Pastís d’escórpora

Herzhafter Fischpudding aus Katalonien

Herzhafter katalanischer Fischpudding aus sanft gegarter EscórporaRegionale spanische Bezeichnung für den Schwarzen Drachenkopf, als Fischfilet verwendet., konzentriertem Tomaten-Sofregit, Sahne und Ei. Die Masse wird im Wasserbad gegart, gut gekühlt und mit warmer Anis-Fischsauce serviert.

Zum Rezept
Gebundener Fischgenuss aus Katalonien
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 100 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 4 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 6 Std. 30 Min.
Menge 4–6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fisch, Gemüse, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Wasserbad gart die Fisch-Ei-Masse besonders gleichmäßig und verhindert, dass sie trocken oder körnig wird.
  • Das eingekochte Tomaten-Sofregit bringt konzentrierte Süße, Säure und Umami in die ansonsten milde Puddingmasse.
  • Die warme Sauce aus reduzierter Fischgarflüssigkeit, Butter, Anís und Dill ergänzt den gekühlten Pastís mit Fett, Würze und aromatischer Frische.

Pastís d’escórpora ist eine feine, schnittfeste Fischpudding-Variante mit kräftigem Mittelmeerfisch, Tomaten-Sofregit und einer dezenten Anisnote. Durch das sanfte Garen im Wasserbad bleibt die Masse kompakt, saftig und zart. Serviert wird der gekühlte oder leicht temperierte Pastís mit warmer Fischsauce und Dill.

Glatt, kompakt und schnittfest, dabei saftig und zart. Die Escórpora schmeckt kräftig und maritim, das Tomaten-Sofregit rundet sie herzhaft ab. Butter, Dill und die kleine Menge Anís geben der warmen Sauce ein weiches, leicht süßlich-würziges Aroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Fisch garen

  1. Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit der Butter ausstreichen und gleichmäßig mit den Semmelbröseln ausstreuen. Überschüssige Brösel ausklopfen.

    10 Minuten 180 °C
    • Die Bröselschicht erleichtert später das Stürzen und gibt der Oberfläche Halt.
  2. Fisch sanft garen

    Wasser, die angedrückte Knoblauchzehe und Salz in einem Topf aufkochen. Die Escórpora-Filets einlegen, die Hitze reduzieren und den Fisch etwa 7 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen. 500 ml der Garflüssigkeit auffangen. Den Fisch herausnehmen, vollständig von Haut und Gräten befreien und grob zerteilen.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Fisch ist gegart und lässt sich leicht zerteilen; Haut und Gräten vollständig entfernen.

    • Die Flüssigkeit darf nicht sprudelnd kochen, damit der Fisch zart bleibt.
    • Die Garflüssigkeit für die Sauce vollständig auffangen.

    Wichtig: Den gegarten Fisch sorgfältig auf verbliebene Gräten prüfen.

Sofregit und Pastís-Masse

  1. Tomaten-Sofregit einkochen

    Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten. Den gehackten Knoblauch 1 Minute mitgaren. Die passierten Tomaten und das Salz hinzufügen und alles 15 bis 20 Minuten einkochen lassen, bis eine dicke, konzentrierte Sauce entsteht. 250 g davon abwiegen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und die Tomatensauce dick und konzentriert, nicht wässrig.

    • Das Sofregit während des Einkochens gelegentlich umrühren, damit es nicht am Pfannenboden ansetzt.
  2. Fischmasse pürieren

    Fisch, 250 g Sofregit, Sahne, Eier, Brandy, Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer glatten, dickflüssigen Masse pürieren. Sie soll gießfähig sein, aber nicht wässrig wirken.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt, dickflüssig und frei von sichtbaren größeren Fischstücken.

    • Nur so lange pürieren, bis die Masse glatt ist; unnötiges Einschlagen von Luft erschwert später ein gleichmäßiges Ergebnis.

Wasserbad garen und kühlen

  1. Wasserbad vorbereiten

    Die Fischmasse in die vorbereitete Form füllen und die Form leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, damit größere Luftblasen entweichen. Die Kastenform in ein tiefes Backblech stellen und so viel heißes Wasser angießen, dass die Form etwa bis zur halben Höhe im Wasser steht.

