Morcilla extremeña
Morcilla extremeña ist eine regionale spanische Blutwurst. Eine milde spanische Blutwurst kann ersatzweise verwendet werden, schmeckt jedoch meist weniger regional gewürzt.
Cocido aus Extremadura
Kräftiger extremadurischer Kichererbsen-Eintopf mit Rind, Tocino, Schinkenknochen, Chorizo und MorcillaMorcilla ist eine spanische Blutwurst, deren charakteristierendes Grundelement Blut ist. Zutaten und Würzung unterscheiden sich je nach regionaler Variante., der langsam in einem Topf gegart und mit Brühe serviert wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Der Cocido extremeño ist ein herzhafter Kichererbsen-Eintopf aus Extremadura. Diese Fassung orientiert sich an einer Zusammensetzung aus Tierra de Barros und verbindet Kichererbsen mit Rindfleisch, frischem Tocino, Schinkenknochen, Chorizo und Morcilla. Die Zutaten garen gemeinsam in einem Topf, sodass eine kräftige Brühe entsteht und die Kichererbsen das Aroma der Fleisch- und Wurstzutaten aufnehmen.
Kräftige, fleischige Brühe mit erdigen Kichererbsen, zartem Rind und schmelzendem Tocino. Chorizo bringt milde Würze und rote Paprikanoten ein, während die Morcilla für eine weiche, würzige Tiefe sorgt.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Kichererbsen im Sieb abspülen und in reichlich kaltem Wasser 10–12 Stunden einweichen. Danach abgießen und nochmals kurz spülen.
Daran erkennst du es: Die Kichererbsen sind vollständig bedeckt und nach dem Einweichen sichtbar aufgequollen.
Rindfleisch, Tocino, Schinkenknochen, geschälte Zwiebel und 2,5 l Wasser in den großen Topf geben. Langsam aufkochen lassen und den aufsteigenden Schaum mit der Schöpfkelle abnehmen.
Daran erkennst du es: Der Sud kocht langsam auf und der aufsteigende Schaum ist weitgehend entfernt.
Die eingeweichten Kichererbsen und zunächst 5 g Salz hinzufügen. Alles erneut aufkochen, dann die Hitze reduzieren. Den Cocido bei niedriger bis mittlerer Hitze 1 Stunde 45 Minuten bis 2 Stunden mit halb aufgelegtem Deckel garen. Falls der Flüssigkeitsstand zu stark sinkt, bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Die Kichererbsen sind weich, behalten aber noch ihre Form und zerfallen nicht.
Wichtig: Den Eintopf während des Garens heiß halten und nicht längere Zeit lauwarm stehen lassen.
Wenn die Kichererbsen fast weich sind, Chorizo und Morcilla vorsichtig in den Topf legen. Beides 12–15 Minuten bei sanfter Hitze mitgaren. Nicht sprudelnd kochen, damit die Wurst möglichst ganz bleibt.
Daran erkennst du es: Die Wurst ist heiß und durchgegart, bleibt aber möglichst unversehrt.
Wichtig: Wurst und Fleisch vollständig durchgaren und heiß servieren.
Prüfen, ob die Kichererbsen vollständig weich sind. Falls nötig, den Eintopf weitere 15–30 Minuten garen. Schinkenknochen und Zwiebel herausnehmen. Rindfleisch, Tocino, Chorizo und Morcilla in portionsgerechte Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Kichererbsen sind vollständig weich und das Rindfleisch lässt sich leicht schneiden.
Wichtig: Heiße Zutaten nur mit geeignetem Küchenwerkzeug aus dem Topf nehmen.
Den Cocido mit Salz nach Geschmack abschmecken. Kichererbsen und etwas kräftige Brühe auf tiefe Teller verteilen und die Fleisch- und Wurststücke darauflegen. Sofort heiß servieren.
Daran erkennst du es: Brühe, Kichererbsen, Fleisch und Wurst sind gemeinsam heiß angerichtet.
Wichtig: Sofort heiß servieren und Reste anschließend zügig kühlen.
Gut zu wissen
Morcilla extremeña ist eine regionale spanische Blutwurst. Eine milde spanische Blutwurst kann ersatzweise verwendet werden, schmeckt jedoch meist weniger regional gewürzt.
Frisches Tocino bringt Fett und Schmelz in den Eintopf. Ungeräucherter Schweinebauch ist ein passender Ersatz; geräucherte Varianten würden den Geschmack stärker verändern.
Die Kichererbsen werden vor dem Kochen eingeweicht und anschließend abgespült. Das sorgt für eine gleichmäßigere Garung.
Sehr ähnlich; der Eintopf bleibt fettig, weich und kräftig, kann aber etwas fleischiger schmecken.
Tocino im gleichen Gewicht durch ungeräucherten Schweinebauch ersetzen und gemeinsam mit dem Rindfleisch in den Topf geben.
Die Würze wird meist etwas weniger regional und kann je nach Blutwurst milder oder kräftiger ausfallen.
Die Blutwurst wie die Morcilla erst gegen Ende in den Topf legen und bei sanfter Hitze mitgaren.
Die Kichererbsen 10–12 Stunden einweichen und erst servieren, wenn sie vollständig weich sind.
Den Eintopf bei sanfter Hitze weitere 15–30 Minuten garen und bei Bedarf etwas heißes Wasser ergänzen.
Die Wurst erst gegen Ende zugeben und nur sanft mitgaren.
Zerfallene Wurst vorsichtig in der Brühe verteilen und die Stücke beim Servieren möglichst schonend schöpfen.
Zusatzwasser nur nach Bedarf und in kleinen Mengen nachgießen.
Den Eintopf ohne zusätzlichen Deckel kurz sanft einkochen lassen, ohne die Kichererbsen zu zerkochen.
Die feste Salzmenge einhalten und erst am Ende vorsichtig nachsalzen.
Mit etwas heißem Wasser und ungesalzenen Kichererbsen beziehungsweise Brühe ausgleichen, falls vorhanden.
Eine flüssigere, suppigere Variante mit mehr kräftiger Brühe.
Eine sämigere Variante mit weniger Brühe und einem höheren Anteil an Kichererbsen pro Teller.
Eine Variante ohne Blutwurst, bei der Chorizo und die Brühe den würzigen Charakter tragen.
Die Kichererbsen können am Vorabend eingeweicht werden. Der fertige Cocido kann bis zu einem Tag im Voraus gekocht, zügig abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim Servieren langsam und vollständig durchwärmen.
Den Eintopf nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Brühe, Kichererbsen, Fleisch und Wurst können gemeinsam gelagert werden.
Nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Den vollständig abgekühlten Cocido portionsweise in gefriergeeignete Behälter füllen und möglichst luftarm verschließen.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam im Topf erhitzen.
Die Morcilla kann nach dem Einfrieren etwas an Struktur verlieren; Geschmack und Brühe bleiben meist kräftig.
Häufig gefragt
Für diese Zubereitung sollten die getrockneten Kichererbsen 10–12 Stunden eingeweicht werden. Ohne Einweichen kann die Garzeit deutlich abweichen und die Kichererbsen können ungleichmäßig weich werden.
Ungeräucherter Schweinebauch ist ein passender Ersatz und wird im gleichen Gewicht verwendet.
Eine milde spanische Blutwurst kann die Morcilla ersetzen. Der Geschmack wird dadurch meist etwas weniger regional gewürzt.
Das hängt von der gewünschten Konsistenz ab. Für eine brühenreiche Portion mehr Sud schöpfen, für eine sämigere Portion den Schwerpunkt auf Kichererbsen und Einlage legen.
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