Coca de patata

Mallorquinisches Kartoffelgebäck

Luftiges süßes Kartoffelgebäck aus Mallorca mit gekochter Kartoffel, Weizenmehl, Ei, Zucker, Schweineschmalz und Hefe. Nach zwei Gehzeiten wird es goldbraun gebacken und mit Puderzucker bestäubt.

Zum Rezept
Coca de patata aus Mallorca
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 4 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 5 Std. 15 Min.
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Fermentieren, Kochen in Flüssigkeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die gekochte Kartoffel hält den Hefeteig weich und saftig.
  • Schweineschmalz und Ei sorgen für eine zarte, elastische Krume.
  • Zwei Gehzeiten geben dem Teig Volumen und eine luftige Struktur.
  • Puderzucker ergänzt die milde Süße, ohne das Gebäck zu beschweren.

Coca de patata ist ein luftiges süßes Kartoffelgebäck aus Mallorca in den Illes Balears, besonders eng mit Valldemossa verbunden. Die gekochte Kartoffel macht den Hefeteig weich und saftig, während Ei, Zucker und Schweineschmalz für die zarte, fein süße Krume sorgen. Nach dem Backen wird das Gebäck schlicht mit Puderzucker bestäubt und lauwarm oder vollständig ausgekühlt serviert.

Die Coca de patata bleibt innen weich, elastisch und saftig, mit einer fein süßen, zarten Krume. Außen ist sie hell goldbraun und dünn gebacken; Puderzucker sorgt für eine schlichte, süße Oberfläche.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kartoffeln und Hefe vorbereiten

  1. Kartoffeln kochen

    Die Kartoffeln mit Schale in reichlich Wasser weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, schälen und anschließend genau 125 g abwiegen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen und zerdrücken.

    • Die Kartoffeln erst nach dem Kochen und Schälen abwiegen.
    • Kurz ausdampfen lassen, damit die Masse nicht unnötig wässrig wird.

    Wichtig: Beim Abgießen auf heißes Wasser und heißen Dampf achten.

  2. Kartoffeln mit Schmalz vermengen

    Die noch warmen Kartoffeln mit dem weichen Schweineschmalz gründlich zerdrücken, bis eine möglichst glatte Masse entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist möglichst glatt und enthält keine größeren Kartoffelstücke.

    • Die Kartoffeln sollten noch warm sein, aber nicht dampfend heiß.
    • Eine glatte Masse erleichtert das gleichmäßige Einarbeiten in den Teig.
  3. Hefe auflösen

    Die lauwarme Milch in eine kleine Schüssel geben, die frische Hefe darin auflösen und 5 Minuten stehen lassen. Die Milch darf nicht heiß sein.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefe ist weitgehend aufgelöst und die Milch bleibt nur lauwarm.

    • Lauwarm bedeutet angenehm warm, nicht heiß.
    • Die Hefe nicht mit heißer Milch übergießen.

    Wichtig: Zu heiße Milch kann die Hefe schädigen.

Teig herstellen und gehen lassen

  1. Teig anrühren

    Kartoffelmasse, Zucker, Eier, 25 ml Öl und die Hefemilch in einer großen Schüssel verrühren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die flüssigen und weichen Bestandteile sind gleichmäßig verbunden.

    • Die Kartoffelmasse sollte sich ohne größere Klumpen verteilen.
    • Noch kein zusätzliches Mehl einarbeiten.
  2. Teig kneten

    Das Mehl nach und nach einarbeiten. Den Teig anschließend etwa 10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und noch leicht weich ist. Falls er stark klebt, die Hände nur mit wenig von den 5 ml Öl einfetten; nicht zusätzlich Mehl einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und noch leicht weich.

    • Das Mehl portionsweise einarbeiten.
    • Zusätzliches Mehl würde das Gebäck schwerer machen.
  3. Teig gehen lassen

    Eine Schüssel mit etwas Öl aus den 5 ml ausstreichen, den Teig hineinlegen und locker abdecken. Bei Zimmertemperatur 2–3 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

    2 Std. 30 Min.

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich ungefähr verdoppelt.

    • Die Gehzeit hängt von der Raumtemperatur ab.
    • Nicht nur auf die Uhr, sondern vor allem auf die Volumenvergrößerung achten.
  4. Teiglinge formen

    Den Teig vorsichtig entgasen und in 8 möglichst gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel formen und mit Abstand auf das vorbereitete Backblech setzen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind glatt geformt und haben ausreichend Abstand.

    • Die Stücke möglichst gleich groß teilen, damit sie gleichmäßig backen.
    • Beim Formen nicht unnötig zusätzliches Mehl einarbeiten.
  5. Teiglinge nochmals gehen lassen

    Das Blech locker abdecken und die Teiglinge nochmals 1–2 Stunden gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind. Gegen Ende dieser Gehzeit den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    90 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und wirken luftig.

    • Das Vorheizen kann während der letzten Phase der Gehzeit erfolgen.
    • Das Blech nicht luftdicht verschließen.

    Wichtig: Beim späteren Öffnen des heißen Backofens auf austretende Hitze achten.

Backen und Servieren

  1. Coca de patata backen

    Die Coca de patata 18–22 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Oberfläche hell goldbraun ist. Sie soll weich bleiben und nicht dunkel werden.

    20 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist hell goldbraun, während die Stücke weich bleiben.

