Sopa de cachuela

Warme Suppe aus Extremadura

Kräftige warme Suppe aus Extremadura mit gebratener Schweineleber, gekochtem Schweineblut, Gemüse, Paprika und geröstetem Bauernbrot.

Zum Rezept
Sopa de cachuela: kräftige Suppe aus Extremadura
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Garen auf heißer Platte, Sanftes Köcheln, Schmoren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anbraten der Leber und das Schmoren des Gemüses bauen ein kräftiges Aroma auf.
  • Gekochtes Schweineblut und ein Teil der Leber binden die Brühe, ohne die Stückigkeit vollständig aufzulösen.
  • Geröstetes Bauernbrot ergänzt die flüssige Suppe mit Biss und nimmt beim Ruhen aromatische Brühe auf.

Sopa de cachuela ist eine herzhafte Suppe mit markantem Charakter. Schweineleber und gekochtes Schweineblut bilden die kräftige Grundlage, während Zwiebel, Paprika, Tomate, Knoblauch, PaprikapulverGemahlenes Paprikagewürz mit je nach Sorte mildem, fruchtigem oder scharfem Aroma. und Kreuzkümmel für Tiefe sorgen. Geröstete Brotscheiben nehmen beim Servieren etwas Brühe auf und machen die Suppe besonders sättigend.

Die Suppe ist dunkel, würzig und herzhaft. Sie duftet nach Paprika, Knoblauch und geschmortem Gemüse, schmeckt kräftig und leicht erdig und erhält durch die zerdrückten Leber- und Blutstücke eine sämige, dennoch stückige Textur. Das geröstete Brot wird an den Rändern weich und saugt sich mit Brühe voll.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Suppe und Brot zubereiten

  1. Zutaten vorbereiten

    Die Schweineleber in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Zwiebel, grünen Paprika und Tomate klein würfeln. Den Knoblauch fein hacken und das gekochte Schweineblut mit einer Gabel zerkrümeln.

    Daran erkennst du es: Alle Zutaten sind vorbereitet und die Leberstücke ungefähr gleich groß.

    • Die Leberstücke möglichst gleich groß schneiden, damit sie gleichmäßig anbraten.

    Wichtig: Rohes Fleisch und Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.

  2. Leber und Gemüse anbraten

    Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Die Leber bei mittlerer bis hoher Hitze 4 bis 5 Minuten anbraten, bis sie außen Farbe angenommen hat. Zwiebel und Paprika zugeben und 8 Minuten mitbraten. Währenddessen gelegentlich umrühren.

    13 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Leber ist außen gebräunt und Zwiebel sowie Paprika sind sichtbar weich geworden.

    • Den Topf nicht überfüllen; bei größeren Mengen die Leber portionsweise anbraten.

    Wichtig: Die Leber nach dem Anbraten nicht mit rohen Zutaten in Kontakt bringen, die später nicht mitgegart werden.

  3. Aromaten schmoren

    Knoblauch und Tomate einrühren und alles weitere 5 Minuten schmoren lassen. Den Topf kurz vom Herd nehmen und das Paprikapulver unterrühren, damit es nicht verbrennt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomate ist weich und die Mischung riecht aromatisch, ohne dass das Paprikapulver dunkel geworden ist.

    • Paprikapulver erst abseits der direkten Hitze einrühren, damit es nicht bitter wird.
  4. Suppe köcheln lassen

    Schweineblut, Wasser, Kreuzkümmel, Lorbeerblatt und Salz zugeben. Alles aufkochen lassen, dann die Suppe zugedeckt bei kleiner Hitze 35 bis 40 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch gelegentlich umrühren.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe köchelt nur sanft, die Leber ist durchgegart und die Brühe wirkt aromatisch gebunden.

    • Der Deckel hält Flüssigkeit in der Suppe; bei sehr starkem Köcheln die Hitze weiter reduzieren.

    Wichtig: Die Suppe vollständig durcherhitzen und während der gesamten Kochzeit sanft köcheln lassen.

  5. Suppe binden

    Das Lorbeerblatt entfernen. Etwa ein Viertel der Leber- und Blutstücke mit dem Kartoffelstampfer grob zerdrücken und wieder unter die Suppe rühren. So wird die Brühe sämiger, während Stücke erhalten bleiben.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brühe ist leicht sämig, enthält aber weiterhin deutlich erkennbare Stücke.

    • Nicht die gesamte Einlage zerdrücken, damit die Suppe ihre stückige Struktur behält.
  6. Brot rösten

    Das Brot in dünne Scheiben schneiden und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten 2 bis 3 Minuten rösten. Diese Arbeit kann während des Köchelns der Suppe erfolgen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brotscheiben sind auf beiden Seiten goldbraun und an den Rändern knusprig.

