Backstarkes Weizenmehl
Backstarkes Weizenmehl unterstützt einen elastischen Hefeteig, der die beiden Gehzeiten gut hält.
Madrilenisches Hefemilchgebäck
Weiches spanisches Hefemilchgebäck aus Madrid mit lockerer Krume, goldbrauner Oberfläche und einer leicht knusprigen Zuckerkruste. Das Rezept ergibt 12 Stück für Frühstück oder Merienda.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bollo suizo, auch Bollo de leche genannt, wird mit einem Vorteig und zwei Gehzeiten besonders locker. Nach dem Formen werden die Teiglinge mit Ei bestrichen, eingeschnitten und mit feuchtem Zucker belegt, bevor sie kurz und heiß gebacken werden.
Außen goldbraun und leicht glänzend, mit einer zart knusprigen Zuckerkruste. Innen weich, locker und milchig-aromatisch, mit feiner Butter- und Hefenote.
Schritt für Schritt
100 g Weizenmehl, die lauwarme Vollmilch und die Trockenhefe in der großen Rührschüssel glatt verrühren. Die Schüssel locker abdecken und den Vorteig bei Raumtemperatur stehen lassen, bis er sichtbar Blasen bildet und leicht aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar blasig und leicht aufgegangen.
Das restliche Weizenmehl mit Vollmilch, Zucker, Eiern, Salz und dem Vorteig in die große Rührschüssel geben. Mit Knethaken oder von Hand 8 bis 10 Minuten kneten, bis ein zusammenhängender, noch leicht klebriger Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zusammenhängend und noch leicht klebrig.
Die weiche Butter portionsweise in den Teig einarbeiten. Weitere 8 bis 12 Minuten kneten, bis der Teig glatt, elastisch und deutlich weniger klebrig ist. Zu einer Kugel formen, in der Schüssel ablegen und abdecken.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und deutlich weniger klebrig.
Den abgedeckten Teig bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat. Bei kühler Raumtemperatur kann die Gehzeit länger ausfallen.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen ungefähr verdoppelt.
Den Teig auf die Arbeitsfläche geben, vorsichtig entgasen und in 12 möglichst gleich große Stücke von jeweils etwa 90 g teilen. Jedes Stück rundwirken und anschließend leicht länglich formen. Die Teiglinge mit Abstand auf das mit Backpapier belegte Backblech setzen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind gleichmäßig geformt und haben ausreichend Abstand.
Das Blech locker mit einem Tuch abdecken und die Teiglinge gehen lassen, bis sie sichtbar aufgegangen sind und auf leichten Fingerdruck langsam zurückfedern.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und federn langsam zurück.
Den Backofen mit Ober- und Unterhitze auf 250 °C vorheizen. Während der Ofen aufheizt, das Ei verquirlen und Zucker mit Wasser vermischen, sodass feuchte Zuckerkörner entstehen.
Wichtig: Beim Arbeiten mit dem heißen Backofen vorsichtig sein.
Jeden Teigling mit dem verquirlten Ei bestreichen. Mit dem scharfen Messer längs oder kreuzförmig einschneiden und den feuchten Zucker in die Schnittstelle streuen.
Daran erkennst du es: Alle Teiglinge sind bestrichen, eingeschnitten und mit Zucker belegt.
Wichtig: Das Messer vom Körper weg führen und die Teiglinge auf einer stabilen Unterlage einschneiden.
Das Blech in die mittlere Schiene schieben und die Temperatur sofort auf 200 °C reduzieren. Die Bollos ohne Umluft backen, bis sie goldbraun sind und die Zuckerkruste leicht glänzt.
Daran erkennst du es: Die Bollos sind goldbraun und die Zuckerkruste glänzt leicht.
Wichtig: Blech und Ofentür sind sehr heiß; hitzefeste Handschuhe verwenden.
Die fertigen Bollos auf das Kuchengitter legen und mindestens 20 Minuten abkühlen lassen, bevor du sie anschneidest oder servierst.
Daran erkennst du es: Die Bollos sind handwarm oder vollständig abgekühlt.
