Leche frita

Ausgebackene Milchcreme

Asturische Leche frita aus fester Milchcreme mit Maisstärke, Zucker und Anís: gekühlt, in 12 Stücke geschnitten, paniert und goldbraun frittiert.

Zum Rezept
Leche frita aus Asturien
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 2 Std. 40 Min.
Menge 12 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Mais, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Maisstärke bindet die Milchcreme so stark, dass sie sich nach dem Kühlen sauber schneiden lässt.
  • Das Kühlen stabilisiert die Stücke und erleichtert das Panieren.
  • Die heiße Öltemperatur sorgt für eine schnell gebräunte, knusprige Hülle, ohne den cremigen Kern unnötig lange zu erhitzen.
  • Anís verleiht der süßen Milchcreme eine charakteristische spanische Anisnote.

Leche frita ist eine asturische Süßspeise mit einem besonderen Kontrast: Eine aromatisierte Milchcreme wird zunächst fest gekühlt, anschließend paniert und portionsweise goldbraun ausgebacken. So entsteht außen eine knusprige Hülle, während der Kern weich und cremig bleibt. Das Rezept ergibt 12 Stücke für 4 Personen.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich, glatt und cremig. Milch und Zucker wirken rund und süß, während Anís ein deutliches, warmes Lakritzaroma ergänzt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Stärke-Milch-Mischung anrühren

    250 ml Milch abnehmen und mit Maisstärke und Eigelb in einer Schüssel glatt verrühren. Die Mischung muss vollständig klümpchenfrei sein.

    Daran erkennst du es: Die Mischung ist glatt und ohne sichtbare Stärkeklümpchen.

    • Die Stärke zuerst gründlich in der kalten Milch verteilen, bevor die Mischung erhitzt wird.
  2. Milch erhitzen

    Die übrige Milch mit Zucker und Anís in einen Topf geben und unter Rühren auf etwa 90 bis 95 °C erhitzen. Die Milch soll deutlich heiß sein, aber noch nicht sprudelnd kochen.

    Daran erkennst du es: Die Milch ist sehr heiß und dampft, ohne sprudelnd zu kochen.

    • Ständig oder sehr regelmäßig rühren, damit Zucker und Milch nicht am Topfboden ansetzen.

    Wichtig: Heiße Milch vorsichtig handhaben und Spritzer vermeiden.

  3. Creme eindicken

    Die Stärke-Milch-Mischung unter ständigem Rühren in den Topf gießen. Bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten weiterrühren, bis eine sehr dicke, glatte Creme entsteht.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Creme ist sehr dick, glatt und löst sich beim Rühren sichtbar vom Topfboden.

    • Bis in die Ecken des Topfes rühren, damit nichts ansetzt und die Creme gleichmäßig bindet.

    Wichtig: Die heiße Creme kann spritzen; langsam einarbeiten und kontinuierlich rühren.

  4. Creme kühlen

    Die Creme sofort in eine mit Backpapier ausgelegte 20 x 20 cm große Form geben und etwa 2,5 cm hoch glatt streichen. Die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Milchcreme ist vollständig fest und lässt sich aus der Form lösen.

    • Die Folie direkt auf die Oberfläche legen, nicht nur über die Form spannen.

    Wichtig: Die Creme nach dem Erhitzen zügig kühlen und bis zur Verarbeitung im Kühlschrank lassen.

  5. Stücke schneiden und Panade vorbereiten

    Die kalte Milchcreme aus der Form lösen und in 12 rechteckige Stücke schneiden. Mehl, verquirlte Eier und Paniermehl jeweils in einen eigenen tiefen Teller geben.

    Daran erkennst du es: Es liegen 12 möglichst gleich große, kalte Stücke bereit.

    • Das Messer zwischen den Schnitten sauber halten, damit die Kanten der Stücke glatt bleiben.
  6. Stücke panieren

    Jedes Stück zuerst im Mehl wenden, durch das Ei ziehen und anschließend rundum mit Paniermehl bedecken. Die Panade leicht andrücken.

    Daran erkennst du es: Jedes Stück ist rundum geschlossen und gleichmäßig paniert.

    • Die Panade besonders an den Seiten andrücken, damit die Creme beim Frittieren möglichst gut eingeschlossen bleibt.
  7. Öl erhitzen

    Das Öl in einem hohen Topf oder einer tiefen Pfanne auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Temperatur mit einem Küchenthermometer prüfen. Das Öl soll heiß genug sein, damit die Panade sofort bräunt, aber nicht rauchen.

    Daran erkennst du es: Das Öl erreicht 170 bis 175 °C und beginnt nicht zu rauchen.

    • Nicht zu viele Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur nicht stark abfällt.

    Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und kein Wasser in das Öl gelangen lassen.

  8. Frittieren und servieren

    Die Stücke portionsweise 2 bis 3 Minuten frittieren und dabei vorsichtig wenden, bis sie rundum goldbraun sind. Mit einer Schaumkelle herausheben, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und heiß sowie pur servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum goldbraun und knusprig.

    • Die Stücke vorsichtig wenden, damit die Panade nicht aufreißt und die Creme nicht austritt.

    Wichtig: Schaumkelle oder Zange langsam aus dem Öl heben und die Stücke vor dem Servieren kurz abtropfen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kühlzeit nicht verkürzen: Die Milchcreme braucht mindestens 2 Stunden im Kühlschrank, damit sie fest genug zum Schneiden und Panieren wird. Eine kürzere Kühlzeit kann zu weichen oder zerfallenden Stücken führen.
  • Portionsweise frittieren: Mehrere kleine Frittierdurchgänge halten die Öltemperatur stabiler und geben den Stücken Raum zum vorsichtigen Wenden.

Zutatenwissen

Anís

Anís ist ein spanischer Anislikör und gibt der Leche frita ihre typische Anisnote. Er wird meist in gut sortierten Getränkemärkten, größeren Supermärkten oder spanischen Lebensmittelgeschäften verkauft.

Ölmenge

Die angegebene Ölmenge dient als Frittierbad. Je nach Durchmesser und Höhe des verwendeten Topfes kann eine angepasste Menge nötig sein, solange die Stücke weitgehend eingetaucht werden können.

Sinnvolle Alternativen

Fein abgeriebene Zitronenschale

Die Süßspeise schmeckt frischer und verliert die typische Anisnote.

Den Anís durch 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale ersetzen und die Schale mit der Milch und dem Zucker erhitzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Stärke-Milch-Mischung enthält Klümpchen.

Die Stärke mit der abgenommenen kalten Milch und dem Eigelb gründlich glatt rühren, bevor die Mischung in den Topf kommt.

Die Mischung vor dem Erhitzen durch ein feines Sieb streichen.

Die Milchcreme lässt sich nicht sauber schneiden.

Die Creme mindestens 2 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen und direkt mit Folie abdecken.

Die Creme länger kühlen, bevor sie geschnitten und paniert wird.

Die Panade reißt beim Frittieren auf und Creme tritt aus.

Mehl, Ei und Paniermehl lückenlos auftragen, die Panade an den Seiten andrücken und die Öltemperatur prüfen.

Beschädigte Stücke vorsichtig wenden und nur kurz weiterfrittieren; stark geöffnete Stücke nicht mehr bewegen als nötig.

Die Panade wird außen zu dunkel, bevor der Kern heiß ist.

Die Temperatur im Bereich von 170 bis 175 °C halten und die Stücke nur portionsweise 2 bis 3 Minuten frittieren.

Die Öltemperatur vor dem nächsten Durchgang wieder kontrollieren und gegebenenfalls reduzieren.

Varianten

Zitronen-Leche-frita

Eine frische, alkoholfreie Variante ohne typische Anisnote.

Servieren und kombinieren

  • Heiß und pur: Leche frita direkt nach dem Abtropfen heiß und pur servieren. So bleibt der Kontrast zwischen knuspriger Panade und weichem Milchcremekern besonders deutlich.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Vollmilch ist eine zentrale Zutat der Milchcreme.
  • Eier: enthält · Eigelb wird für die Creme und Eier für die Panade verwendet.
  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Paniermehl sind Bestandteil der Panade.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Frittieröl: Das Öl während des Erhitzens und Frittierens nicht unbeaufsichtigt lassen, kein Wasser hineingelangen lassen und die Stücke vorsichtig mit einer Schaumkelle herausheben.
  • Gekühlte Milchcreme: Die erhitzte Creme zügig in die Form geben, abdecken und bis zur Verarbeitung im Kühlschrank fest werden lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Leche frita?

Leche frita ist eine Süßspeise aus fester, gekühlter Milchcreme, die in Stücke geschnitten, paniert und goldbraun frittiert wird.

Kann Anís ersetzt werden?

Ja. Als alkoholfreie Alternative kann 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale verwendet werden. Dadurch wird der Geschmack frischer und die typische Anisnote entfällt.

Warum muss die Creme so lange kühlen?

Die Kühlzeit macht die Milchcreme fest genug, damit sie sich in Stücke schneiden, panieren und frittieren lässt, ohne zu zerfallen.

Wie wird Leche frita serviert?

Die Stücke werden heiß, kurz auf Küchenpapier abgetropft und pur serviert.

Aus unserer Küche

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