Liebre auf Vorbestellung
Liebre erhältst du meist auf Vorbestellung bei Wildbrethändlern, gut sortierten Metzgereien oder in spezialisierten Tiefkühlabteilungen.
Reisgericht aus Castilla y León
Saftiger kastilischer Reis mit zart geschmorter Liebre, kräftigem Sud, Sofrito aus Zwiebel, Paprika und Tomate sowie mildem Pimentón.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Arroz con liebre ist ein eigenständiges Reisgericht aus Castilla y León. Die Liebre wird zunächst langsam in einem aromatischen Sud gegart. Anschließend wird der abgesiebte Sud mit einem herzhaften Sofrito und Rundkornreis verbunden, sodass ein saftiger, aromatischer Reis entsteht, der nicht suppig bleibt.
Der Reis glänzt saftig und bleibt körnig mit leichtem Biss. Dazu kommen zarte, kräftig-aromatische Liebrestücke, süßlich geschmorte Paprika und Zwiebel, fruchtige Tomate sowie eine milde, warme Paprikanote.
Schritt für Schritt
Die Liebrestücke kalt abspülen, sorgfältig trocken tupfen und sichtbare Häute entfernen. Zusammen mit Wasser, Zwiebel, Möhre, Lauch, Lorbeerblatt, Pfefferkörnern und Salz in den großen Topf geben. Alles langsam zum Kochen bringen und anschließend bei kleiner Hitze sanft garen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Wichtig: Wildfleisch vollständig durchgaren und bis zur weiteren Verarbeitung nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Die Liebre aus dem Sud nehmen und etwas abkühlen lassen. Den Sud durch ein feines Sieb gießen und 900 ml davon abmessen. Das Fleisch von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke zupfen und beiseitestellen. Den übrigen Sud kannst du für eine weitere Suppe oder einen späteren Reis verwenden.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind handwarm genug, um sie sicher auszulösen, und lassen sich leicht vom Knochen lösen.
Das Olivenöl in dem schweren, breiten Topf erhitzen. Zwiebel und Paprika bei mittlerer Hitze weich dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitgaren. Während das Sofrito gart, können Sud und ausgelöstes Fleisch bereitstehen.
Daran erkennst du es: Zwiebel und Paprika sind weich, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Die passierten Tomaten einrühren und einkochen lassen, bis das Sofrito sämig ist. Das Pimentón kurz unterrühren, anschließend sofort den Weißwein dazugießen. Offen köcheln lassen, damit der Alkohol weitgehend verdampft.
Daran erkennst du es: Das Sofrito ist sämig und der Wein nicht mehr deutlich alkoholisch im Geruch.
Den heißen Sud angießen und kräftig aufkochen lassen. Den Reis und das Salz gleichmäßig einstreuen, einmal umrühren und bei mittlerer bis kräftiger Hitze kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner beginnen weich zu werden, sind im Kern aber noch deutlich fest.
Die Liebrestücke vorsichtig unterheben. Die Hitze auf niedrig bis mittel reduzieren und den Reis weitergaren, bis die Körner weich, aber noch leicht bissfest sind. Nur bei Bedarf 50 bis 100 ml zusätzlichen heißen Sud nachgießen. Der fertige Reis soll saftig glänzen, aber keine freie Flüssigkeit im Topf stehen haben.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich mit leichtem Biss, die Flüssigkeit ist gebunden und der Reis glänzt saftig ohne freie Flüssigkeit.
Den Topf vom Herd nehmen, mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschmecken und den Reis ruhen lassen. Danach direkt aus dem Schmortopf servieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit hat sich gesetzt und der Reis wirkt saftig, aber nicht suppig.
Gut zu wissen
Liebre erhältst du meist auf Vorbestellung bei Wildbrethändlern, gut sortierten Metzgereien oder in spezialisierten Tiefkühlabteilungen.
Die Liebre prägt den kräftigen Wildcharakter des Gerichts. Als Ersatz ist küchenfertiges Kaninchen möglich, das Fleisch schmeckt jedoch milder und zarter.
Das milde Pimentón wird nur kurz in das Sofrito eingerührt und anschließend mit Weißwein abgelöscht.
Das Fleisch wird milder und zarter; der kräftige Wildcharakter des Gerichts nimmt ab.
Kaninchen in Stücke teilen und anstelle der Liebre im Sud garen. Den Sud anschließend abseihen und wie beschrieben für den Reis verwenden.
Den Sud nach dem Aufkochen nur bei kleiner Hitze sanft weitergaren lassen.
Das Fleisch vollständig auslösen und im Reis mit etwas heißem Sud bei niedriger Hitze weiterziehen lassen.
Das Pimentón nur kurz unterrühren und sofort mit Weißwein ablöschen.
Wenn nur eine leichte Bitternote vorhanden ist, mit dem Wein ablöschen und das Sofrito zügig mit Tomate und Sud verbinden.
Zusätzlichen Sud nur in kleinen Mengen und ausschließlich bei Bedarf zugeben.
Den Reis ohne Deckel bei niedriger bis mittlerer Hitze weitergaren, bis keine freie Flüssigkeit mehr im Topf steht.
Die Hitze nach dem Angaren reduzieren und den Reis regelmäßig anhand der Konsistenz prüfen.
50 bis 100 ml heißen Sud nachgießen und den Reis bei niedriger bis mittlerer Hitze fertig garen.
Kaninchen ersetzt die Liebre und ergibt eine mildere, zartere Version des Reisgerichts.
Häufig gefragt
Ja. Küchenfertiges Kaninchen kann in ähnlicher Menge verwendet werden. Das Fleisch ist milder und zarter, daher verliert das Gericht einen Teil seines kräftigen Wildcharakters.
Der übrige Sud kann für eine weitere Suppe oder einen späteren Reis verwendet werden.
Den Reis mit den angegebenen 900 ml heißem Sud garen und zusätzlichen Sud nur bei Bedarf in kleinen Mengen nachgießen. Am Ende soll keine freie Flüssigkeit im Topf stehen.
Mildes Pimentón dulce prägt die vorgesehene Paprikanote. Ein anderes mildes Paprikapulver ist möglich, verändert jedoch den charakteristischen Geschmack.
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