Wichtig: Die Bollos direkt nach dem Backen vorsichtig umsetzen, da Zucker und Gebäck sehr heiß sind.
Gut zu wissen
Backstarkes Weizenmehl unterstützt einen elastischen Hefeteig, der die beiden Gehzeiten gut hält.
Die Butter sollte weich genug zum Einarbeiten sein, aber nicht geschmolzen. Flüssige Butter kann die Teigstruktur und die Verarbeitung verändern.
Das Wasser wird nur mit dem Zucker vermischt, bis feuchte Körner entstehen. Der Zucker soll nicht zu einem Sirup werden.
Der Geschmack wird etwas weniger milchig; die Teigkonsistenz kann je nach Produkt leicht abweichen.
Vollmilch durch einen ungesüßten, möglichst neutralen Pflanzendrink ersetzen. Den Vorteig weiterhin nur lauwarm ansetzen.
Das Gebäck kann etwas weniger buttrig schmecken; die Krume bleibt bei geeigneter Backmargarine weich.
Weiche Backmargarine im gleichen Gewicht verwenden. Eine stark wasserhaltige oder streichfähige Margarine kann den Teig weicher machen.
Die Gehzeiten bleiben ähnlich, können aber je nach Hefestärke leicht variieren.
Frische Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und anschließend mit dem Mehl für den Vorteig verrühren.
Den anfangs leicht klebrigen Teig erst durch ausreichendes Kneten strukturieren und die Butter wie angegeben einarbeiten.
Wenn der Teig noch nicht geformt ist, esslöffelweise Milch einarbeiten und kurz weiterkneten.
Auf sichtbares Aufgehen und die Fingerdruckprobe achten, nicht nur auf die Mindestzeit.
Bei noch ungebackenen Teiglingen die zweite Gehzeit verlängern, bis sie deutlich aufgegangen sind.
Nach dem Einschieben sofort auf 200 °C reduzieren und die Bollos gegen Ende beobachten.
Bei bereits gebackenen Bollos lässt sich die Kruste nicht vollständig korrigieren; beim nächsten Durchgang die Backzeit verkürzen.
Nur feuchte Zuckerkörner herstellen und den Belag in den Einschnitt streuen.
Fein abgeriebene Orangenschale gibt dem süßen Hefemilchgebäck ein frisches Zitrusaroma.
Der Zuckerbelag wird mit etwas Zimt aromatisiert und erhält eine würzige Note.
Aus dem gleichen Teig lassen sich kleinere Stücke für ein Buffet oder eine Kinderportion formen.
Den Teig bis zum Ende der ersten Gehzeit vorbereiten, abgedeckt kühl stellen und vor dem Formen etwas Raumtemperatur annehmen lassen. Alternativ die geformten Teiglinge kurz vor der zweiten Gehzeit vorbereiten und abgedeckt kühl lagern; vor dem Backen vollständig sichtbar aufgehen lassen.
Vollständig abgekühlte Bollos bei Raumtemperatur luftdicht aufbewahren. Für längere Aufbewahrung im Kühlschrank lagern, vor dem Servieren jedoch wieder auf Raumtemperatur bringen oder kurz erwärmen.
Nicht warm und luftdicht verpacken, da sich Kondenswasser bilden kann.
Die vollständig abgekühlten Bollos einzeln oder mit Backpapier getrennt luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank oder mehrere Stunden bei Raumtemperatur auftauen lassen. Anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Zuckerkruste kann nach dem Auftauen etwas weniger knusprig sein.
Häufig gefragt
Er sollte sichtbar Blasen bilden und leicht aufgegangen sein. Eine vollständige Verdopplung ist nicht erforderlich.
Den Teig zunächst weiterkneten, besonders nachdem die Butter eingearbeitet wurde. Zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden, damit die Bollos locker bleiben.
Die hohe Anfangstemperatur unterstützt den Ofentrieb. Nach dem Einschieben wird die Temperatur reduziert, damit die Bollos gleichmäßig backen und die Zuckerkruste nicht zu dunkel wird.
Ja. Vollständig abgekühlte Bollos luftdicht verpacken, bis zu etwa zwei Monate einfrieren und anschließend langsam auftauen.
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