Magro con tomate – Schweinefleisch in Tomatensauce

Spanienweit verbreitete Küche

Mageres Schweinefleisch schmort mit grüner Paprika, Zwiebel und Knoblauch in einer sämigen Tomatensauce. Das Gericht passt als warme Tapa ebenso wie als unkompliziertes Hauptgericht.

Zum Rezept
Magro con tomate – Schweinefleisch in Tomatensauce
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das portionsweise Anbraten sorgt für kräftige Röstaromen, ohne dass das Fleisch in der Pfanne kocht.
  • Passierte Tomaten, Rotwein und die sanft geschmorten Aromaten verbinden sich zu einer sämigen, konzentrierten Sauce.
  • Die vorgebratene grüne Paprika bleibt aromatisch und bringt eine milde, leicht süßliche Gemüsekomponente ein.

Magro con tomate ist ein bodenständiges spanisches Schweinefleischgericht. Gewürfeltes Schweinefleisch wird zunächst kräftig gebräunt und anschließend mit Paprika, Zwiebel, Knoblauch, passierten Tomaten und Rotwein sanft geschmort.

Zartes, herzhaft gewürztes Schweinefleisch in einer aromatischen, leicht süßlichen Tomatensauce mit weichen Paprikastreifen. Die Sauce ist sämig, der Rotwein sorgt für Tiefe und das Paprikapulver für warme Würze.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Würzen und vorbereiten

    Das Schweinefleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Paprikastreifen, Zwiebel und Knoblauch vorbereiten.

  2. Paprika anbraten

    15 ml Olivenöl in einer weiten Schmorpfanne erhitzen. Die Paprikastreifen darin bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten braten, bis sie leicht weich sind. Herausnehmen und beiseitestellen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprikastreifen sind leicht weich, aber noch formstabil.

    • Die Paprika nicht zu dunkel braten, da sie später noch mit dem Fleisch schmort.
  3. Fleisch portionsweise anbraten

    Das übrige Olivenöl in die Pfanne geben. Das Fleisch portionsweise bei kräftiger Hitze rund 8 Minuten anbraten, bis es von allen Seiten gebräunt ist. Nicht zu viel Fleisch auf einmal in die Pfanne geben, damit es brät und nicht kocht.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind rundum gebräunt.

    • Bei Bedarf das Fleisch in mehreren Chargen braten und bereits gebräunte Stücke kurz zurücklegen.
  4. Aromaten und Paprikapulver rösten

    Zwiebel und Knoblauch zum Fleisch geben und etwa 5 Minuten mitbraten, bis die Zwiebel weich wird. Das Paprikapulver einrühren und 30 Sekunden rösten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, und das Paprikapulver duftet aromatisch, ohne zu verbrennen.

    • Das Paprikapulver nur kurz rösten, damit es nicht bitter wird.
  5. Mit Rotwein ablöschen

    Mit dem Rotwein ablöschen und 2 bis 3 Minuten köcheln lassen, bis der Alkohol weitgehend verdampft ist. Dabei die Röststoffe vom Pfannenboden lösen.

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht reduziert und der scharfe Weingeruch deutlich schwächer.

  6. Zugedeckt schmoren

    Passierte TomatenGleichmäßiges Tomatenpüree ohne Schalen und Kerne für Saucen und Suppen., Wasser, Lorbeerblatt und Zucker einrühren. Die Sauce aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und das Fleisch zugedeckt etwa 25 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch umrühren.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce köchelt nur sanft, und das Fleisch beginnt zarter zu werden.

    • Der Deckel hält die Schmorflüssigkeit im Gericht; gelegentlich prüfen, ob die Sauce nicht zu stark einkocht.
  7. Offen fertig köcheln

    Die gebratenen Paprikastreifen wieder in die Pfanne geben. Alles weitere 10 bis 15 Minuten offen köcheln lassen, bis das Fleisch zart und die Sauce sämig ist.

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart, die Paprika weich und die Sauce haftet leicht am Kochlöffel.

    • Während des offenen Köchelns kann überschüssige Flüssigkeit verdampfen und die Sauce sich konzentrieren.
  8. Abschmecken und ruhen lassen

    Das Lorbeerblatt entfernen, die Sauce abschmecken und das Gericht vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen. Falls die Sauce zu dick wird, esslöffelweise Wasser ergänzen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig, aber noch leicht fließfähig, und das Gericht ist gleichmäßig heiß.

    • Das feste Salz ist bereits dosiert; beim Abschmecken nur vorsichtig nachwürzen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Fleisch wirklich portionsweise bräunen: Eine überfüllte Pfanne kühlt ab und lässt das Fleisch Flüssigkeit ziehen. Mehrere kleine Chargen ergeben bessere Röstaromen und eine kräftigere Sauce.
  • Konsistenz der Sauce beobachten: Die Sauce soll sämig und leicht haftend sein. Beim offenen Köcheln regelmäßig prüfen und bei Bedarf esslöffelweise Wasser ergänzen.
  • Lorbeerblatt vor dem Servieren entfernen: Das Lorbeerblatt gibt während des Schmorens Aroma ab und wird vor dem Servieren aus der Sauce genommen.

Zutatenwissen

Gleichmäßige Fleischwürfel

Würfel von etwa 3 cm garen gleichmäßiger und behalten beim Schmoren besser ihre Struktur.

