Paella valenciana

Trockene Paella, Comunitat Valenciana

Trockene Paella valenciana mit Huhn, Kaninchen, grünen Bohnen, GarrofónGarrofón ist eine traditionelle valencianische Bohne, die besonders mit der Paella Valenciana verbunden ist. und spanischem RundkornreisRundkornreis hat kurze, gedrungene Körner und kann beim Garen stärker zusammenkleben..

Zum Rezept
Paella valenciana mit Huhn und Kaninchen
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 70 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Reisgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kräftige Anbraten von Huhn und Kaninchen entwickelt eine herzhafte Grundlage für den späteren Sud.
  • Grüne Bohnen, Garrofón, Tomate, Paprika und Safran geben dem Reis ein vielschichtiges, typisch würziges Aroma.
  • Der Reis gart nach dem Einlegen ohne weiteres Rühren und bleibt dadurch möglichst körnig und trocken.
  • Die fünfminütige Ruhezeit verteilt die restliche Feuchtigkeit und erleichtert das direkte Servieren aus der Paella.

Paella valenciana ist eine trockene Reiszubereitung aus der Küche der Comunitat Valenciana. Huhn, Kaninchen, flache grüne Bohnen und Garrofón garen zunächst in einem kräftigen Sud, bevor der Reis gleichmäßig eingelegt und nicht mehr gerührt wird. Diese Fassung bleibt bewusst bei Fleisch und Gemüse und enthält keine Meeresfrüchte.

Kräftig gebräuntes Fleisch, würziger und leicht rauchig wirkender Sud, saftige Bohnen und trockener, körniger Reis mit warmem Safranaroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Huhn und Kaninchen trocken tupfen und gleichmäßig in mundgerechte Stücke schneiden. Die grünen Bohnen in 3–4 cm lange Stücke teilen, das Garrofón auftauen und die Tomaten fein reiben. Den SafranSafran ist ein kostbares Gewürz aus den getrockneten Narben des Safrankrokus und färbt Speisen intensiv gelb mit einem charakteristischen, würzig-herben Aroma. mit 50 ml heißem Wasser aus der abgemessenen Gesamtmenge verrühren.

    • Das Safranwasser früh ansetzen, damit sich das Aroma im heißen Wasser verteilt.
  2. Fleisch kräftig anbraten

    Die Paella auf mittlere bis hohe Hitze stellen und das Olivenöl hineingeben. Huhn und Kaninchen mit etwa 8 g Salz würzen und 10–12 Minuten rundum kräftig anbraten, bis die Stücke gut gebräunt sind.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum kräftig gebräunt.

    • Die Stücke möglichst in einer Lage anbraten, damit sie bräunen statt zu dünsten.

    Wichtig: Rohes Geflügel und Kaninchen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln behandeln.

  3. Bohnen und Tomaten-Sofrito garen

    Die grünen Bohnen zugeben und 3–4 Minuten mitbraten. Die Hitze etwas reduzieren, das Paprikapulver einrühren und nach etwa 10 Sekunden die geriebenen Tomaten hinzufügen. Das Tomaten-Sofrito 7–8 Minuten einkochen lassen, bis es sämig ist.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Sofrito ist sämig und nicht mehr wässrig.

    • Das Paprikapulver nur kurz erhitzen und die Tomaten rasch hinzufügen, damit es nicht bitter wird.
  4. Sud aufbauen und einkochen

    Das heiße Wasser angießen, das Garrofón und die übrigen 12 g Salz hinzufügen und alles aufkochen lassen. Die Flüssigkeit 30–35 Minuten bei mittlerer Hitze offen köcheln lassen, damit das Fleisch gart und ein kräftiger Sud entsteht. Falls nötig, das Wasser aus der abgemessenen Gesamtmenge nach und nach ergänzen. Vor dem Einlegen des Reises sollten noch etwa 1,2 l gut gewürzter Sud in der Paella stehen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist gegart und es stehen noch etwa 1,2 l kräftiger Sud in der Paella.

    • Während dieser Phase kann der Sud bei Bedarf mit dem restlichen heißen Wasser aus der Gesamtmenge ausgeglichen werden.

    Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren, bevor der Reis eingelegt wird.

  5. Safran und Reis einlegen

    Das Safranwasser und den Rosmarinzweig einrühren. Den Sud probieren und bei Bedarf vorsichtig mit zusätzlichem Salz nach Geschmack abschmecken. Den Reis gleichmäßig über die Paella streuen; danach nicht mehr umrühren.

    Daran erkennst du es: Der Reis ist gleichmäßig über die Paella verteilt und bleibt danach ungerührt.

    • Den Reis möglichst gleichmäßig verteilen, damit er überall ähnlich viel Sud erhält.
  6. Reis garen

    Den Reis 5 Minuten bei kräftiger Hitze kochen. Anschließend die Hitze für weitere 5 Minuten auf mittlere Stufe reduzieren und danach 5–8 Minuten sehr sanft weitergaren, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist und der Reis trocken und körnig wirkt. Den Rosmarinzweig herausnehmen.

