Anís dulce
Anís dulce ist ein süßer spanischer Anislikör. Er ist meist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder spanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Warme Süßspeise · Región de Murcia
Gefüllte Torrijas aus Bullas in der Región de Murcia: kleine Biskuitstücke mit Yema-Füllung werden in Anis-Sirup getränkt, zweimal frittiert und in Zucker gewälzt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Torrijas de Bullas sind eine eigenständige murcianische Süßspeise, die nicht auf einer Brotbasis, sondern auf kleinen Biskuitstücken aufgebaut wird. Zwischen den Biskuitstücken liegt eine cremige Yema-Füllung; Anis-Sirup, zweimaliges Ausbacken und eine abschließende Zuckerhülle prägen den charakteristischen Geschmack und die Textur.
Außen goldgelb und leicht knusprig, innen weich und saftig mit einer cremig-dichten Yema-Mitte. Der Geschmack verbindet süßen Biskuit, karamellig wirkenden Zucker, feine Zitronenschale und das deutlich aromatische, warme Anisprofil.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eier und Zucker 5 bis 7 Minuten hell und luftig aufschlagen. Mehl und ZitronenschaleDie aromatische Schale der Zitrone, die Speisen und Getränke frisch würzt. vorsichtig unterheben.
Daran erkennst du es: Die Masse ist hell, deutlich voluminös und fällt beim Unterheben nur wenig zusammen.
Den Teig in den Spritzbeutel füllen und 20 kleine, etwa 4 bis 5 cm große Biskuitportionen auf das vorbereitete Blech setzen. 10 bis 12 Minuten backen, bis die Oberfläche hellgolden ist. Anschließend vollständig abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist hellgolden und die Biskuitstücke sind formstabil.
Zucker und Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und 4 bis 5 Minuten zu einem klaren Sirup einkochen. Die Eigelbe in einer Schüssel verrühren und den heißen Sirup langsam unter ständigem Rühren einlaufen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sirup ist klar und leicht eingedickt.
Wichtig: Heißen Zuckersirup vorsichtig handhaben; Spritzer können schwere Verbrennungen verursachen.
Die Mischung zurück in den Topf geben und bei sehr niedriger Hitze unter ständigem Rühren eindicken lassen, ohne sie kochen zu lassen. Sobald die Masse dick und streichfähig ist, in eine Schüssel füllen und etwa 15 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Yema ist dick, glatt und streichfähig, aber nicht trocken oder krümelig.
Jeweils zwei Biskuitstücke mit etwa 1 gehäuften Teelöffel Yema zusammensetzen. Die Ränder vorsichtig andrücken, damit zehn gefüllte Biskuitpaare entstehen.
Daran erkennst du es: Die Yema liegt mittig und die beiden Biskuitstücke haften an den Rändern zusammen.
Wasser und Zucker 5 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, Anís dulceDer süße Anislikör bringt zusätzliche Anisnote und Flüssigkeit in den Teig. einrühren und den Sirup lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Zucker ist gelöst und der Sirup ist lauwarm, nicht mehr heiß.
Jedes Biskuitpaar kurz von beiden Seiten in den lauwarmen Anis-Sirup tauchen und auf dem Gitter 2 Minuten abtropfen lassen. Nicht zu lange tränken, damit die Biskuitstücke ihre Form behalten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist benetzt, aber die Biskuitpaare bleiben stabil und brechen nicht auseinander.
Die Eier verquirlen. Das Olivenöl in einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne auf 165 bis 170 °C erhitzen. Die getränkten Biskuitpaare portionsweise etwa 30 bis 45 Sekunden je Seite ausbacken und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht goldgelb und die Paare sind außen stabil.
Wichtig: Beim Frittieren vorsichtig arbeiten und Wasser vom heißen Öl fernhalten.
Die kurz abgekühlten Torrijas durch das verquirlte Ei ziehen und ein zweites Mal bei etwa 175 °C jeweils 20 bis 30 Sekunden je Seite frittieren, bis sie goldgelb sind. Wieder abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Torrijas sind rundum goldgelb und die äußere Hülle ist leicht knusprig.
Wichtig: Heiße Torrijas und heißes Öl vorsichtig handhaben.
Die Torrijas noch warm rundum im Zucker wälzen. Vor dem Servieren etwa 10 Minuten ruhen lassen, damit die Füllung wieder etwas fester wird.
Daran erkennst du es: Die Zuckerhülle haftet rundum und die Füllung ist nach der Ruhezeit wieder etwas fester.
Gut zu wissen
Anís dulce ist ein süßer spanischer Anislikör. Er ist meist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder spanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Nur die äußere gelbe Schale der unbehandelten Zitrone verwenden. Die weiße Schicht darunter kann bitter schmecken.
Der Sirup schmeckt weniger süß und etwas kräftiger nach Anis.
Den trockenen Anislikör in derselben Menge verwenden und wie den Anís dulce nach dem Aufkochen in den lauwarm abgekühlten Sirup einrühren.
Den Sirup langsam unter ständigem Rühren einarbeiten und die Yema nur bei sehr niedriger Hitze eindicken lassen.
Die Masse sofort vom Herd nehmen und kräftig glatt rühren. Grobe Stückchen können notfalls durch ein feines Sieb gestrichen werden.
Nur kurz von beiden Seiten eintauchen und die Ränder nach dem Füllen vorsichtig verschließen.
Sehr instabile Paare vor dem Frittieren kurz auf dem Gitter abtropfen lassen und besonders vorsichtig wenden.
Das Öl auf Temperatur bringen und portionsweise frittieren.
Die Torrijas länger auf Küchenpapier abtropfen lassen und die nächsten Chargen in kleinerer Menge ausbacken.
Die Temperatur kontrollieren und die kurzen Zeiten pro Seite einhalten.
Die restlichen Torrijas bei etwas niedrigerer Temperatur und kürzerer Zeit ausbacken.
Häufig gefragt
Anís dulce ist meist in gut sortierten Spirituosenabteilungen oder spanischen Lebensmittelgeschäften erhältlich.
Ja. Trockener Anislikör kann in gleicher Menge verwendet werden; der Sirup schmeckt dann weniger süß und etwas kräftiger.
Beides ist möglich. Warm sind Hülle und Yema besonders weich und aromatisch; nach etwa 10 Minuten Ruhe ist die Füllung fester und die Torrijas lassen sich leichter servieren.
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