Guirlache finden und vorbereiten
Guirlache ist in spanischen Feinkostläden, gut sortierten Süßwarenabteilungen oder bei Anbietern spanischer Spezialitäten erhältlich. Vor der Verwendung wird es fein zerstoßen.
Cremiges Eis aus Aragón
Cremiges Eis aus gekochter Eiermilch mit fein zerstoßenem Guirlache und süßem Anis. Das aragonesische Mandelkaramell prägt den nussig-karamelligen Geschmack.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Helado de guirlache verbindet eine gekochte Milch-Sahne-Basis mit Guirlache, einem harten Mandel-Zucker-Karamell aus Aragón. Nach dem Durchkühlen wird die Masse in der Eismaschine oder mit einer wiederholten Rühr-und-Gefrier-Methode ohne Maschine cremig gefroren.
Cremig und kühl mit feinen knusprig-karamelligen Mandelnoten, einer deutlichen Milchsahnefülle und einem kleinen, aromatischen Aniston.
Schritt für Schritt
Falls deine Eismaschine einen Gefrierbehälter benötigt, friere ihn nach Herstellerangabe, meist 12–24 Stunden, vollständig durch. Stelle außerdem einen flachen, gefrierfesten Behälter kalt.
Milch und Sahne in einem Topf erhitzen, bis die Mischung deutlich dampft. Sie soll heiß sein, aber nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Mischung dampft deutlich und ist heiß, kocht aber nicht sprudelnd.
Eigelb und Zucker in einer hitzefesten Schüssel glatt verrühren. Etwa die Hälfte der heißen Milch-Sahne-Mischung langsam unter ständigem Rühren dazugießen. Die Mischung zurück in den Topf geben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt verbunden und das Eigelb nicht ausgeflockt.
Wichtig: Die heiße Flüssigkeit nicht auf einmal zum Eigelb geben.
Die Masse bei niedriger bis mittlerer Hitze 5–8 Minuten rühren, bis sie 82–84 °C erreicht und einen Löffel leicht überzieht. Nicht kochen lassen. Die Creme durch ein feines Sieb in eine saubere Schüssel gießen.
Daran erkennst du es: Die Creme überzieht einen Löffel leicht und bleibt glatt.
Wichtig: Nicht sprudelnd kochen lassen, damit die Eiermilch nicht gerinnt.
Guirlache und süßen Anis in die noch warme Creme rühren, bis sich das Guirlache weitgehend verteilt hat. Die Schüssel in ein kaltes Wasserbad stellen und die Creme unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen. Abdecken und mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist vollständig kalt und deutlich angedickt.
Die kalte Mischung in der Eismaschine nach Herstellerangabe 20–30 Minuten gefrieren lassen, bis sie cremig und deutlich eingedickt ist. In den vorgekühlten Behälter füllen und 2–3 Stunden fest nachfrieren.
Daran erkennst du es: Die Masse ist cremig und deutlich eingedickt.
Ohne Eismaschine die kalte Masse in einen flachen, gefrierfesten Behälter geben. 45 Minuten einfrieren, dann mit einem Schneebesen oder einer Küchenmaschine kräftig durchrühren. Anschließend alle 30 Minuten wiederholen, bis die Masse nach etwa 3 Stunden fast fest ist. Danach 2 Stunden vollständig durchfrieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist fast fest, aber noch gründlich durchrührbar; anschließend vollständig durchfrieren lassen.
Das Eis vor dem Portionieren etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Zu Kugeln oder Nocken formen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Eis lässt sich formen, bleibt aber noch fest und kalt.
Gut zu wissen
Guirlache ist in spanischen Feinkostläden, gut sortierten Süßwarenabteilungen oder bei Anbietern spanischer Spezialitäten erhältlich. Vor der Verwendung wird es fein zerstoßen.
Süßer Anis, spanisch Anís dulce, ist ein klarer oder leicht gefärbter Anislikör. Er ist in gut sortierten Spirituosenabteilungen und spanischen Feinkostläden erhältlich.
Das Eis schmeckt weniger spezifisch nach Guirlache, bleibt aber mandelig und karamellig.
150 g harten Mandelturrón fein zerstoßen und in Schritt 5 wie Guirlache in die warme Creme rühren.
Das typische Anisaroma wird deutlich schwächer ausfallen.
Einen geeigneten alkoholfreien Anisersatz nach Produktangabe dosieren und in Schritt 5 in die warme Creme rühren.
Die Masse bei niedriger bis mittlerer Hitze rühren und auf 82–84 °C begrenzen.
Die Creme sofort durch ein feines Sieb gießen. Bei nur leichter Gerinnung kann sie anschließend weitergekühlt und gefroren werden; die Textur bleibt möglicherweise weniger glatt.
Guirlache vorab fein zerstoßen und in die noch warme Creme rühren.
Die warme Creme vorsichtig weiter rühren, bis sich die Stücke möglichst weit verteilen.
Die Creme mindestens 8 Stunden kühlen und bei der Methode ohne Eismaschine alle 30 Minuten kräftig durchrühren.
Das Eis kurz temperieren lassen und gründlich durchrühren, bevor es wieder vollständig gefroren wird.
Das Eis etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Noch einige Minuten länger temperieren lassen und anschließend mit einem warmen Löffel portionieren.
Die kalte Eismasse wird in einem flachen Behälter schrittweise eingefroren und regelmäßig durchgerührt.
Guirlache wird durch harten Mandelturrón ersetzt. Das Ergebnis bleibt mandelig und karamellig, schmeckt aber weniger spezifisch nach Guirlache.
Häufig gefragt
Guirlache ist ein harter aragonesischer Mandel-Zucker-Karamell, der für dieses Eis fein zerstoßen in die warme Eiermilch gerührt wird.
Ja. Die kalte Masse wird in einem flachen, gefrierfesten Behälter eingefroren und zunächst nach 45 Minuten, danach etwa alle 30 Minuten kräftig durchgerührt.
Als klar gekennzeichnete Alternative können 150 g harter Mandelturrón verwendet werden. Das Eis schmeckt dann weniger spezifisch nach Guirlache.
Mit 60 ml süßem Anis erhält das Eis einen kleinen, klar erkennbaren Aniston. Eine alkoholfreie Ersetzung schwächt dieses typische Aroma deutlich ab.
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