Matalahúva
Matalahúva ist auch als grüner Anis bekannt und gibt dem Gebäck sein charakteristisches Anisaroma. Sie ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, Gewürzläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Andalusisches Festtagshefegebäck
Nochebueno ist ein andalusisches Weihnachtsgebäck aus Hefeteig mit Olivenöl, Matalahúva, Rosinen und Walnüssen. Diese Hausversion ergibt zwei kleinere, flache Laibe mit aromatischer, eher kompakter Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Nochebueno ist ein festliches andalusisches Hefebrot, das besonders mit Granada und Jaén verbunden wird. Die Hausversion arbeitet mit einem einfachen Vorteig, zweimaliger Gehzeit und zwei kleineren Laiben. Das anisduftende Gebäck lässt sich dadurch gut im heimischen Ofen zubereiten und sauber portionieren.
Goldbraune, flache Laibe mit intensivem Anisduft, einer weichen, eher kompakten Krume sowie süßen Rosinen und knusprigen Walnussstücken.
Schritt für Schritt
100 g Mehl, 60 ml Wasser und 3 g Hefe zu einem weichen Teig verrühren. Abdecken und 8–12 Stunden bei etwa 20–22 °C ruhen lassen. Der Vorteig soll sichtbar aufgegangen sein und aromatisch riechen.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar aufgegangen und riecht aromatisch.
Das Olivenöl mit der Matalahúva in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze 3–4 Minuten erwärmen, ohne die Anissamen zu bräunen. Vom Herd nehmen und auf lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Anissamen duften deutlich, bleiben aber hell und sind nicht gebräunt.
Wichtig: Das aromatisierte Öl vor der Zugabe zum Teig abkühlen lassen.
Die übrigen 400 g Mehl mit dem Vorteig, 240 ml Wasser, Zucker, Honig, 8 g Hefe und dem abgekühlten Anisöl vermischen. Das Salz zuletzt zugeben und alles 8–10 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und zusammenhängend.
Rosinen und Walnüsse einarbeiten, bis sie gleichmäßig verteilt sind. Den Teig abdecken und 90 Minuten bei etwa 24–26 °C gehen lassen. Nach 45 Minuten einmal von außen zur Mitte falten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt luftiger.
Den Teig auf eine leicht geölte Arbeitsfläche geben, in zwei gleich große Stücke teilen und jeweils rund wirken. Die Teiglinge auf das mit Backpapier belegte Blech setzen und zu flachen, etwa 2 cm dicken Laiben drücken. Mit einem scharfen Messer je drei bis vier diagonale Einschnitte setzen.
Daran erkennst du es: Beide Laibe sind gleichmäßig dick und haben klar sichtbare Einschnitte.
Wichtig: Beim Einschneiden das Messer kontrolliert führen und die Finger nicht vor die Klinge halten.
Die Laibe abdecken und weitere 45–60 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die zweite Gehzeit und das Vorheizen können gleichzeitig erfolgen.
Daran erkennst du es: Die Laibe wirken leicht aufgegangen und behalten beim sanften Eindrücken langsam ihre Form.
Eigelb und 15 ml Wasser verrühren. Die Laibe damit bestreichen und mit 20 g Zucker bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig mit Eistreiche benetzt und leicht mit Zucker bestreut.
Das Blech auf der mittleren Schiene einschieben und die Nochebuenos 22–28 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Bei Bedarf in den letzten Minuten mit Backpapier abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind goldbraun und durchgebacken.
Wichtig: Beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden; Blech und Gebäck sind sehr heiß.
Die Laibe mindestens 30 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen. Die Krume wird beim Abkühlen fester und lässt sich dann sauber schneiden.
Daran erkennst du es: Die Laibe sind nur noch warm und lassen sich ohne Quetschen schneiden.
Wichtig: Das Gebäck vor dem Schneiden ausreichend abkühlen lassen, da die Krume und die Füllung noch heiß sein können.
Gut zu wissen
Matalahúva ist auch als grüner Anis bekannt und gibt dem Gebäck sein charakteristisches Anisaroma. Sie ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, Gewürzläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Grob gehackte Walnüsse bleiben im Teig als kleine Stücke erhalten und geben den flachen Laiben einen nussigen Biss.
Die frische Hefe wird auf Vorteig und Hauptteig verteilt. Beide Mengen als getrennte Zutatenzeilen abwiegen.
Das Aroma wird etwas krautiger und weniger deutlich anisbetont.
Die Matalahúva durch 8 g Fenchelsamen ersetzen und wie im Rezept im Olivenöl erwärmen.
Der Geschmack wird milder und weniger erdig; die nussige Struktur bleibt erhalten.
Grob gehackte Mandeln in gleicher Menge verwenden und zusammen mit den Rosinen einarbeiten.
Die Gehzeiten können leicht abweichen; die Teigreife bleibt der entscheidende Maßstab.
Die Trockenhefe auf Vorteig und Hauptteig entsprechend der Herstellerumrechnung verteilen und auf sichtbare Teigentwicklung achten.
Das aromatisierte Öl vor der Zugabe auf lauwarm abkühlen lassen.
Den Teig an einem warmen Ort länger beobachten; wenn keine Aktivität erkennbar ist, lässt er sich nicht zuverlässig retten.
Die Laibe auf der mittleren Schiene backen und bei Bedarf in den letzten Minuten mit Backpapier abdecken.
Die Oberfläche locker mit Backpapier abdecken und die Laibe bis zum Ende weiterbacken.
Die Laibe mindestens 30 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen.
Die Scheiben vorsichtig weiter abkühlen lassen; die Krume wird mit sinkender Temperatur fester.
Den Teig möglichst gleichmäßig teilen und beide Laibe auf etwa 2 cm Dicke drücken.
Den dünneren Laib früher prüfen und den dickeren gegebenenfalls etwas länger backen.
Eine Variante mit Fenchelsamen anstelle von Matalahúva, wenn grüner Anis nicht erhältlich ist.
Mildere nussige Variante mit grob gehackten Mandeln anstelle von Walnüssen.
Die Gesamtteigmenge kann zu einem einzelnen größeren, flachen Laib geformt werden.
Der Vorteig kann 8–12 Stunden vor der weiteren Zubereitung angesetzt und abgedeckt bei etwa 20–22 °C ruhen gelassen werden.
Häufig gefragt
Matalahúva sind grüne Anissamen. Sie geben dem Nochebueno sein charakteristisches Anisaroma und werden im Olivenöl aromatisiert.
Ja. Als Alternative sind 8 g Fenchelsamen angegeben. Das Aroma wird dadurch etwas krautiger und weniger deutlich anisbetont.
Der Vorteig ruht 8–12 Stunden bei etwa 20–22 °C. Er sollte sichtbar aufgegangen sein und aromatisch riechen.
Die Laibe sollten nach 22–28 Minuten goldbraun sein. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, kann sie in den letzten Minuten mit Backpapier abgedeckt werden.
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