Tagarninen finden
Tagarninen, auch cardillos genannt, sind am ehesten in spanischen Lebensmittelgeschäften, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im Tiefkühlangebot spanischer Händler erhältlich.
Herzhafter Gemüsepastel aus Andalusien
Herzhafte andalusische Pastete aus TagarninenSpanische Wildpflanze und essbare Gemüsezutat aus der Gattung Scolymus., Champignons, Ei und Sahne, sanft im Wasserbad gebacken, gekühlt und mit einer würzigen Esparragada-Sauce serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Tagarninen-Pastete verbindet gegarte Wildgemüseblätter und Champignons mit einer fein gebundenen Ei-Sahne-Masse. Nach dem Backen im Wasserbad wird sie gekühlt, in Scheiben geschnitten und auf warmer Esparragada-Sauce angerichtet. Brot, Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel und Hierbabuena geben der Sauce Tiefe, ohne die zarte Gemüsemasse zu überdecken.
Die Pastete ist weich, cremig und dennoch schnittfest, mit feiner Gemüsestruktur. Tagarninen bringen eine leicht herb-wilde Note, Champignons Umami und die Sauce goldbraune Brot-Knoblauch-Würze mit Paprika, Kreuzkümmel und frischer oder getrockneter Minze.
Schritt für Schritt
Falls du frische Tagarninen verwendest, entferne harte Stellen, wasche die Blätter gründlich und koche sie in Salzwasser etwa 15 bis 20 Minuten weich. Lasse sie gut abtropfen, drücke sie kräftig aus und hacke sie grob. Für die angegebene Menge brauchst du ungefähr 700 g frische Tagarninen. Bei bereits gegarten Tagarninen entfällt dieser Schritt.
Daran erkennst du es: Die Blätter sollen weich sein und sich gut ausdrücken lassen.
Wichtig: Heißes Kochwasser vorsichtig abgießen.
Heize den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vor. Fette die Kastenform dünn mit Olivenöl ein. Stelle eine tiefe Auflaufform oder ein tiefes Blech für das Wasserbad bereit.
Hacke Zwiebel und Knoblauch fein. Putze die Champignons und schneide sie klein. Erhitze 15 ml Olivenöl in der Pfanne. Brate Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze etwa 4 Minuten an. Gib die Champignons dazu und brate alles weitere 6 bis 8 Minuten, bis die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
Daran erkennst du es: Die Pilzflüssigkeit ist weitgehend verdampft und das Gemüse weich.
Rühre passierte Tomaten oder Tomatensauce, süßes Paprikapulver, die dosierte Salzmenge und den weißen Pfeffer ein. Gib die Tagarninen dazu und brate die Mischung weitere 2 Minuten. Nimm die Pfanne vom Herd und lasse die Gemüsemasse etwa 10 Minuten abkühlen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich abgekühlt und nicht mehr heiß dampfend.
Verquirle Eier und Sahne in einer großen Schüssel. Rühre die abgekühlte Gemüsemasse unter. Püriere die Mischung mit dem Stabmixer kurz an, sodass sie gebunden und fein wird, aber noch leichte Struktur behält. Die fertige Masse soll flüssig-cremig, nicht stückig und nicht schaumig sein.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig gebunden und fein, aber nicht schaumig.
Wichtig: Rohe Eiermasse bis zum Backen nicht bei Raumtemperatur stehen lassen.
Fülle die Masse in die vorbereitete Form und decke sie locker mit Alufolie ab. Stelle die Form in die tiefe Auflaufform und gieße heißes Wasser hinein, bis die Kastenform etwa zur halben Höhe im Wasser steht. Backe die Pastete 50 bis 60 Minuten bei 160 °C.
Daran erkennst du es: Die Mitte ist gerade fest; ein hineingestecktes Holzstäbchen kommt ohne flüssige Masse heraus.
Wichtig: Die Auflaufform und das Wasserbad sind sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Nimm die Form aus dem Wasserbad und lasse die Pastete 30 Minuten abkühlen. Stelle sie anschließend mindestens 4 Stunden kalt. Löse sie erst danach vorsichtig aus der Form und schneide sie in Scheiben. Während der Kühlzeit wird die weiche Masse schnittfest.
Daran erkennst du es: Die Pastete lässt sich vorsichtig stürzen und in saubere Scheiben schneiden.
