Geeignete Kohlblätter
Ein großer Wirsing liefert eher ausreichend große und biegsame Blätter für geschlossene Päckchen. Die Blätter nur so lange blanchieren, dass sie formbar bleiben.
Gefülltes Gemüse aus Asturien
Zarte Wirsingblätter werden mit langsam geschmortem Rind gefüllt, mehliert, durch Ei gezogen und in einer milden Weißwein-Tomatensauce fertig gegart.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Repollo relleno de carne guisada verbindet geschmortes Rind mit blanchiertem Wirsing und einer sämigen Sauce. Die Füllung wird zunächst langsam weich geschmort, anschließend in Kohlblätter gewickelt und rundum gebräunt. Beim abschließenden Schmoren nimmt der Kohl die Aromen von Weißwein, Tomate, Paprika und Rinderbrühe auf.
Die Kohlpäckchen sind weich, aber noch formstabil, außen leicht gebräunt und innen saftig. Das geschmorte Rind schmeckt kräftig und herzhaft; die pürierte Sauce ist mild, tomatig und durch Weißwein und Muskat fein aromatisiert.
Schritt für Schritt
Falls noch nicht vorbereitet, Zwiebel und Karotte für die Füllung fein würfeln und den Knoblauch hacken. 2 EL Olivenöl im schweren Schmortopf erhitzen. Die Rinderschulter rundherum kräftig anbraten. Die fein gewürfelte Zwiebel, die fein gewürfelte Karotte und den Knoblauch zugeben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze mitbraten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundherum gebräunt und das Gemüse leicht weich.
Wichtig: Rohes Rindfleisch und benutzte Schneideutensilien getrennt von verzehrfertigen Zutaten halten.
100 ml Weißwein angießen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, 300 ml Brühe, Lorbeerblatt, Paprikapulver, 1 TL Salz und Pfeffer einrühren. Alles aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 90 Minuten schmoren, bis das Fleisch sehr weich ist.
Daran erkennst du es: Das Rind lässt sich leicht mit zwei Gabeln zerpflücken.
Während das Fleisch schmort, den Wirsing am Strunk kreuzweise einschneiden. In einem großen Topf reichlich Wasser mit 1 TL Salz zum Kochen bringen und den Wirsing 5 Minuten blanchieren. Die äußeren Blätter vorsichtig ablösen. Weitere Blätter bei Bedarf jeweils 1 Minute nachblanchieren. Insgesamt 12 bis 14 große Blätter bereitlegen. Den festen inneren Kohl fein hacken und für die Sauce aufbewahren.
Daran erkennst du es: Die Blätter sind biegsam und lassen sich ablösen, ohne zu zerreißen.
Wichtig: Mit heißem Wasser vorsichtig arbeiten und die Blätter mit einer Zange oder zwei Gabeln herausheben.
Das Lorbeerblatt aus dem Schmortopf nehmen. Das Fleisch mit zwei Gabeln zerpflücken und mit 3 bis 4 EL der Schmorsauce vermengen. Die Füllung 10 Minuten abkühlen lassen. Dicke Blattrippen bei Bedarf flach schneiden.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist noch warm, aber nicht mehr so heiß, dass sie die Kohlblätter sofort aufweicht.
Jeweils 1 bis 1½ EL Füllung auf ein Kohlblatt geben. Die Seiten einschlagen und das Blatt zu einem festen Päckchen aufrollen. Mehl und Ei auf zwei Teller geben; das Ei mit einer Prise Salz verquirlen. Jedes Päckchen zuerst im Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen.
Daran erkennst du es: Die Päckchen sind geschlossen und die Naht hält beim Anheben zusammen.
Wichtig: Ei und rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten.
Die übrigen 2 EL Olivenöl im breiten Schmortopf erhitzen. Die Kohlpäckchen mit der Nahtseite nach unten portionsweise rundherum goldbraun anbraten und kurz herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundherum goldbraun, die Nahtseite bleibt geschlossen.
Die geschnittene Zwiebel, die Karottenscheiben und den gehackten Kohlherz in denselben Topf geben und 5 Minuten anschwitzen. Mit den restlichen 100 ml Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. 400 ml Brühe, Muskatnuss und 1 TL Salz angießen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht weich und der Wein deutlich reduziert.
Die Kohlpäckchen nebeneinander in die Sauce setzen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 25 bis 30 Minuten sanft schmoren, bis der Kohl weich und die Sauce leicht gebunden ist.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist weich, die Päckchen bleiben geschlossen und die Sauce haftet leicht am Löffel.
