Rinderschwanz
Rinderschwanz liefert nach langem Schmoren zartes Fleisch und einen kräftigen, gelierenden Schmorfond. Die Stücke können beim Metzger vorbestellt werden.
Andalusischer Schmor-Reis
Saftiger, cremiger Schmor-Reis mit zartem RinderschwanzKollagenreiches Teilstück vom Schwanz des Rindes für Suppen und Schmorgerichte., passierten Tomaten, Paprika und kräftigem Schmorfond.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Arroz con rabo de toro verbindet andalusischen Schmor-Klassiker mit einem herzhaften Reisgericht. Der Rinderschwanz wird zunächst mit Gemüse und Rotwein langsam weich geschmort. Anschließend nimmt der RundkornreisRundkornreis hat kurze, gedrungene Körner und kann beim Garen stärker zusammenkleben. den kräftigen Fond auf und wird saftig-cremig gegart. So entsteht ein eigenständiges Gericht aus der cordobesisch geprägten Küche, das nicht trocken wie ein klassischer Paella-Reis serviert wird.
Der Reis ist saftig und cremig, aber nicht suppig. Das zarte Rinderschwanzfleisch bringt eine kräftige, fleischige Tiefe mit; Tomate, Rotwein und Paprika sorgen für Wärme und leichte Süße. Die Petersilie setzt zum Schluss einen frischen, grünen Akzent.
Schritt für Schritt
Rinderschwanz mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Stücke dünn mit Weizenmehl bestäuben und überschüssiges Mehl abschütteln.
30 ml Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Die Fleischstücke bei mittelhoher Hitze rundherum insgesamt 8–10 Minuten kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundherum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Anbraten vorsichtig mit heißem Öl umgehen.
Das restliche Olivenöl in den Topf geben. Zwiebel, Paprika und Möhre bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten anschwitzen. Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitgaren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Paprikapulver kurz unterrühren. Passierte Tomaten dazugeben und 4–5 Minuten einkochen lassen, bis die Masse sämig ist.
Daran erkennst du es: Die Tomatenmasse ist sichtbar sämig und nicht mehr wässrig.
Mit Rotwein ablöschen und 3 Minuten offen köcheln lassen. Das angebratene Fleisch und das Lorbeerblatt zurück in den Topf geben. Mit Rinderfond oder WasserAromatische Flüssigkeit auf Rinderbasis, die als Grundlage für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient. auffüllen, bis das Fleisch gut bedeckt ist.
Daran erkennst du es: Der scharfe Alkoholgeruch ist deutlich zurückgegangen und die Flüssigkeit hat sich mit der Tomatenbasis verbunden.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen.
Alles aufkochen, dann die Hitze auf niedrig stellen. Den Topf abdecken und den Rinderschwanz 2 Stunden 45 Minuten bis 3 Stunden sanft schmoren, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst. Bei Bedarf etwas heißes Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißer Dampf austreten kann.
Fleisch aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Lorbeerblatt entfernen. Das Fleisch von den Knochen lösen und grob zupfen. Das Schmorgemüse mit etwa 300 ml Kochfond fein pürieren. Fleisch, püriertes Gemüse und restlichen Fond wieder zusammenführen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist grob gezupft und das Gemüse fein püriert.
Wichtig: Das Fleisch und der Fond sind sehr heiß. Vor dem Zupfen kurz abkühlen lassen.
Etwa 1 l des heißen Schmorfonds abmessen und den übrigen Fond warm halten. Den Reis in einer breiten, schweren Cazuela oder einem flachen Schmortopf 1 Minute im verbliebenen Olivenöl anrösten. Den heißen Schmorfond angießen und aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner sind leicht mit Fett überzogen und der Fond kocht nach dem Angießen auf.
Wichtig: Heißen Fond langsam und vorsichtig angießen, da die Flüssigkeit spritzen kann.
Das gezupfte Fleisch unterheben. Den Reis 18–20 Minuten offen bei mittlerer bis niedriger Hitze garen und alle 3–4 Minuten vorsichtig umrühren. Falls der Reis vor dem Garpunkt zu fest wird, esslöffelweise heißen Schmorfond nachgießen. Die fertige Konsistenz soll saftig und cremig sein, mit klar erkennbarem Reiskorn – nicht trocken und nicht suppig.
