren jede Teigtasche kontrollieren und offene Stellen erneut andrücken.
Das Öl auf 165–170 °C halten und portionsweise frittieren.
Die Hitze reduzieren und erst weiterarbeiten, wenn das Öl wieder im Zielbereich liegt.
In kleinen Portionen arbeiten und die Öltemperatur zwischen den Portionen stabilisieren.
Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder ausreichend erhitzt ist.
Die Batatafüllung kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet, vollständig abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Formen kurz durchrühren. Den Teig möglichst am selben Tag herstellen und die gefüllten Empanadillas erst kurz vor dem Frittieren formen.
Vollständig abgekühlte Empanadillas bei Raumtemperatur nur für den zeitnahen Verzehr aufbewahren. Für eine längere Aufbewahrung abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren können sie wieder auf Raumtemperatur kommen.
Nicht warm und luftdicht verpacken, da sich sonst Kondenswasser bildet und die Hülle weich wird.
Das Einfrieren ist für die knusprige Teighülle nicht empfohlen; die Textur kann nach dem Auftauen weich werden.
Häufig gefragt
Matalahúva sind spanische Anissamen. Sie werden im Olivenöl erwärmt und geben dem Teig ein warmes, deutlich anisartiges Aroma.
Ja. Als Alternative ist 1 g Fenchelsamen angegeben. Das Aroma wird dadurch etwas kräuteriger und weniger klar anisbetont.
Die angegebene Zubereitung gart sie vollständig in Alufolie. Dadurch bleibt das Fruchtfleisch saftig und lässt sich glatt zerdrücken. Geschälte Würfel würden eine andere Garweise und möglicherweise eine trockenere Füllung ergeben.
Eine zu volle Pfanne lässt die Öltemperatur stark abfallen. Die Teigtaschen werden dann eher fettig als knusprig und bräunen ungleichmäßig.
Beides ist möglich. Leicht warm ist die Hülle besonders knusprig; gut durchgekühlt wird die Batatafüllung fester und die Gewürzaromen treten deutlicher hervor.
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