Die Kohlpäckchen vorsichtig herausheben. Die Sauce mit einem Stabmixer glatt pürieren, die Päckchen wieder hineinlegen und 5 Minuten bei ausgeschalteter Hitze durchziehen lassen. Heiß mit reichlich Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Päckchen sind heiß bis in die Mitte und die Sauce ist glatt und sämig.
Wichtig: Heiße Sauce vorsichtig pürieren und den Topf gegen Spritzen sichern.
Gut zu wissen
Ein großer Wirsing liefert eher ausreichend große und biegsame Blätter für geschlossene Päckchen. Die Blätter nur so lange blanchieren, dass sie formbar bleiben.
Rinderschulter eignet sich wegen ihres Bindegewebes für die lange, feuchte Garung. Die Füllung ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht zerpflücken lässt.
Ein trockener Weißwein bringt Säure und Aroma in beide Schmorphasen. Der Wein wird jeweils eingekocht, bevor Brühe und weitere Flüssigkeit dazukommen.
Die Blätter sind zarter und garen schneller; die Päckchen werden meist etwas kleiner.
Spitzkohl ebenfalls kurz blanchieren und vorsichtig ablösen. Die Garzeit im letzten Schmorschritt nach etwa 20 Minuten prüfen.
Die Sauce wird weniger weinbetont und benötigt etwas Säure zum Ausgleich.
Den Wein durch Brühe ersetzen und die Flüssigkeit wie im Rezept einkochen lassen. Erst am Ende vorsichtig mit Zitronensaft abschmecken.
Die Hülle wird etwas heller und weniger brotig; die Bindung beim Wenden bleibt erhalten.
Die Kohlpäckchen trocken tupfen, in Speisestärke wenden und anschließend durch das verquirlte Ei ziehen.
Die Blätter nur bis zur Biegsamkeit blanchieren und vor dem Füllen kurz abkühlen lassen.
Gerissene Blätter mit einem zweiten kleineren Blattstück verstärken und die Naht beim Anbraten nach unten legen.
Das Fleisch zugedeckt bei niedriger Hitze schmoren und die Zartheit vor dem Zerpflücken prüfen.
Die Füllung mit etwas Schmorsauce vermengen und das Fleisch bei niedriger Hitze weitergaren.
Nur 1 bis 1½ EL Füllung verwenden, die Seiten einschlagen und mit der Nahtseite nach unten anbraten.
Aufgegangene Päckchen mit einer Kelle vorsichtig in der Sauce halten und beim Servieren mit zusätzlicher Sauce bedecken.
Die angegebenen Flüssigkeitsmengen einhalten und den Wein vor dem Angießen der Brühe einkochen lassen.
Die Sauce ohne Deckel einige Minuten sanft reduzieren, während die Kohlpäckchen warm gehalten werden.
Eine zurückhaltende Variante mit weniger Paprikawürze und einer weicheren, runderen Sauce.
Eine aromatischere Fassung mit stärker eingekochtem Wein und intensiverem Schmorgeschmack.
Die Füllung wird auf mehr, kleinere Päckchen verteilt und eignet sich für ein festlicheres Anrichten.
Die Rindfüllung und die Kohlpäckchen können bis zu 24 Stunden im Voraus vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Päckchen möglichst erst kurz vor dem Servieren anbraten und in der Sauce fertig schmoren.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Nicht wiederholt abkühlen und aufwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen.
Nicht bewertet; die blanchierten Kohlblätter können nach dem Auftauen weicher werden und leichter aufplatzen.
Häufig gefragt
Es werden insgesamt etwa 12 bis 14 große Blätter benötigt. Die genaue Zahl hängt von der Größe des Wirsingkopfs und der gewünschten Größe der Kohlpäckchen ab.
Ja. Die Füllung kann bis zu 24 Stunden vorher geschmort, zerpflückt und abgedeckt gekühlt werden. Vor dem Rollen sollte sie wieder gut portionierbar, aber nicht heiß sein.
Die Kohlpäckchen herausheben und die Sauce einige Minuten ohne Deckel sanft einkochen lassen. Danach die Päckchen wieder hineinlegen.
Ja. Er kann durch zusätzliche Rinderbrühe ersetzt werden. Etwas Zitronensaft kann am Ende für die fehlende Säure sorgen.
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