    18 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist aufgenommen und der Reis wirkt trocken und körnig.

    • Während dieser Phase nicht mehr rühren, damit die Reiskörner möglichst intakt bleiben.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Paella vom Herd nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Direkt aus der Paella servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gesetzt und der Reis bleibt trocken und körnig.

    • Die Ruhezeit hilft, die restliche Feuchtigkeit im Reis zu verteilen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Reis nach dem Einlegen nicht rühren: Das gleichmäßige Einlegen und anschließende Nicht-Rühren unterstützt eine trockene, körnige Paella.
  • Sudmenge vor dem Reis prüfen: Vor dem Einlegen des Reises sollten noch etwa 1,2 l gut gewürzter Sud in der Paella stehen.
  • Direkt aus der Paella servieren: Nach der fünfminütigen Ruhezeit wird die Paella direkt aus dem Gefäß serviert.

Zutatenwissen

Garrofón finden

Garrofón ist frisch oder tiefgekühlt in spanischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Geeignete Reissorten

Bomba, Senia oder Albufera nehmen den würzigen Sud gut auf. Ein anderer trockener spanischer Rundkornreis ist ebenfalls möglich, kann aber etwas weniger körnig ausfallen.

Safranwasser

Die Safranfäden werden mit einem Teil des bereits abgemessenen heißen Wassers verrührt und später zusammen mit dem Sud eingerührt.

Sinnvolle Alternativen

Limabohnen

Limabohnen sind meist weicher und etwas milder im Geschmack.

Garrofón im gleichen Mengenrahmen durch Limabohnen ersetzen und die Bohnen zusammen mit dem Sud mitgaren.

Trockener spanischer Rundkornreis anderer Sorte

Die Paella kann etwas weniger körnig ausfallen.

Eine andere trockene Rundkornreissorte im gleichen Mengenrahmen verwenden und die Flüssigkeitsaufnahme während der letzten Garphase beobachten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Reis wird nach dem Einlegen gerührt und wird dadurch leichter weich oder breiig.

Den Reis gleichmäßig einlegen und danach nicht mehr umrühren.

Wenn noch viel Flüssigkeit vorhanden ist, ohne Rühren sanft weitergaren, bis sie aufgenommen ist.

Das Paprikapulver schmeckt bitter.

Paprikapulver nur kurz einrühren und nach etwa 10 Sekunden die Tomaten zugeben.

Mit den Tomaten sofort ablöschen; bei deutlich verbranntem Geschmack lässt sich die Bitterkeit nur begrenzt ausgleichen.

Der Reis bleibt hart, obwohl die Oberfläche trocken wirkt.

Vor Schritt 5 auf etwa 1,2 l Sud achten und bei Bedarf Wasser aus der abgemessenen Gesamtmenge ergänzen.

Nur wenn der Reis noch deutlich hart ist, vorsichtig etwas heißes Wasser am Rand ergänzen und ohne Rühren weitergaren.

Das Fleisch bleibt blass und die Paella schmeckt weniger kräftig.

Die Stücke bei mittlerer bis hoher Hitze kräftig und möglichst in einer Lage anbraten.

Varianten

Paella mit Limabohnen

Eine zugängliche Variante mit Limabohnen anstelle von Garrofón.

Paella mit anderem spanischem Rundkornreis

Bomba, Senia oder Albufera können durch einen anderen trockenen spanischen Rundkornreis ersetzt werden.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus dem Gefäß servieren: Die Paella nach fünf Minuten Ruhezeit direkt aus der Paella servieren, damit die trockene Reisstruktur erhalten bleibt.
  • Zum Teilen auf den Tisch stellen: Die Paella in der flachen Pfanne auf den Tisch stellen und die Portionen direkt daraus verteilen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die trockene, körnige Reisstruktur kann durch das Einfrieren und Auftauen leiden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Garrofón?

Garrofón sind große, flache weiße Bohnen, die typisch für valencianische Paella sind. Sie sind frisch oder tiefgekühlt im spanischen Lebensmittelhandel und in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Wodurch kann ich Garrofón ersetzen?

Als Ersatz eignen sich Limabohnen. Sie sind meist weicher und etwas milder im Geschmack.

Welcher Reis eignet sich für Paella valenciana?

Bomba, Senia oder Albufera sind geeignete spanische Rundkornreissorten. Auch ein anderer trockener spanischer Rundkornreis funktioniert, kann aber etwas weniger körnig ausfallen.

Warum darf der Reis nicht mehr gerührt werden?

Nach dem Einlegen soll der Reis gleichmäßig im Sud garen und möglichst trocken und körnig bleiben. Deshalb wird er danach nicht mehr umgerührt.

Aus unserer Küche

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