Sämige Tomatensauce

Passierte Tomaten sorgen ohne zusätzliche Zerkleinerung für eine glatte, zusammenhängende Sauce.

Rotwein zum Ablöschen

Der Rotwein löst Röststoffe aus der Pfanne und bringt Tiefe in die Sauce. Das Gericht ist dadurch nicht automatisch alkoholfrei.

Sinnvolle Alternativen

Gemüsebrühe

Die Sauce wird alkoholfrei und etwas weniger weinbetont; ein kleiner Säureanteil kann die fehlende Tiefe ausgleichen.

Mit der Gemüsebrühe wie im Rezept ablöschen und 2 bis 3 Minuten köcheln lassen. Falls gewünscht, erst am Ende vorsichtig mit etwas Rotweinessig abrunden.

Gehackte Tomaten

Die Sauce kann etwas stückiger bleiben und benötigt möglicherweise geringfügig länger zum Eindicken.

Gehackte Tomaten vor der Zugabe fein pürieren oder während des Schmorens mit dem Kochlöffel zerdrücken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Fleisch wird grau und zieht Flüssigkeit, statt kräftig zu bräunen.

Das Fleisch portionsweise bei kräftiger Hitze anbraten und zwischen den Chargen ausreichend Platz lassen.

Die Flüssigkeit etwas verkochen lassen, das Fleisch herausnehmen und in kleineren Chargen nachbräunen, bevor es wieder in die Pfanne kommt.

Das Paprikapulver schmeckt bitter oder die Aromaten setzen am Pfannenboden an.

Das Pulver nur 30 Sekunden einrühren und anschließend zügig mit Rotwein ablöschen.

Falls nur der Pfannenboden leicht angesetzt ist, das Gargut ohne Kratzen in einen sauberen Topf umsetzen; stark verbrannte Aromen lassen sich nicht zuverlässig retten.

Die Sauce wird zu dick, bevor das Fleisch zart ist.

Die Sauce während des Kochens beobachten und die Hitze moderat halten.

Esslöffelweise Wasser einrühren und das Gericht bei niedriger Hitze weitergaren.

Das Fleisch ist nach der angegebenen Zeit noch nicht zart.

Gleichmäßige Würfel schneiden und das Fleisch sanft statt sprudelnd schmoren lassen.

Mit etwas Wasser weiter zugedeckt sanft schmoren, bis die gewünschte Zartheit erreicht ist.

Varianten

Alkoholfreie Variante

Der Rotwein wird durch Gemüsebrühe ersetzt, sodass das Gericht ohne Wein zubereitet wird.

Scharfe Variante

Eine kleine Menge Chiliflocken ergänzt die milde Paprika- und Tomatensauce um angenehme Schärfe.

Servieren und kombinieren

  • Als warme Tapa: In kleinen Schälchen als warme Tapa servieren. Dazu passt Brot, das die sämige Tomatensauce aufnehmen kann.
  • Als Hauptgericht: Als unkompliziertes Hauptgericht in größeren Portionen servieren; die Sauce kann mit Brot oder einer neutralen Beilage aufgenommen werden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gericht vollständig zubereiten, abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren langsam wieder erhitzen und bei Bedarf mit etwas Wasser auf die gewünschte Saucenkonsistenz bringen.

Aufbewahren

Reste zum Abkühlen in einen flachen Behälter geben, abdecken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren nur die benötigte Menge entnehmen.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und Reste nicht wiederholt abkühlen und aufwärmen.

Einfrieren

Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise in geeignete Gefrierbehälter füllen, möglichst wenig Luft einschließen und beschriften.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam erhitzen. Bei Bedarf etwas Wasser einrühren.

Die Sauce lässt sich gut einfrieren; die Paprika kann nach dem Auftauen etwas weicher sein.

Aufwärmen

  • Herd: In einem Topf oder einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Falls nötig, esslöffelweise Wasser ergänzen.
  • Mikrowelle: Abgedeckt in kurzen Intervallen erhitzen und dazwischen umrühren. Bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.

Allergene und Nährwerte

  • Schwefeldioxid und Sulfite: uncertain · Rotwein kann Sulfite enthalten; das konkrete Produktetikett prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Magro con tomate?

Magro con tomate ist ein spanisches Schweinefleischgericht, bei dem gewürfeltes Schweinefleisch mit Paprika, Zwiebel und Knoblauch in einer Tomatensauce geschmort wird.

Wird Magro con tomate als Tapa oder Hauptgericht serviert?

Beides ist möglich: Das Rezept ist ausdrücklich als warme Tapa in kleinen Schälchen und ebenso als unkompliziertes Hauptgericht geeignet.

Kann der Rotwein ersetzt werden?

Ja. Für eine alkoholfreie Variante den Rotwein durch Gemüsebrühe ersetzen und die Sauce bei Bedarf mit einem kleinen Spritzer Rotweinessig abrunden.

Woran erkenne ich, dass das Fleisch fertig ist?

Das Fleisch soll zart sein, während die Sauce sämig bleibt und leicht am Kochlöffel haftet. Falls die Würfel noch fest sind, das Gericht mit etwas Wasser länger sanft schmoren.

Aus unserer Küche

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