Empanadillas de batata

Süße Empanadillas aus Andalusien

Kleine andalusische Teigtaschen mit cremiger Batatafüllung, Honig, Zimt und OrangeFür die Schale eine unbehandelte Orange verwenden.. Die gefüllten Halbmonde werden goldbraun frittiert und mit Puderzucker bestäubt.

Zum Rezept
Empanadillas de batata aus Andalusien
Vorbereitung 60 Minuten
Kochen / Backen 80 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Menge etwa 30 Stück mit 7 cm Durchmesser
Gerichtsform und Gerichtsart Klöße und Teigtaschen, Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Obst, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Rösten und Ofenbraten
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Anlasskontext Feierlicher Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das im Ofen gegarte Batatafleisch ergibt eine konzentrierte, dicke Füllung, die sich gut in den Teigkreisen verteilen lässt.
  • Honig und Zimt runden die natürliche Süße der Batata ab, ohne die Füllung zu verflüssigen.
  • Mit Orangenschale und Matalahúva aromatisiertes Olivenöl gibt dem Teig ein deutliches andalusisches Aroma.
  • Das Frittieren bei moderater Temperatur sorgt für eine knusprige Hülle und eine gleichmäßige goldbraune Farbe.

Diese Empanadillas de batata verbinden eine knusprige Hülle mit einer cremigen Füllung aus Batata, Honig und Zimt. Orange und Matalahúva verleihen dem Teig und der Füllung ein warmes, charakteristisches Aroma. Die Rezeptvariante ist dem andalusischen Raum Málaga und dem Valle de Guadalhorce zugeordnet und eignet sich besonders als festliches oder weihnachtliches Süßgebäck.

Außen knusprig und zart mürbe, innen weich und cremig. Batata, Honig und Zimt schmecken warm und süß, während Orange und Matalahúva einen frischen, leicht anisartigen Duft beisteuern.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bataten garen

    Die Bataten gründlich waschen und trocken tupfen. Jede Batate einzeln in Alufolie wickeln und auf das Backblech legen. Im auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen 50–60 Minuten garen. Die Bataten sind fertig, wenn sie sich weich anfühlen. Eingewickelt etwa 30 Minuten abkühlen lassen.

    55 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Bataten lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.

    • Die Bataten nicht schälen, bevor sie gegart sind; in der Folie bleibt das Fruchtfleisch saftig.

    Wichtig: Die Folie und die Bataten sind nach dem Ofengaren sehr heiß; zum Öffnen vorsichtig Dampf entweichen lassen.

  2. Füllung anrühren

    Die Bataten aus der Folie nehmen, schälen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Zucker, Honig und Zimt einarbeiten, bis ein dickes, glattes Püree entsteht. Die Füllung vollständig auskühlen lassen, damit sie den Teig beim Formen nicht weich macht.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Füllung ist dick, glatt und nicht mehr warm.

    • Eine vollständig kalte Füllung lässt sich sauberer portionieren und drückt die Teigkreise weniger leicht auf.
  3. Aromatisiertes Öl herstellen

    Das Olivenöl für den Teig mit Orangenschale und Matalahúva in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze etwa 3 Minuten erwärmen. Das Öl darf nicht rauchen. Vom Herd nehmen, die Orangenschale entfernen und das aromatisierte Öl etwa 10 Minuten abkühlen lassen.

    13 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Öl ist lauwarm und duftet deutlich nach Orange und Anis.

    • Niedrige Hitze verhindert, dass die Orangenschale bitter wird oder das Öl raucht.

    Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und vor der Weiterverarbeitung ausreichend abkühlen lassen.

  4. Teig herstellen

    Orangensaft, Zucker und Salz zum lauwarmen aromatisierten Öl geben. Das Mehl nach und nach einarbeiten und alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen. Während der Teig ruht, kann die vollständig kalte Füllung bereitgestellt werden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, geschmeidig und lässt sich ohne größere Risse ausrollen.

    • Das Mehl portionsweise einarbeiten; je nach Mehl kann die Teigkonsistenz geringfügig variieren.
  5. Teig ausrollen und füllen

    Die Arbeitsfläche leicht mit dem verbliebenen Teigöl ölen. Den Teig etwa 2 mm dünn ausrollen und mit einem Ausstecher oder Glas Kreise von etwa 7 cm Durchmesser ausstechen. Jeweils 1 gut gehäuften Teelöffel Batatafüllung in die Mitte setzen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigkreise sind dünn, gleichmäßig und lassen rundum genügend Rand zum Verschließen.

    • Nicht zu viel Füllung verwenden, sonst lässt sich der Rand nicht zuverlässig verschließen.
  6. Teigtaschen verschließen

    Jeden Teigkreis zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder zuerst fest zusammendrücken. Anschließend den Rand rundum mit einer Gabel verzieren und verschließen. So alle Empanadillas formen und bis zum Frittieren auf der Arbeitsfläche bereithalten.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind geschlossen und weisen keine sichtbaren Spalten auf.

    • Die Ränder bei Bedarf vor dem Verschließen leicht andrücken, damit keine Füllung in den Frittierprozess austritt.
  7. Empanadillas frittieren

    Das Frittieröl in einer kleinen, tiefen Pfanne von etwa 20 cm Durchmesser auf 165–170 °C erhitzen. Die Empanadillas portionsweise hineingeben und 2–3 Minuten pro Seite goldbraun frittieren. Nicht zu viele Stücke gleichzeitig hineingeben, damit die Öltemperatur stabil bleibt.

    20 Minuten 167.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Teighüllen sind auf beiden Seiten gleichmäßig goldbraun.

    • Die Teigtaschen vorsichtig einlegen, damit das Öl nicht spritzt und die Temperatur nicht stark abfällt.

    Wichtig: Heißes Öl kann schwere Verbrennungen verursachen. Wasser niemals in die Pfanne geben und das Öl nicht unbeaufsichtigt lassen.

  8. Abtropfen und bestäuben

    Die fertigen Empanadillas mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Etwa 10 Minuten abkühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestäuben. Den Salat während des Backens zuzubereiten ist hier nicht erforderlich; die Füllung und der Teig können jedoch während der Abkühlphasen parallel vorbereitet werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken genug, dass der Puderzucker haften bleibt.

    • Die Empanadillas erst nach dem kurzen Abkühlen bestäuben, damit der Puderzucker nicht sofort schmilzt.

    Wichtig: Die Füllung bleibt nach dem Frittieren zunächst sehr heiß; vor dem Servieren vorsichtig abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Füllung vollständig auskühlen lassen: Die Batatafüllung sollte vor dem Formen vollständig ausgekühlt sein. Eine warme oder zu weiche Füllung kann die Teigkreise aufweichen und das Verschließen erschweren.
  • Öltemperatur stabil halten: Portionsweises Frittieren verhindert, dass das Öl zu stark abkühlt. So werden die Teigtaschen knusprig, ohne unnötig viel Öl aufzunehmen.
  • Matalahúva dosiert einsetzen: Matalahúva gibt ein klares Anisaroma. Für eine mildere, kräuterigere Note kann die im Rezept genannte Alternative Fenchelsamen verwendet werden.

Zutatenwissen

Bataten auswählen

Für die Füllung eignen sich feste, aromatische Bataten ohne weiche Stellen. Durch das Garen in Folie bleibt das Fruchtfleisch feucht und lässt sich anschließend glatt zerdrücken.

Matalahúva

Matalahúva bezeichnet die in Spanien verwendeten Anissamen. Die Samen werden im Öl aromatisiert und anschließend nicht in den Teig eingearbeitet.

Orange

Für die Schale eine unbehandelte Orange verwenden. Der Saft wird frisch gepresst und zusammen mit Zucker und Salz in das lauwarme Öl gegeben.

Olivenöl getrennt verwenden

Das Olivenöl für den Teig wird aromatisiert und ist nicht mit dem separaten Frittieröl zu vermischen.

Sinnvolle Alternativen

Fenchelsamen

Das Aroma wird etwas kräuteriger und weniger klar anisbetont.

Die Fenchelsamen wie die Matalahúva zusammen mit Orangenschale im Olivenöl erwärmen.

Weizenmehl Type 550 statt Type 405 oder umgekehrt

Type 550 kann den Teig etwas kräftiger und elastischer machen; die benötigte Flüssigkeitsaufnahme kann leicht variieren.

Das Mehl portionsweise einarbeiten und die Teigkonsistenz nach dem Kneten beurteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Teigkreise reißen oder kleben beim Füllen.

Die Füllung vollständig auskühlen lassen und erst danach portionieren.

Die Füllung kurz weiter abkühlen lassen und die Arbeitsfläche sowie die Teigränder sauber halten.

Die Empanadillas gehen beim Frittieren auf.

Etwa 1 gut gehäuften Teelöffel Füllung verwenden und die Ränder zuerst mit den Fingern, danach mit der Gabel verschließen.

Vor dem Frittieren jede Teigtasche kontrollieren und offene Stellen erneut andrücken.

Die Hülle wird außen zu dunkel, bevor sie knusprig und durchgegart ist.

Das Öl auf 165–170 °C halten und portionsweise frittieren.

Die Hitze reduzieren und erst weiterarbeiten, wenn das Öl wieder im Zielbereich liegt.

Die Teigtaschen werden fettig und blass.

In kleinen Portionen arbeiten und die Öltemperatur zwischen den Portionen stabilisieren.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Öl wieder ausreichend erhitzt ist.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker: Die noch leicht warmen Empanadillas mit Puderzucker bestäuben und als kleines süßes Gebäck servieren.
  • Gut durchgekühlt: Die Empanadillas vollständig auskühlen lassen und gut durchgekühlt servieren. Dadurch wird die Füllung fester und die Gewürzaromen treten deutlicher hervor.
  • Als weihnachtliches Gebäck: Die kleinen Teigtaschen auf einer Gebäckplatte anrichten und zusammen mit anderem festlichem Süßgebäck servieren.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Batatafüllung kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet, vollständig abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Formen kurz durchrühren. Den Teig möglichst am selben Tag herstellen und die gefüllten Empanadillas erst kurz vor dem Frittieren formen.

Aufbewahren

Vollständig abgekühlte Empanadillas bei Raumtemperatur nur für den zeitnahen Verzehr aufbewahren. Für eine längere Aufbewahrung abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren können sie wieder auf Raumtemperatur kommen.

Nicht warm und luftdicht verpacken, da sich sonst Kondenswasser bildet und die Hülle weich wird.

Einfrieren

Das Einfrieren ist für die knusprige Teighülle nicht empfohlen; die Textur kann nach dem Auftauen weich werden.

Aufwärmen

  • Backofen: Die Empanadillas auf ein Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 160 °C kurz erwärmen.
  • Raumtemperatur: Die gekühlten Empanadillas aus der Dose nehmen und vor dem Servieren langsam auf Raumtemperatur kommen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405 oder 550.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Öl: Das Frittieröl nie unbeaufsichtigt erhitzen. Empanadillas vorsichtig einlegen und herausnehmen, Spritzer vermeiden und niemals Wasser in heißes Öl geben.
  • Heiße Füllung und frisches Frittiergut: Die Bataten, das aromatisierte Öl und die Füllung vor dem Formen beziehungsweise Servieren ausreichend abkühlen lassen. Die Füllung im Inneren der frittierten Teigtaschen kann deutlich heißer sein als die Oberfläche.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Matalahúva?

Matalahúva sind spanische Anissamen. Sie werden im Olivenöl erwärmt und geben dem Teig ein warmes, deutlich anisartiges Aroma.

Kann ich Matalahúva ersetzen?

Ja. Als Alternative ist 1 g Fenchelsamen angegeben. Das Aroma wird dadurch etwas kräuteriger und weniger klar anisbetont.

Kann ich die Bataten auch schälen und würfeln?

Die angegebene Zubereitung gart sie vollständig in Alufolie. Dadurch bleibt das Fruchtfleisch saftig und lässt sich glatt zerdrücken. Geschälte Würfel würden eine andere Garweise und möglicherweise eine trockenere Füllung ergeben.

Warum darf ich nicht zu viele Empanadillas gleichzeitig frittieren?

Eine zu volle Pfanne lässt die Öltemperatur stark abfallen. Die Teigtaschen werden dann eher fettig als knusprig und bräunen ungleichmäßig.

Soll ich die Empanadillas warm oder kalt servieren?

Beides ist möglich. Leicht warm ist die Hülle besonders knusprig; gut durchgekühlt wird die Batatafüllung fester und die Gewürzaromen treten deutlicher hervor.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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