Matalahúva verwenden
Matalahúva sind spanische Anissamen. Sie werden im lauwarmen Wasser aromatisiert; die Samen bleiben im Wasser und kommen anschließend mit in den Teig.
Kartoffel-Weizenbrot
Runder kanarischer Kartoffel-Weizenlaib mit saftiger Krume, Matalahúva, Zimt und einer milden Süße.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pan de papas de Artenara ist ein kanarisches Kartoffel-Weizenbrot aus Gran Canaria. Gekochte Kartoffeln machen die Krume saftig, während Matalahúva, also Anissamen, und Zimt für eine mild-würzige, leicht süße Note sorgen. Der runde Laib wird zweimal gehen gelassen und anschließend kräftig gebräunt gebacken.
Außen kräftig gebräunt und leicht fest, innen weich, saftig und feinporig. Matalahúva bringt eine deutliche Anisnote ein, Zimt und Zucker runden sie mild und leicht süß ab.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln mit Schale in ungesalzenem Wasser 20–25 Minuten weich kochen. Abgießen, zurück in den warmen Topf geben und 1–2 Minuten ausdampfen lassen. Schälen, fein zerdrücken und auf lauwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Beim Abgießen und Schälen vorsichtig mit dem heißen Topf und Dampf umgehen.
Das Wasser auf etwa 35 °C erwärmen. Die Matalahúva einrühren und 5 Minuten ziehen lassen. Die Samen bleiben im Wasser und werden mitverwendet.
Daran erkennst du es: Das Wasser duftet deutlich nach Anis.
Mehl, Trockenhefe, Zucker, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kartoffelpüree und das aromatisierte Wasser dazugeben. Alles 10–12 Minuten zu einem weichen, glatten Teig verkneten. Der Teig darf leicht klebrig bleiben; nicht mehr Mehl einarbeiten als nötig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, glatt und elastisch, darf aber leicht klebrig bleiben.
Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und abgedeckt bei etwa 24–26 °C 60–90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.
Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz entgasen und zu einem runden Laib formen. Auf das mit Backpapier belegte Blech setzen, abdecken und weitere 45–60 Minuten gehen lassen, bis der Laib sichtbar luftig ist.
Daran erkennst du es: Der Laib wirkt sichtbar luftig und aufgegangen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Oberfläche des Laibs mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden.
Wichtig: Beim Einschneiden das Messer kontrolliert vom Körper weg führen.
Das Brot auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen. Es ist fertig, wenn die Oberfläche kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt. Auf einem Gitter mindestens 45 Minuten abkühlen lassen, bevor der Laib angeschnitten wird.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und die Unterseite klingt beim Klopfen hohl.
Wichtig: Das heiße Blech und Brot nur mit geeignetem Hitzeschutz handhaben.
Gut zu wissen
Matalahúva sind spanische Anissamen. Sie werden im lauwarmen Wasser aromatisiert; die Samen bleiben im Wasser und kommen anschließend mit in den Teig.
Die angegebenen 200 g beziehen sich auf gekochte und geschälte Kartoffeln. Für den Einkauf kann deshalb etwas mehr Rohgewicht nötig sein.
Die 10 g Mehl für die Arbeitsfläche sind zusätzlich zur Teigmenge angegeben und sollten nicht in den Teig eingearbeitet werden.
Das Brot erhält eine erdigere, weniger klare Anisnote und schmeckt nicht identisch mit der Version mit Matalahúva.
Die Fenchelsamen wie die Matalahúva in das lauwarme Wasser geben, 5 Minuten ziehen lassen und anschließend mit dem Wasser in den Teig einarbeiten.
Kartoffelpüree auf lauwarm abkühlen lassen und das Wasser nur auf etwa 35 °C erwärmen.
Den Teig länger an einem mild warmen Ort gehen lassen. Wenn kein Volumenanstieg erkennbar ist, lässt sich der Laib nicht zuverlässig retten.
Nur die Arbeitsfläche leicht bemehlen und die im Teig vorgesehene Mehlmenge nicht unnötig erhöhen.
Bei noch ungebackenem Teig etwas länger kneten und ihm anschließend ausreichend Zeit zum Gehen geben; nachträgliches Entfernen von Mehl ist nicht möglich.
Das Brot mindestens 45 Minuten auf dem Gitter abkühlen lassen.
Den Laib in dickere Scheiben schneiden und vollständig auskühlen lassen; bei Bedarf die Scheiben kurz nachrösten.
Eine mildere Gewürzvariante mit weniger deutlich hervortretender Matalahúva.
Eine aromatischere Version, bei der Zimt stärker neben der Anisnote hervortritt.
Das vollständig abgekühlte Brot bei Raumtemperatur lagern. Für eine längere Aufbewahrung in Scheiben schneiden und luftdicht verpacken.
Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich keine unnötige Feuchtigkeit im Behälter sammelt.
Das vollständig abgekühlte Brot am besten in Scheiben schneiden, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Die benötigte Menge bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen oder Toaster erwärmen.
Die Kruste ist nach dem Einfrieren und Auftauen meist etwas weniger knusprig; Scheiben lassen sich besser auffrischen als ein ganzer Laib.
Häufig gefragt
Matalahúva ist die spanische Bezeichnung für Anissamen. Die Samen werden im lauwarmen Wasser aromatisiert und anschließend mitverwendet.
Fenchelsamen sind eine mögliche Alternative. Sie schmecken jedoch erdiger und ergeben nicht dieselbe klare Anisnote.
Die angegebenen 200 g beziehen sich auf gekochte und geschälte Kartoffeln.
Ja. Der Teig darf leicht klebrig sein. Zusätzliches Mehl sollte nur sparsam verwendet werden.
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