    5 Minuten
    • Das Wasser vorsichtig angießen, damit kein Wasser in die Fischmasse gelangt.

    Wichtig: Beim Hantieren mit heißem Wasser die Form sicher einsetzen und das Backblech nicht überfüllen.

  2. Im Wasserbad garen

    Den Pastís im Wasserbad 60 bis 75 Minuten garen. Die Mitte darf beim vorsichtigen Bewegen noch leicht zittern, soll aber nicht mehr flüssig sein. Für eine sichere Garprobe einen Holzspieß in die Mitte stechen: Er soll feucht, aber ohne flüssige Masse herauskommen.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Mitte zittert beim Bewegen noch leicht, ist aber nicht mehr flüssig; der Holzspieß kommt feucht ohne flüssige Masse heraus.

    • Ab 60 Minuten erstmals die Garprobe machen, da Form, Füllhöhe und Backofen die Dauer beeinflussen können.

    Wichtig: Den Pastís nicht servieren, solange die Mitte noch flüssig ist.

  3. Abkühlen und durchkühlen

    Die Form aus dem Wasserbad nehmen und den Pastís 20 Minuten abkühlen lassen. Danach abdecken und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchkühlen. Erst dann vorsichtig stürzen und in Scheiben schneiden. Die Konsistenz soll glatt, kompakt und schnittfest bleiben, dabei aber saftig und zart sein.

    4 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Pastís ist vollständig durchgekühlt und lässt sich sauber in Scheiben schneiden.

    • Für besonders saubere Scheiben ein glattes Messer verwenden und zwischen den Schnitten abwischen.

    Wichtig: Den Pastís nach dem kurzen Abkühlen abdecken und durchgehend im Kühlschrank lagern.

Sauce zubereiten und servieren

  1. Anis-Fischsauce vollenden

    Die aufgefangene Fischgarflüssigkeit in einem kleinen Topf auf etwa 100 ml einkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die Butter stückchenweise einrühren und anschließend die Anisspirituose und den Dill unterheben. Die Sauce warm, nicht kochend, über die gekühlten oder leicht temperierten Scheiben geben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist deutlich reduziert und die Sauce warm, glatt und nicht kochend.

    • Die Anisspirituose erst nach dem Reduzieren und vom Herd genommen einrühren, damit die Anisnote klar bleibt.
    • Die Sauce nicht mehr sprudelnd kochen, nachdem die Butter eingerührt wurde.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Wasserbad für eine zarte Bindung: Das Wasserbad hält die Hitze rund um die Form gleichmäßiger als trockene Ofenhitze. Dadurch bindet die Ei-Fisch-Masse sanft und bleibt innen zart.
  • Erst gut kühlen, dann stürzen: Die Kühlzeit ist für die Schnittfestigkeit entscheidend. Wird der Pastís zu früh gestürzt oder geschnitten, kann die Masse brechen oder weich wirken.
  • Zeit sparen ohne den Ablauf zu überladen: Das Sofregit kann während des Fischgarens oder unmittelbar danach zubereitet werden. Die Sauce wird erst nach dem vollständigen Kühlen des Pastís fertiggestellt.

Zutatenwissen

Escórpora bestellen

Escórpora ist laut Rezept am zuverlässigsten beim Fischhändler auf Vorbestellung erhältlich. Die Filets sollten küchenfertig sein.

Anís sparsam dosieren

Anís ist eine spanische Anisspirituose. Die kleine Menge soll die Fischsauce abrunden und nicht den Fischgeschmack überdecken.

Sofregit abwiegen

Für die Pastís-Masse werden genau 250 g des fertig eingekochten Sofregits verwendet. Der Rest kann nicht automatisch in die Masse eingerechnet werden.

Sinnvolle Alternativen

Küchenfertige Rotbarsch- oder Drachenkopf-Filets

Der Geschmack bleibt kräftig; die Textur kann etwas weicher ausfallen.