Daran erkennst du es: Der Reis ist gar, die Körner bleiben erkennbar und die Konsistenz ist saftig-cremig.
Den Topf vom Herd nehmen und den Reis 5 Minuten ruhen lassen. Mit der gehackten Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit hat sich leicht gesetzt und der Reis bleibt saftig-cremig.
Gut zu wissen
Rinderschwanz liefert nach langem Schmoren zartes Fleisch und einen kräftigen, gelierenden Schmorfond. Die Stücke können beim Metzger vorbestellt werden.
Rundkornreis, idealerweise Bomba, nimmt viel Fond auf und unterstützt die saftig-cremige Konsistenz, ohne dass die Körner vollständig zerfallen.
Rinderfond verstärkt die Fleisch- und Schmoraromen. Wasser ist als ausdrücklich genannte Alternative möglich, ergibt aber einen weniger kräftigen Geschmack.
Der Rotwein wird beim Ablöschen offen eingekocht und verbindet sich mit der Tomaten- und Gemüsegrundlage.
Der Reis bleibt kräftig, verliert aber die typische gelierende Textur des Schmorfonds aus Rinderschwanz.
Rinderbäckchen in ähnlich große Stücke teilen und nach demselben Verfahren schmoren, bis sie weich sind. Die genaue Garzeit kann je nach Stückgröße abweichen.
Der Schmorfond wird milder und weniger fleischbetont.
Wasser anstelle von Rinderfond verwenden und bei Bedarf während des Schmorens heiß nachgießen.
Die Flüssigkeitsaufnahme und die endgültige Cremigkeit können leicht abweichen.
Einen anderen Rundkornreis verwenden und die Fondmenge während des Garens nach der beschriebenen Konsistenz anpassen.
Rinderschwanz vor dem Würzen trocken tupfen und bei Bedarf portionsweise anbraten.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen, den Fondansatz weiterführen und die fehlende Röstung durch sorgfältiges Einkochen der Gemüse-Tomaten-Basis ausgleichen.
Paprikapulver nur kurz unterrühren und unmittelbar mit passierten Tomaten weiterarbeiten.
Mit den Tomaten und etwas Fond verdünnen; bei stark verbranntem Geschmack die Basis neu ansetzen.
Auf ein sanftes, gleichmäßiges Köcheln achten und den Topf während des Schmorens abgedeckt halten.
Den Rinderschwanz weiter zugedeckt schmoren, bis sich das Fleisch leicht lösen lässt.
Den übrigen Fond warm halten, regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf esslöffelweise nachgießen.
Etwas heißen Fond nachgießen und den Reis bei niedrigerer Hitze weitergaren.
Zusätzlichen Fond nur esslöffelweise zugeben und die Konsistenz regelmäßig prüfen.
Den Reis offen bei niedriger bis mittlerer Hitze weitergaren und vorsichtig umrühren, bis überschüssige Flüssigkeit aufgenommen ist.
Rinderbäckchen ersetzen den Rinderschwanz. Das Gericht bleibt ein kräftiger Schmor-Reis, bekommt aber einen weniger gelierenden Fond.
Wasser ersetzt den Rinderfond. Die Gemüse-, Tomaten- und Rotweinaromen bleiben erhalten, der Geschmack wird milder.
Der Rotwein wird weggelassen und die Gemüse-Tomaten-Basis mit Fond oder Wasser weitergeführt.
Häufig gefragt
Beim gut sortierten Metzger lässt sich Rinderschwanz meist vorbestellen. In Spanien wird das Gericht als rabo de toro bezeichnet; für die heimische Küche wird häufig Rinderschwanz verwendet.
Ja. Rinderbäckchen sind als Alternative genannt. Der Reis bleibt kräftig, verliert aber die typische gelierende Textur des Schmorfonds.
Der Reis soll saftig und cremig sein, mit klar erkennbarem Reiskorn. Er soll weder trocken noch suppig werden.
Ja. Wasser ist ausdrücklich als Alternative genannt, ergibt aber einen milderen und weniger fleischbetonten Schmorfond.
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