Wichtig: Nach dem Abkühlen die Pastete zum Kühlen in den Kühlschrank stellen.
Erhitze 20 ml Olivenöl in einem kleinen Topf. Brate das Brot und die Knoblauchzehen rundum goldbraun. Nimm den Topf kurz vom Herd, rühre das Paprikapulver ein und lösche sofort mit der Gemüsebrühe ab.
Daran erkennst du es: Brot und Knoblauch sind goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen; die Brühe vorsichtig zugießen.
Gib Kreuzkümmel, frische Hierbabuena oder getrocknete Minze und Salz nach Geschmack dazu. Lasse die Sauce 5 Minuten leise köcheln. Püriere sie fein und streiche sie bei Bedarf durch ein Sieb. Die Sauce soll sämig, aber noch fließfähig sein.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig, glatt und noch fließfähig.
Verteile die warme Esparragada-Sauce auf den Tellern und setze jeweils zwei bis drei Scheiben Pastete darauf. Serviere die Pastete kühl oder zimmerwarm, damit ihre feine Bindung erhalten bleibt.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist warm und fließfähig, die Pastetenscheiben bleiben formstabil.
Gut zu wissen
Tagarninen, auch cardillos genannt, sind am ehesten in spanischen Lebensmittelgeschäften, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im Tiefkühlangebot spanischer Händler erhältlich.
Frische Hierbabuena ist eine spanische Krauseminze. Getrocknete Minze ist möglich, wirkt aber konzentrierter und weniger frisch.
Als klar gekennzeichnete Alternative können 500 g blanchierter Mangold verwendet werden. Er schmeckt milder und weniger wild-herb als Tagarninen.
Die Pastete wird milder und weniger wild-herb.
500 g Mangold blanchieren, gut abtropfen lassen, kräftig ausdrücken und grob hacken. Wie die Tagarninen in die Gemüsemasse geben.
Die Sauce schmeckt konzentrierter und weniger frisch.
Die frische Hierbabuena vollständig durch 1 Teelöffel getrocknete Minze ersetzen und diese in Schritt 9 mit dem Kreuzkümmel zugeben.
Die Sauce erhält ein frischeres, grüneres Minzaroma.
Die getrocknete Minze durch 1 Esslöffel fein gehackte frische Hierbabuena ersetzen und in Schritt 9 zugeben.
Tagarninen kräftig ausdrücken und die Champignons braten, bis ihre Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
Die Pastete länger vollständig kühlen; wenn sie danach noch nicht schnittfest ist, die Scheiben vorsichtig als weiche Terrine servieren.
Mit dem Stabmixer nur kurz arbeiten und die Masse nicht schaumig schlagen.
Die Masse vor dem Einfüllen kurz stehen lassen und sichtbare Luftblasen an der Oberfläche entfernen.
Paprikapulver nur kurz vom Herd genommen einrühren und sofort mit Brühe ablöschen.
Die Sauce mit zusätzlicher milder Gemüsebrühe verdünnen und vorsichtig neu abschmecken.
Die Mitte vor dem Herausnehmen prüfen und die Pastete mindestens 4 Stunden kühlen.
Die Pastete in der Form weiter kühlen und anschließend mit einem Löffel als cremige Portion servieren.
Eine zugänglichere Variante mit blanchiertem Mangold anstelle von Tagarninen.
Die Gemüsemasse nur sehr kurz pürieren, damit Tagarninen und Champignons deutlicher erkennbar bleiben.
Die Sauce kann mit frischer Hierbabuena oder mit einer kleineren Menge getrockneter Minze aromatisiert werden.
Häufig gefragt
Ja. Harte Stellen entfernen, die Blätter gründlich waschen, etwa 15 bis 20 Minuten weich kochen, gut abtropfen lassen, kräftig ausdrücken und grob hacken. Für die angegebene gegarte Menge werden ungefähr 700 g frische Tagarninen benötigt.
Als Alternative eignen sich 500 g blanchierter Mangold. Die Pastete schmeckt damit milder und weniger wild-herb.
Die Ei-Sahne-Masse wird erst durch die Kühlung vollständig schnittfest. Nach mindestens vier Stunden lässt sich die Pastete vorsichtig aus der Form lösen und in Scheiben schneiden.
Ja. Verwende 1 Teelöffel getrocknete Minze statt 1 Esslöffel frischer Hierbabuena. Das Aroma wirkt dann konzentrierter und weniger frisch.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …