Cabrito einkaufen
Junges Ziegenfleisch ist nicht überall vorrätig. Eine gut sortierte Metzgerei kann es häufig vorbestellen; spanische und portugiesische Lebensmittelgeschäfte können ebenfalls Anlaufstellen sein.
Andalusisches Ziegengericht
Zart geschmortes junges Ziegenfleisch mit einem kräftigen Majado aus Knoblauch, getrockneten süßen Paprikaschoten, Brot, Essig und Paprikapulver.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Choto al ajillo ist ein andalusisches Gericht aus jungem Ziegenfleisch und einer aromatischen Knoblauchsauce. Das Fleisch wird zunächst kräftig angebraten und anschließend mit einem grob zerstoßenen Majado und Weißwein langsam geschmort. Diese Fassung orientiert sich an der im Raum Granada beschriebenen Zubereitungsweise und konzentriert sich auf die charakteristische Sauce.
Das Cabrito wird weich und saftig, während die Sauce sämig am Fleisch haftet. Knoblauch und süße getrocknete Paprika prägen das Aroma; Brot sorgt für Körper, Essig für einen klaren säuerlichen Akzent und Weißwein für zusätzliche Tiefe.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Paprikaschoten mit heißem Wasser übergießen und 20 Minuten einweichen. Anschließend Stiele und Kerne entfernen. Das Brot mit dem Weinessig und 2 Esslöffeln aus dem abgemessenen Wasser kurz einweichen. Das Cabrito trocken tupfen und mit dem abgemessenen Salz und dem schwarzen Pfeffer würzen.
Die Knoblauchzehen schälen. 2 Esslöffel Olivenöl in einem großen Schmortopf erhitzen und die Knoblauchzehen bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Herausnehmen und in einem Mörser zerdrücken.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch ist goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Die eingeweichten Paprikaschoten, das ausgedrückte Brot und das Paprikapulver zum zerdrückten Knoblauch geben. Alles zu einem groben Majado zerreiben. Falls die Masse zu fest ist, 1 bis 2 Esslöffel vom Einweichwasser unterarbeiten.
Daran erkennst du es: Das Majado ist grob verbunden und streichfähig, aber nicht vollständig glatt.
Das restliche Olivenöl im Schmortopf erhitzen. Die Fleischstücke portionsweise rundherum kräftig anbraten, damit sie Farbe bekommen. Das gesamte Fleisch wieder in den Topf geben.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind an mehreren Seiten gebräunt.
Den Weißwein angießen und 3 bis 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, damit er etwas reduziert. Das Majado einrühren und das Wasser zugießen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist leicht reduziert und der Schmoransatz gleichmäßig mit dem Majado verbunden.
Den Topf abdecken und das Cabrito bei kleiner Hitze etwa 45 bis 60 Minuten schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und prüfen, ob noch etwas Wasser nötig ist.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und die Sauce haftet sämig am Fleisch.
Die Sauce abschmecken und bei Bedarf mit Salz zum Abschmecken nachwürzen. Das Gericht vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist ausgewogen gewürzt und bleibt sämig am Fleisch haften.
Gut zu wissen
Junges Ziegenfleisch ist nicht überall vorrätig. Eine gut sortierte Metzgerei kann es häufig vorbestellen; spanische und portugiesische Lebensmittelgeschäfte können ebenfalls Anlaufstellen sein.
Getrocknete süße Paprikaschoten, auf Spanisch pimientos secos, sind besonders in spanischen Feinkostläden oder gut sortierten Gewürzgeschäften erhältlich.
Altbackenes Weißbrot oder Brotkrume bindet die Sauce und gibt dem Majado Körper.
Das Gericht schmeckt kräftiger; die Garzeit kann etwas länger ausfallen.
Das Lamm in ähnlich große Stücke schneiden und wie das Cabrito portionsweise anbraten. Während des Schmorens die Zartheit prüfen.
Bei mittlerer Hitze braten und den Knoblauch herausnehmen, sobald er goldbraun ist.
Verbrannten Knoblauch nicht weiterverwenden; falls nötig eine neue Portion anbraten.
Das Cabrito portionsweise in gut erhitztem Öl anbraten.
Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit etwas verdampfen lassen und die Stücke anschließend portionsweise weiterbräunen.
Wasser nur nach Bedarf ergänzen und das Gericht zugedeckt, aber nicht mit überschüssiger Flüssigkeit schmoren.
Den Topf kurz offen weiterköcheln lassen, bis die Sauce stärker reduziert ist.
Die Stücke möglichst gleichmäßig schneiden und die Garprobe verwenden.
Mit Deckel bei kleiner Hitze weiter schmoren und bei Bedarf wenig Wasser ergänzen.
Häufig gefragt
Ja. Als dokumentierte Alternative eignet sich dieselbe Menge junge Lammkeule ohne Knochen. Sie schmeckt kräftiger und kann etwas länger garen.
Das Fleisch ist fertig, wenn es weich ist und die Sauce sämig am Fleisch haftet. Je nach Größe der Stücke kann die Garzeit innerhalb des angegebenen Bereichs variieren.
1 bis 2 Esslöffel vom Einweichwasser unterarbeiten, bis die Masse grob verbunden und gut einrührbar ist.
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