Escórpora im gleichen Gewicht durch küchenfertige Rotbarsch- oder Drachenkopf-Filets ersetzen und nach demselben Verfahren garen. Haut und Gräten sorgfältig entfernen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fischmasse wird zu dünn und der Pastís bindet schlecht.

Das Sofregit so lange reduzieren, bis es dick und konzentriert ist, und anschließend 250 g abwiegen.

Falls die Masse noch nicht im Ofen ist, das Sofregit weiter einkochen und die Masse erneut kurz pürieren.

Die Oberfläche wird ungleichmäßig oder die Masse wirkt körnig.

Die angegebene Ofentemperatur einhalten und die Garprobe ab 60 Minuten prüfen.

Den Pastís vollständig kühlen; eine bereits übergarte, körnige Struktur lässt sich nicht vollständig zurückbilden.

Der Pastís zerfällt beim Stürzen oder Schneiden.

Den Pastís mindestens 4 Stunden abgedeckt kühlen, bevor er gestürzt wird.

Die Masse erneut kühlen und anschließend mit einem glatten, sauberen Messer in vorsichtigen Scheiben schneiden.

Die Sauce schmeckt stark nach Anis und überdeckt den Fisch.

Die angegebene kleine Menge verwenden und die Sauce nach dem Einrühren nicht mehr kochen.

Mit etwas zusätzlicher aufgefangener Fischgarflüssigkeit oder Wasser vorsichtig verdünnen und abschmecken.

Servieren und kombinieren

  • Gekühlt servieren: Den vollständig durchgekühlten Pastís in saubere Scheiben schneiden und mit der warmen, nicht kochenden Anis-Fischsauce überziehen.
  • Leicht temperiert servieren: Die gekühlten Scheiben vor dem Servieren kurz temperieren lassen und die warme Sauce erst unmittelbar vor dem Anrichten darübergeben. So bleibt die Masse schnittfest und wirkt aromatisch offener.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Durch die gebundene Ei-Sahne-Masse und die schnittfeste Struktur ist nach dem Einfrieren ein Qualitätsverlust bei Textur und Saftigkeit zu erwarten.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Escórpora ist eine Fischzutat; die Fischgarflüssigkeit stammt ebenfalls aus der Fischzubereitung.
  • Milch: enthält · Sahne und Butter sind im Rezept enthalten.
  • Eier: enthält · Die Pastís-Masse enthält Eier.
  • Gluten und Weizen: enthält

Lebensmittelsicherheit

  • Gargrad der Fisch-Ei-Masse: Den Pastís erst aus dem Ofen nehmen, wenn die Mitte beim Bewegen nur noch leicht zittert und der Holzspieß feucht, aber ohne flüssige Masse herauskommt.
  • Grätenkontrolle: Den gegarten Fisch vollständig von Haut und Gräten befreien und die zerteilten Stücke vor dem Pürieren nochmals sorgfältig prüfen.
  • Kühlen der gebundenen Fischmasse: Die Form nach dem kurzen Abkühlen abdecken und den Pastís mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchkühlen, bevor er gestürzt und geschnitten wird.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wird Pastís d’escórpora kalt oder warm serviert?

Der Pastís selbst wird nach mindestens 4 Stunden Kühlzeit gekühlt oder leicht temperiert in Scheiben serviert. Die Anis-Fischsauce wird separat warm, aber nicht kochend darübergegeben.

Kann Escórpora ersetzt werden?

Ja. Das Rezept nennt küchenfertige Rotbarsch- oder Drachenkopf-Filets als Ersatz. Der Geschmack bleibt kräftig, die Textur kann etwas weicher ausfallen.

Warum wird der Fischpudding im Wasserbad gegart?

Das Wasserbad sorgt für eine gleichmäßige, sanfte Hitze und unterstützt eine glatte, kompakte, aber zarte Bindung der Fisch-Ei-Masse.

Welche Anisspirituose wird verwendet?

Verwendet wird Anís, eine spanische Anisspirituose. Die kleine Menge wird erst nach dem Reduzieren der Fischgarflüssigkeit in die Sauce eingerührt.

Aus unserer Küche

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