Konsistenz der Creme
Die Creme sollte nach dem Erhitzen deutlich dick sein, damit sie beim Füllen nicht aus dem Gebäck läuft.
Frittierte Hefeteig-Bollería
Goldbraun frittierte, ovale Hefeteiggebäcke aus Valladolid mit klassischer Vanillecremefüllung und einer feinen Zuckerhülle.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Abisinios rellenos de crema gehören in Valladolid und Medina de Rioseco zur örtlichen süßen Bollería. Die weichen Hefeteigstücke werden frittiert, noch warm in Zucker gewendet und anschließend mit gekühlter Vanillecreme gefüllt. Sie passen sowohl zu einem üppigen Frühstück als auch zur Merienda.
Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und luftig, mit einer glatten, kühlen Vanillecremefüllung und einer feinen, süßen Zuckerhülle.
Schritt für Schritt
400 ml MilchFeines Stärkepulver zum Binden von Flüssigkeiten und für bestimmte Back- und Süßspeisen. mit dem Vanilleextrakt in einem Topf erhitzen, ohne sie sprudelnd aufzukochen. Die übrigen 100 ml Milch mit Eigelb, 100 g Zucker und Speisestärke glatt verrühren. Die warme Milch langsam unter ständigem Rühren einarbeiten, alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten rühren, bis eine dicke Creme entsteht. Die Creme in eine flache Schüssel füllen, direkt an der Oberfläche abdecken, zunächst etwa 15 Minuten abkühlen lassen und anschließend mindestens 45 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Creme ist deutlich eingedickt und bleibt beim Rühren als zusammenhängende Masse am Schneebesen haften.
Während die Creme kühlt, die Milch auf etwa 35 bis 37 °C erwärmen und die frische Hefe darin auflösen. Zucker, weiche Butter und Eier unterrühren. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben, die Milchmischung dazugießen und alles zu einem weichen Teig vermengen.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einem weichen, noch leicht klebrigen Teig verbunden.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Falls er stark klebt, nur wenig zusätzliches Mehl einarbeiten. Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und an einem zugfreien Ort 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch und hat sich ungefähr verdoppelt.
Den Teig kurz entgasen und in 12 gleich große Stücke von jeweils etwa 75 bis 80 g teilen. Jedes Stück zu einem kurzen Oval von etwa 8 bis 10 cm Länge und 1,5 cm Dicke formen. Die Teiglinge mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken sichtbar aufgegangen und behalten beim vorsichtigen Berühren ihre Form.
Das Sonnenblumenöl in einem großen Topf oder in der Fritteuse auf 165 bis 170 °C erhitzen. Die Teiglinge portionsweise hineingeben und je nach Größe etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Die Temperatur zwischen den Portionen prüfen, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird, bevor der Teig durchgegart ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun und der Teig ist auch im Inneren durchgegart.
Wichtig: Vorsicht beim Einlegen und Herausheben der Teiglinge: Das Öl ist sehr heiß und kann spritzen.
Die fertigen Abisinios mit einer Schaumkelle herausheben, kurz abtropfen lassen und noch warm im Zucker wenden. Anschließend auf einem Gitter mindestens 15 bis 20 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gebäck ist nur noch warm und lässt sich sicher anfassen, ohne die Creme später zu erwärmen.
Die kalte Creme glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit schmaler Tülle füllen. Jedes Gebäck seitlich oder an einem Ende vorsichtig einstechen und mit Creme füllen. Die Abisinios frisch gefüllt servieren.
Daran erkennst du es: Die Creme ist glatt und die Gebäcke sind gleichmäßig, aber nicht überfüllt.
Gut zu wissen
Die Creme sollte nach dem Erhitzen deutlich dick sein, damit sie beim Füllen nicht aus dem Gebäck läuft.
Verwendet wird Weizenmehl Type 550 oder ein backstarkes Weizenmehl; bei beiden Varianten soll der Teig weich und elastisch bleiben.
Die angegebene Ölmenge ist als etwaiger Gefäßbedarf zu verstehen. Die Teiglinge müssen im heißen Öl weitgehend eingetaucht sein.
Bei mittlerer Hitze weiter rühren, bis die Creme deutlich eingedickt ist, und sie anschließend mindestens 45 Minuten kühlen.
Die Creme erneut vorsichtig erhitzen und unter ständigem Rühren weiter eindicken; danach wieder vollständig kühlen.
Nur wenig Mehl ergänzen und beide Gehzeiten einhalten, bis der Teig sichtbar aufgegangen ist.
Bei noch ungebackenen Teiglingen die zweite Gehzeit verlängern, sofern sie noch nicht übergangen sind.
Die Öltemperatur zwischen den Portionen kontrollieren und die Teiglinge portionsweise ausbacken.
Die Temperatur senken und die restlichen Stücke länger bei kontrollierter Hitze ausbacken.
Die Creme erst in abgekühlte Gebäcke spritzen und nur so viel einfüllen, bis das Gebäck prall, aber stabil wirkt.
Überschüssige Creme vorsichtig abnehmen und die Gebäcke bis zum Servieren kühl stellen.
Häufig gefragt
Die Gebäcke werden nach dem Frittieren, Zuckern und mindestens 15 bis 20 Minuten Abkühlen mit der zuvor gekühlten Vanillecreme gefüllt.
Die Creme wird dadurch fest und lässt sich besser spritzen. Außerdem verhindert das Kühlen, dass die noch warme Füllung das frittierte Gebäck zusätzlich aufweicht.
Das Öl soll beim Ausbacken 165 bis 170 °C heiß sein. Die Temperatur zwischen den Portionen prüfen, damit die Gebäcke gleichmäßig garen.
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