Hartweizenmehl
Fein gemahlenes Hartweizenmehl gibt dem Brot eine feste, leicht bissige Krume. Es ist meist in gut sortierten Supermärkten, italienischen oder spanischen Lebensmittelgeschäften und im Mehlregal größerer Mühlenläden erhältlich.
Bäckertradition aus Andalusien
Kräftiges andalusisches Brot in länglicher Rosca-Form mit fester, dichter Krume, markanter Kruste und einem leichten Wasser-Glanz direkt nach dem Backen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan rojal ist eine in Baeza in der andalusischen Provinz Jaén verankerte Brotvariante. Der fest geknetete, bemehlte Teig ergibt eine dichte Krume und eine kräftige Kruste. Dieses Hausrezept orientiert sich an der länglichen Rosca-Form und ist für den heimischen Ofen angepasst.
Außen kräftig goldbraun und fest, innen dicht, kompakt und leicht bissig. Die Oberfläche wirkt durch die dünne Wasser-Lasur warm glänzend.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, HartweizenmehlFein vermahlenes Mehl aus Hartweizen, auch Durumweizen genannt. und Trockenhefe in der großen Schüssel vermischen. Das Salz im lauwarmen Wasser auflösen und zur Mehlmischung geben.
Alles zunächst mit dem Kochlöffel, danach mit den Händen zu einem festen Teig verkneten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig bearbeiten. Er bleibt deutlich kompakter als ein gewöhnlicher Brotteig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest und zusammenhängend, nicht weich oder fließend.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und bei Raumtemperatur etwa 45 bis 60 Minuten ruhen lassen. Er muss nicht auf das Doppelte aufgehen, sondern nur sichtbar lockerer werden.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt sichtbar lockerer, ohne zwingend sein Volumen zu verdoppeln.
Den Teig auf die nur leicht bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit dem Nudelholz zu einem dicken Oval ausrollen, zusammenfalten und wieder ausrollen. Diesen Bregar-Vorgang 6 bis 8 Minuten wiederholen, bis die Oberfläche glatt und straff ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glatt und straff.
Den Teig zu einem etwa 55 cm langen, gleichmäßig dicken Strang rollen. Die Enden verbinden und zu einer länglichen Rosca von ungefähr 25 × 16 cm formen. Die Naht sorgfältig zusammendrücken und den Laib auf Backpapier legen.
Daran erkennst du es: Die Naht hält geschlossen und der Teigring ist gleichmäßig dick.
Die Oberfläche leicht mit Mehl bestäuben und mit einem scharfen Messer sechs bis acht tiefe, schräge Einschnitte in den äußeren Teigring setzen. Die Rosca abdecken und weitere 30 Minuten ruhen lassen. Inzwischen den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Die Einschnitte sind tief und schräg gesetzt, ohne den Ring vollständig zu durchtrennen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem scharfen Messer die Finger aus der Schnittlinie halten.
Das Blech in den heißen Ofen schieben und den Pan rojal 12 Minuten bei 230 °C backen. Danach die Temperatur auf 200 °C reduzieren und weitere 18 bis 23 Minuten backen, bis die Kruste kräftig goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig goldbraun.
Wichtig: Heißes Blech und Ofen vorsichtig handhaben.
Den Laib aus dem Ofen nehmen und sofort mit dem Wasser dünn bestreichen oder besprenkeln. Dadurch erhält die Kruste ihren charakteristischen Glanz. Den Pan rojal mindestens 45 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor du ihn in Stücke teilst.
Daran erkennst du es: Die Kruste glänzt leicht und das Brot lässt sich nach dem Auskühlen sauber teilen.
Wichtig: Das Brot vor dem Schneiden ausreichend auskühlen lassen; der Laib und austretender Dampf können direkt nach dem Backen sehr heiß sein.
Gut zu wissen
Fein gemahlenes Hartweizenmehl gibt dem Brot eine feste, leicht bissige Krume. Es ist meist in gut sortierten Supermärkten, italienischen oder spanischen Lebensmittelgeschäften und im Mehlregal größerer Mühlenläden erhältlich.
Die Krume wird etwas heller und weicher.
Falls kein fein gemahlenes Hartweizenmehl erhältlich ist, durch weitere 150 g Weizenmehl Type 550 ersetzen und die übrigen Mengen unverändert lassen.
Die angegebene Wassermenge einhalten und die kompakte Teigkonsistenz als gewünschtes Merkmal akzeptieren.
Den Teig kurz ruhen lassen und anschließend auf einer nur leicht bemehlten Fläche weiterbearbeiten; nicht sofort große Mengen Mehl ergänzen.
Die Naht nach dem Verbinden gründlich zusammendrücken und den Strang möglichst gleichmäßig rollen.
Die Naht vor der zweiten Ruhe vorsichtig erneut zusammendrücken und die Stelle mit leicht feuchten Fingern glätten.
Die Temperaturabsenkung rechtzeitig vorbereiten und die kräftige Bräunung gegen Ende beobachten.
Die Temperatur sofort reduzieren und das Brot bis zum beschriebenen goldbraunen Zustand weiterbacken.
Häufig gefragt
Die 150 g Hartweizenmehl durch 150 g Weizenmehl Type 550 ersetzen. Die Krume wird dadurch etwas heller und weicher.
Nein. Nach der ersten Ruhezeit soll der Teig sichtbar lockerer werden, muss sein Volumen aber nicht verdoppeln.
Die dünne Wasser-Lasur direkt nach dem Backen verleiht der Kruste ihren charakteristischen leichten Glanz.
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