    • Das Brot während des Röstens beobachten, da dünne Scheiben schnell dunkel werden.
  7. Anrichten und ruhen lassen

    Die gerösteten Brotscheiben auf vier tiefe Teller verteilen und die heiße Suppe darüber schöpfen. 5 Minuten ruhen lassen, damit das Brot etwas Brühe aufnimmt, und anschließend sofort servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot hat etwas Brühe aufgenommen, bleibt aber noch teilweise strukturiert.

    • Die Suppe erst kurz vor dem Servieren über das Brot schöpfen, damit es nicht vollständig zerfällt.

    Wichtig: Die Suppe heiß servieren und beim Tragen der gefüllten Teller vorsichtig vorgehen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Brot erst kurz vor dem Servieren auflegen: Das geröstete Brot nimmt beim Ruhen Brühe auf. Wird es zu früh mit Suppe übergossen, verliert es seine angenehme Struktur.
  • Paprikapulver nicht verbrennen: Paprikapulver kurz vom Herd unterrühren. Zu starke direkte Hitze kann das Pulver bitter machen.
  • Nur einen Teil zerdrücken: Das teilweise Zerdrücken bindet die Brühe, während die übrigen Leber- und Blutstücke für Biss und eine erkennbare Einlage sorgen.

Zutatenwissen

Gekochtes Schweineblut besorgen

Gekochtes Schweineblut ist meist nur auf Vorbestellung bei einer Metzgerei oder an einer Fleischtheke mit regionalem Sortiment erhältlich.

Pimentón de la Vera finden

Pimentón de la Vera ist in spanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden oder entsprechend ausgestatteten Onlineshops erhältlich.

Altbackenes Brot verwenden

Altbackenes Bauernbrot bleibt beim Rösten formstabiler und nimmt beim Servieren aromatische Brühe auf, ohne sofort vollständig zu zerfallen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Leber bleibt blass und gibt viel Flüssigkeit ab.

Die Leber in einer ausreichend großen, gut erhitzten Topffläche anbraten und bei größeren Mengen portionsweise arbeiten.

Die Flüssigkeit zunächst einkochen lassen und die Suppe anschließend wie beschrieben weiterkochen.

Die Suppe schmeckt bitter oder das Paprikapulver riecht verbrannt.

Den Topf kurz vom Herd nehmen und das Pulver erst dann unterrühren.

Wenn der bittere Geschmack stark ist, lässt er sich nur begrenzt korrigieren; mit der restlichen Flüssigkeit und den übrigen Zutaten weiterkochen und vorsichtig abschmecken.

Das Brot löst sich vollständig in der Suppe auf.

Altbackenes Brot kräftig rösten und die Suppe erst kurz vor dem Servieren darüber schöpfen.

Zusätzliche geröstete Brotscheiben separat reichen.

Die Brühe wirkt wässrig und wenig gebunden.

Etwa ein Viertel der Leber- und Blutstücke grob zerdrücken und die angegebene Wassermenge einhalten.

Weitere kleine Mengen der Einlage zerdrücken und unterrühren, ohne alle Stücke zu pürieren.

Servieren und kombinieren

  • Heiß mit geröstetem Bauernbrot servieren: Die Suppe direkt über die gerösteten Brotscheiben schöpfen und nach der kurzen Ruhezeit sofort servieren. Das Brot kann nach persönlichem Geschmack eher bissfest oder stärker durchweicht gegessen werden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Suppe kann bis zu einem Tag im Voraus gekocht und nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Brot erst beim Servieren rösten und auflegen.

Aufbewahren

Die Suppe nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abgedeckt kühlen und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen. Brot getrennt lagern, damit es nicht durchweicht.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen und vor dem Servieren gründlich erhitzen.

Einfrieren

Durch Leber, Blut und die gebundene Brühe kann die Textur nach dem Einfrieren leiden; das Rezept enthält keine geprüfte Einfrieranleitung.

Aufwärmen

  • Topf: Die gekühlte Suppe in einem Topf langsam erhitzen und gelegentlich umrühren, bis sie vollständig heiß ist. Nicht stark sprudelnd kochen lassen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Prüfe die Zutatenliste des verwendeten Bauernbrots auf glutenhaltiges Getreide.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viel Brot sollte ich zur Sopa de cachuela servieren?

Die angegebene Menge von 240 g reicht für vier Portionen. Für eine stärker brotbetonte Version kann zusätzlich geröstetes Brot separat gereicht werden.

Wo bekomme ich gekochtes Schweineblut?

Gekochtes Schweineblut ist meist nur auf Vorbestellung bei einer Metzgerei oder an einer Fleischtheke mit regionalem Sortiment erhältlich.

Was kann ich verwenden, wenn ich kein Pimentón de la Vera finde?

Verwende mildes Paprikapulver in derselben angegebenen Menge. Das Ergebnis bleibt paprikawürzig, erhält aber möglicherweise nicht dieselbe charakteristische Note.

Aus unserer Küche

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