Kräftiges Huhn mit Madrider Ajimoroji-Sauce

Geflügelgericht aus Madrid

Kleine Hühnerstücke werden goldbraun gebraten und mit einer kräftigen Sauce aus Knoblauch, Petersilie, Olivenöl und Weißweinessig vollendet.

Zum Rezept
Kräftiges Huhn mit Madrider Ajimoroji-Sauce
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge Portionen
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das portionsweise Braten sorgt für eine goldbraune Oberfläche, ohne dass die Hühnerstücke in der Pfanne zu dicht liegen.
  • Gebratener und als Paste verwendeter Knoblauch verbinden sich mit Olivenöl und Petersilie zu einer intensiven Würzbasis.
  • Weißweinessig bringt klare Säure in die kräftige Sauce und verhindert, dass sie schwer wirkt.
  • Das kurze Nachgaren und die anschließende Ruhezeit verteilen Sauce und Aromen gleichmäßig im Huhn.

Pollo al ajimoroji ist ein kräftiges Geflügelgericht aus der Comunidad de Madrid, das besonders mit Leganés verbunden wird. Kleine Hühnerstücke werden goldbraun gebraten und anschließend mit einer aromatischen Knoblauch-Petersilien-Essig-Sauce überzogen. Serviere das Huhn direkt aus der Pfanne und schöpfe die Sauce großzügig darüber.

Goldbraune, saftige Hühnerstücke mit einer glänzenden, öligen Sauce. Knoblauch und Petersilie prägen das Aroma, während der Weißweinessig für eine lebendige, kräftige Säure sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten

  1. Huhn würzen und Knoblauch vorbereiten

    Trockne die Hühnerstücke sorgfältig ab und würze sie mit 6 g Salz und dem schwarzen Pfeffer. Teile die Knoblauchknolle: Vier ungeschälte Zehen werden später im Öl aromatisiert, die übrigen Zehen schälst du für das spätere Knoblauchmus.

    • Tupfe die Hühnerstücke gründlich trocken, damit sie in der Pfanne besser bräunen.

    Wichtig: Rohes Geflügel und die verwendeten Arbeitsflächen nach der Vorbereitung hygienisch behandeln.

  2. Knoblauch im Öl aromatisieren

    Gib das Olivenöl in eine breite Pfanne oder einen flachen Schmortopf. Lege die vier ungeschälten Knoblauchzehen hinein und erhitze das Öl bei mittlerer Temperatur. Sobald die Zehen goldgelb duften, nimm sie heraus und lege sie beiseite.

    Daran erkennst du es: Die ungeschälten Zehen duften goldgelb, ohne dunkel zu werden.

    • Beobachte den Knoblauch aufmerksam, damit er nicht verbrennt und bitter wird.

    Wichtig: Heißes Öl vorsichtig handhaben.

Braten und Sauce

  1. Huhn portionsweise braten

    Brate die Hühnerstücke portionsweise im aromatisierten Öl rundum kräftig an. Sie sollen eine goldbraune Oberfläche bekommen und fast gar sein. Nimm sie anschließend aus der Pfanne.

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum goldbraun und fast gar.

    • Die Pfanne nicht überfüllen; mehrere Durchgänge erhalten die Bräunung.

    Wichtig: Geflügel nach dem Braten nicht mit derselben ungewaschenen Fläche oder Zange mit verzehrfertigen Zutaten in Kontakt bringen.

  2. Knoblauchpaste herstellen

    Zerstoße die geschälten Knoblauchzehen im Mörser mit den übrigen 2 g Salz zu einer glatten Paste. Entferne überschüssiges Öl aus der Pfanne, sodass etwa 45 bis 60 ml zurückbleiben.

    Daran erkennst du es: Die Paste ist glatt und das verbleibende Öl bedeckt den Pfannenboden dünn.

    • Die Knoblauchpaste möglichst glatt zerstoßen, damit sie sich gleichmäßig in der Sauce verteilt.

    Wichtig: Überschüssiges heißes Öl vorsichtig aus der Pfanne abgießen.

