Brotkrume als Bindung
Die Brotkrume nimmt Flüssigkeit auf und macht die Hackmasse formbar. Sehr trockene Krume kann die Masse fester machen; bei Bedarf kurz fein zerreiben.
Gebratene Fleischbällchen in Zwiebelsauce
Saftige spanische Hackbällchen aus Rind- und Schweinefleisch, gebunden mit Brot und Ei, in einer aromatischen Weißwein-Zwiebelsauce geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Albóndigas de la abuela gehören in dieser Fassung zur Küche von Castilla y León. Rind- und Schweinehack werden mit Brot, Ei, Zwiebel, Knoblauch und Petersilie gebunden, leicht bemehlt und angebraten. Danach schmoren die Bällchen in einer schlichten Weißwein-Zwiebelsauce mit Thymian – bodenständig, saftig und passend für ein warmes Familienessen.
Die Albóndigas sind außen leicht gebräunt und innen zart und saftig. Die Sauce schmeckt herzhaft, zwiebelbetont und mild weinartig, mit einer feinen Kräuternote und sämiger Konsistenz.
Schritt für Schritt
Die Hälfte der gehackten Zwiebel und den Knoblauch mit 30 ml Olivenöl in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten anschwitzen, bis beides weich ist und leicht Farbe bekommt. Kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Zwiebel und Knoblauch sind weich und leicht gebräunt.
Rinderhack, Schweinehack, BrotkrumeLockeres Inneres eines Brotes, das von der festen Kruste umgeben wird., Ei, Petersilie, Salz, Pfeffer und das abgekühlte Zwiebel-Knoblauch-Soffrito in die Rührschüssel geben. Alles gründlich vermengen, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und lässt sich formen.
Wichtig: Rohes Hackfleisch nach der Verarbeitung nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln oder sauberen Utensilien in Kontakt bringen.
Die Masse 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend mit angefeuchteten Händen etwa 24 gleich große Bällchen formen und rundum dünn im Mehl wenden.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind gleichmäßig geformt und dünn mit Mehl überzogen.
Wichtig: Hände und Arbeitsfläche nach dem Formen gründlich reinigen.
Das übrige Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen. Die Albóndigas portionsweise 6 bis 8 Minuten braten und dabei vorsichtig wenden, bis sie außen leicht gebräunt sind. Herausnehmen und kurz beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind rundum leicht gebräunt, aber noch nicht vollständig durchgegart.
Wichtig: Das zum Anbraten verwendete Öl nicht mit rohen oder verzehrfertigen Zutaten vermischen.
Bis auf etwa 2 EL Öl überschüssiges Öl aus der Pfanne abgießen. Die restliche Zwiebel darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig braten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, ohne dunkel zu werden.
Wichtig: Heißes Öl langsam und sicher abgießen; nicht in den Ausguss schütten.
Das Mehl über die Zwiebel streuen und 1 Minute unter Rühren anschwitzen. Den Weißwein zugießen, kurz aufkochen lassen und den Bratensatz lösen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist mit der Zwiebel verbunden und der Bratensatz hat sich gelöst.
Wasser und Thymian einrühren. Die gebräunten Albóndigas wieder in die Pfanne legen, die Sauce einmal aufkochen lassen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten sanft schmoren. Die Bällchen sollen durchgegart sein und die Sauce leicht gebunden haben.
Daran erkennst du es: Die Albóndigas sind vollständig durchgegart und die Sauce ist leicht gebunden.
Wichtig: Hackfleischbällchen vollständig durchgaren; im Zweifel ein Bällchen an der dicksten Stelle öffnen und prüfen.
Die Thymianzweige entfernen, die Sauce abschmecken und die Albóndigas heiß mit ihrer Weißwein-Zwiebelsauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce schmeckt ausgewogen und die Albóndigas werden heiß serviert.
Gut zu wissen
Die Brotkrume nimmt Flüssigkeit auf und macht die Hackmasse formbar. Sehr trockene Krume kann die Masse fester machen; bei Bedarf kurz fein zerreiben.
Von den 180 ml werden 30 ml für das Zwiebel-Knoblauch-Soffrito verwendet. Das übrige Öl dient zum portionsweisen Anbraten; überschüssiges Öl wird anschließend abgegossen.
Ein trockener Weißwein bringt Säure und Aroma in die Sauce. Der Bratensatz sollte beim Eingießen gelöst werden.
Die Sauce wird weniger weinbetont und etwas milder.
Den Weißwein durch 120 ml Brühe ersetzen. Für etwas mehr Säure kann nach dem Schmoren vorsichtig ein kleiner Spritzer Zitronensaft ergänzt werden.
Die Bällchen können etwas weicher oder kompakter werden, abhängig von der verwendeten glutenfreien Brotkrume.
Brotkrume und beide Mehlmengen durch geeignete glutenfreie Produkte ersetzen. Die Sauce bei Bedarf etwas länger einkochen lassen.
Die Masse wird etwas dichter und weniger elastisch.
Leinsamen mit Wasser verrühren, einige Minuten quellen lassen und anstelle des Eis unter die Hackmasse mischen.
Die Bällchen portionsweise braten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.
Die bereits gebratenen Bällchen beiseitestellen und die nächste Portion bei höherer Pfannenhitze bräunen.
Nur mischen, bis alle Zutaten verbunden sind, und die Masse anschließend ruhen lassen.
Bei noch ungegartem Teig vorsichtig einen kleinen Schuss Wasser einarbeiten.
Die angegebenen Flüssigkeitsmengen einhalten und die Pfanne während des Schmorens abgedeckt, aber nicht stark sprudelnd garen.
Die Albóndigas kurz herausnehmen und die Sauce offen einige Minuten einkochen lassen.
Etwa gleich große Bällchen formen und die vollständige Schmorzeit einhalten.
Die Bällchen in der Sauce bei kleiner Hitze weitergaren, bis sie vollständig durchgegart sind.
Eine kräuterbetontere Variante mit stärkerem frischem Aroma.
Die Sauce wird ohne Weißwein zubereitet und bleibt mild und herzhaft.
Die Albóndigas können bis zu 24 Stunden im Voraus geformt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Sauce am besten frisch ansetzen oder das fertige Gericht vollständig abkühlen lassen und gekühlt lagern.
Das vollständig abgekühlte Gericht innerhalb kurzer Zeit in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren gründlich erhitzen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Albóndigas und Sauce vollständig abkühlen lassen, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend in einem Topf oder einer Pfanne langsam und gründlich erhitzen.
Die Sauce kann nach dem Auftauen etwas an Bindung verlieren; beim Erwärmen mit wenig Wasser glatt rühren.
Häufig gefragt
Ja, die Mischung kann durch eine der beiden Fleischsorten ersetzt werden. Der Geschmack und die Saftigkeit verändern sich dabei leicht.
Ja, 120 ml Weißwein können durch Gemüse- oder Rinderbrühe ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch milder und alkoholfrei.
Nach dem Schmoren sollen die Bällchen vollständig durchgegart sein und die Sauce leicht gebunden haben. Bei Unsicherheit ein Bällchen an der dicksten Stelle öffnen.
Ja. Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise luftdicht verpacken, einfrieren und über Nacht im Kühlschrank auftauen.
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