    • Die Oberfläche regelmäßig gegen Ende der Backzeit kontrollieren.
    • Nicht auf eine dunkle Kruste backen.

    Wichtig: Das Backblech und die Coca sind unmittelbar nach dem Backen sehr heiß.

  2. Abkühlen und bestäuben

    Die Stücke 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter setzen. Vor dem Servieren vollständig oder bis zur gewünschten Lauwärme abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind vollständig oder bis zur gewünschten Lauwärme abgekühlt.

    • Das kurze Abkühlen auf dem Blech stabilisiert die Stücke.
    • Den Puderzucker erst vor dem Servieren aufstreuen.

    Wichtig: Vor dem Umsetzen auf das Kuchengitter vorsichtig mit den heißen Stücken umgehen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln nach dem Kochen wiegen: Die angegebene Menge von 125 g bezieht sich auf gekochte und geschälte Kartoffeln. Erst nach dem Kochen, Ausdampfen und Schälen abwiegen.
  • Nicht mit zusätzlichem Mehl verhärten: Der Teig darf leicht weich und etwas klebrig bleiben. Bei Bedarf nur Hände und Schüssel mit der vorgesehenen Ölmenge fetten.
  • Volumen statt Uhrzeit beurteilen: Die Gehzeiten sind Richtwerte. Entscheidend ist, dass sich der Teig bei der ersten Gare ungefähr verdoppelt und die Teiglinge bei der zweiten Gare sichtbar aufgehen.
  • Hell goldbraun backen: Coca de patata soll weich bleiben. Die Stücke aus dem Ofen nehmen, sobald die Oberfläche hell goldbraun ist, damit sie nicht trocken oder dunkel werden.

Zutatenwissen

Schweineschmalz einkaufen

Schweineschmalz ist in gut sortierten Metzgereien, spanischen Lebensmittelgeschäften und teilweise im Kühlregal größerer Supermärkte erhältlich.

Funktion der Kartoffel

Die gekochte Kartoffel macht den Hefeteig weich und saftig und unterstützt die luftige, zarte Krume.

Mehlwahl

Type 550 oder ein backstarkes Weizenmehl eignet sich für den weichen Hefeteig.

Milch nur lauwarm verwenden

Die Milch wird zum Auflösen der Hefe nur lauwarm verwendet und darf nicht heiß sein.

Sinnvolle Alternativen

Weiche Butter

Das Gebäck schmeckt milder und etwas weniger typisch mallorquinisch.

Die gleiche Menge weiche Butter verwenden und wie das Schweineschmalz mit den noch warmen Kartoffeln gründlich zerdrücken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefe zeigt kaum Aktivität und der Teig geht schlecht auf.

Die Milch nur lauwarm verwenden und vor dem Einrühren der Hefe prüfen.

Wenn die Hefe noch nicht eingearbeitet ist, auf lauwarme Milch abkühlen lassen. Bei bereits verarbeitetem Teig kann eine sichere Rettung nicht garantiert werden.

Das Gebäck wird fest oder trocken.

Hände und Schüssel nur mit etwas von der vorgesehenen Ölmenge fetten und den Teig ausreichend kneten.

Bei bereits zu festem Teig lässt sich die ursprüngliche Weichheit nur begrenzt wiederherstellen.

Die Coca de patata bleibt kompakt.

Auf die Verdopplung des Teigvolumens und sichtbar aufgegangene Teiglinge achten.

Vor dem Backen kann die zweite Gehzeit vorsichtig verlängert werden, sofern die Teiglinge noch nicht übergangen sind.

Die Oberfläche wird dunkel und die Stücke wirken trocken.

Bei hell goldbrauner Oberfläche aus dem Ofen nehmen und die mittlere Schiene verwenden.

Zu trockenes Gebäck kann lauwarm serviert werden, die ursprüngliche Saftigkeit kehrt jedoch nicht vollständig zurück.

Varianten

Coca de patata mit Butter

Schweineschmalz durch dieselbe Menge weiche Butter ersetzen. Das Gebäck bleibt weich, schmeckt aber milder und weniger typisch mallorquinisch.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch bestäubt: Die Coca de patata vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
  • Lauwarm oder ausgekühlt: Die Stücke nach kurzer Abkühlzeit lauwarm oder vollständig ausgekühlt servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält zwei Eier.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Milch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Schweineschmalz ersetzen?

Ja. Dieselbe Menge weiche Butter kann verwendet werden. Das Gebäck schmeckt dann milder und etwas weniger typisch mallorquinisch.

Wann werden die Kartoffeln gewogen?

Die Kartoffeln werden erst nach dem Kochen, kurzen Ausdampfen und Schälen gewogen. Benötigt werden genau 125 g gekochte und geschälte Kartoffeln.

Was mache ich, wenn der Teig klebt?

Die Hände nur mit wenig von den vorgesehenen 5 ml Öl einfetten und den Teig weiterkneten. Nicht zusätzlich Mehl einarbeiten, damit das Gebäck weich bleibt.

Woran erkenne ich, dass der Teig ausreichend gegangen ist?

Bei der ersten Gehzeit sollte sich das Volumen ungefähr verdoppeln. Nach der zweiten Gehzeit sollten die geformten Teiglinge sichtbar aufgegangen sein.

Aus unserer Küche

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