  3. Huhn mit Knoblauch verbinden

    Gib das Huhn, die vier gebratenen Knoblauchzehen und die Knoblauchpaste zurück in die Pfanne. Rühre alles bei mittlerer Hitze etwa 30 Sekunden durch, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Die Knoblauchpaste verteilt sich im Öl, bleibt aber hell und wird nicht dunkel.

    • Nur kurz rühren, damit die Knoblauchpaste aromatisch bleibt und nicht bitter wird.

    Wichtig: Spritzendes Öl und heiße Pfannenrückstände beachten.

  4. Essig angießen und sanft fertig garen

    Gieße den Weißweinessig vorsichtig dazu und löse mit einem Holzlöffel die Bratrückstände vom Pfannenboden. Streue die Hälfte der Petersilie darüber, decke die Pfanne ab und lasse das Gericht bei kleiner Hitze 8 bis 10 Minuten sanft weitergaren. Wende die Stücke gelegentlich, damit sie gleichmäßig von der Sauce überzogen werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Huhn ist vollständig durchgegart und gleichmäßig mit der Sauce überzogen.

    • Den Essig vorsichtig angießen, da heißes Öl spritzen kann.
    • Die Stücke gelegentlich wenden, damit die Sauce an allen Seiten haftet.

    Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren, bevor es serviert wird.

Ruhen und Servieren

  1. Ruhen lassen und servieren

    Nimm die Pfanne vom Herd und lasse das Huhn 10 Minuten ruhen. Streue die restliche Petersilie darüber und serviere das Gericht mit der kräftigen Sauce aus der Pfanne.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce haftet an den Hühnerstücken und das Gericht ist heiß servierbereit.

    • Direkt aus der Pfanne servieren und die Sauce großzügig über das Huhn schöpfen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Portionsweise braten: Die Hühnerstücke portionsweise braten, damit die Pfanne heiß bleibt und eine goldbraune Oberfläche entsteht.
  • Knoblauch hell halten: Die Knoblauchzehen und die Knoblauchpaste dürfen nicht dunkel werden, sonst kann die Sauce bitter schmecken.
  • Ruhezeit einhalten: Die zehnminütige Ruhezeit gibt der Sauce Gelegenheit, sich gleichmäßig auf dem Huhn zu verteilen.

Zutatenwissen

Knoblauch aufteilen

Vier Zehen bleiben ungeschält und werden im Öl aromatisiert; die übrigen Zehen werden geschält und mit Salz zu einer Paste zerstoßen.

Petersilie aufteilen

Die Hälfte der Petersilie kommt während des sanften Weitergarens in die Pfanne, die andere Hälfte wird erst zum Servieren darübergestreut.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Huhn bräunt kaum und gibt viel Flüssigkeit ab.

Die Stücke portionsweise in einer breiten Pfanne braten.

Die bereits gebratenen Stücke herausnehmen und die restlichen Stücke in einem weiteren Durchgang bräunen.

Die Sauce schmeckt bitter.

Den Knoblauch nur goldgelb aromatisieren und die Paste bei mittlerer Hitze höchstens kurz durchrühren.

Wenn der Knoblauch stark verbrannt ist, lässt sich die Bitterkeit nicht zuverlässig aus der Sauce entfernen.

Die Sauce haftet nur schwach am Huhn.

Vor dem Zurückgeben des Huhns überschüssiges Öl entfernen und den Essig mit dem Holzlöffel vom Pfannenboden lösen.

Das Gericht kurz offen weitergaren, bis sich die Sauce stärker mit dem Öl und den Bratrückständen verbindet.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus der Pfanne servieren: Das Huhn direkt aus der Pfanne servieren und die kräftige Knoblauch-Petersilien-Sauce großzügig darüber schöpfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird das Huhn portionsweise gebraten?

So bleibt die Pfanne heiß genug, damit die Hühnerstücke rundum goldbraun braten und nicht durch austretende Flüssigkeit dünsten.

Warum wird der Knoblauch auf zwei Arten vorbereitet?

Die ungeschälten Zehen aromatisieren zunächst das Öl. Die geschälten Zehen werden mit Salz zu einer Paste zerstoßen und geben der späteren Sauce eine kräftige, gleichmäßige Knoblauchnote.

Aus unserer Küche

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