Kanarisches Kartoffelbrot aus Artenara

Kartoffel-Weizenbrot

Runder kanarischer Kartoffel-Weizenlaib mit saftiger Krume, Matalahúva, Zimt und einer milden Süße.

Zum Rezept
Pan de papas de Artenara: kanarisches Kartoffelbrot
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 30 Min.
Gesamtzeit ca. 3 Std. 15 Min.
Menge 1 runder Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Kräuter und Gewürze, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Kochen in Flüssigkeit, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Kartoffelpüree hält die Krume saftig und verleiht dem Brot eine weiche, leicht dichte Struktur.
  • Matalahúva und Zimt verbinden sich mit dem Zucker zu einem mild-würzigen Aroma mit klarer Anisnote.
  • Die zwei Gehzeiten lockern den weichen Teig und sorgen für einen luftigen, gut formbaren Laib.

Pan de papas de Artenara ist ein kanarisches Kartoffel-Weizenbrot aus Gran Canaria. Gekochte Kartoffeln machen die Krume saftig, während Matalahúva, also Anissamen, und Zimt für eine mild-würzige, leicht süße Note sorgen. Der runde Laib wird zweimal gehen gelassen und anschließend kräftig gebräunt gebacken.

Außen kräftig gebräunt und leicht fest, innen weich, saftig und feinporig. Matalahúva bringt eine deutliche Anisnote ein, Zimt und Zucker runden sie mild und leicht süß ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten

  1. Kartoffeln kochen und zerdrücken

    Die Kartoffeln mit Schale in ungesalzenem Wasser 20–25 Minuten weich kochen. Abgießen, zurück in den warmen Topf geben und 1–2 Minuten ausdampfen lassen. Schälen, fein zerdrücken und auf lauwarm abkühlen lassen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht zerdrücken.

    • Das Kartoffelpüree vor dem Verkneten nicht heiß verwenden, damit die Hefe nicht beeinträchtigt wird.

    Wichtig: Beim Abgießen und Schälen vorsichtig mit dem heißen Topf und Dampf umgehen.

  2. Anissamen aromatisieren

    Das Wasser auf etwa 35 °C erwärmen. Die Matalahúva einrühren und 5 Minuten ziehen lassen. Die Samen bleiben im Wasser und werden mitverwendet.

    5 Minuten 35 °C

    Daran erkennst du es: Das Wasser duftet deutlich nach Anis.

    • Das Wasser nur lauwarm erhitzen, nicht heiß auf die Hefe geben.
  3. Teig kneten

    Mehl, Trockenhefe, Zucker, Zimt und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Kartoffelpüree und das aromatisierte Wasser dazugeben. Alles 10–12 Minuten zu einem weichen, glatten Teig verkneten. Der Teig darf leicht klebrig bleiben; nicht mehr Mehl einarbeiten als nötig.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich, glatt und elastisch, darf aber leicht klebrig bleiben.

    • Die Konsistenz nach dem vollständigen Vermischen beurteilen und nur bei Bedarf minimal zusätzliches Mehl verwenden.
  4. Teig zum ersten Mal gehen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und abgedeckt bei etwa 24–26 °C 60–90 Minuten gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    60 Minuten 25 °C

    Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.

    • Die Gehzeit richtet sich stärker nach dem Volumenanstieg als nach der Uhr.

Laib formen und backen

  1. Laib formen und erneut gehen lassen

    Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz entgasen und zu einem runden Laib formen. Auf das mit Backpapier belegte Blech setzen, abdecken und weitere 45–60 Minuten gehen lassen, bis der Laib sichtbar luftig ist.

    45 Minuten 25 °C

    Daran erkennst du es: Der Laib wirkt sichtbar luftig und aufgegangen.

    • Die Arbeitsfläche nur leicht bemehlen, damit der Teig nicht unnötig trockener wird.
  2. Backofen vorheizen und Laib einschneiden

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Oberfläche des Laibs mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden.

    200 °C
    • Den Laib erst unmittelbar vor dem Backen einschneiden, damit die Oberfläche nicht austrocknet.

    Wichtig: Beim Einschneiden das Messer kontrolliert vom Körper weg führen.

  3. Brot backen und abkühlen lassen

    Das Brot auf der mittleren Schiene 35–40 Minuten backen. Es ist fertig, wenn die Oberfläche kräftig gebräunt ist und die Unterseite beim Klopfen hohl klingt. Auf einem Gitter mindestens 45 Minuten abkühlen lassen, bevor der Laib angeschnitten wird.

    40 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist kräftig gebräunt und die Unterseite klingt beim Klopfen hohl.

    • Das Brot während der Abkühlzeit nicht abdecken, damit die Kruste nicht weich wird.

    Wichtig: Das heiße Blech und Brot nur mit geeignetem Hitzeschutz handhaben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln abkühlen lassen: Das Kartoffelpüree sollte vor dem Kneten nur noch lauwarm sein. Zu heiße Kartoffeln können die Hefe beeinträchtigen und den Teig schwerer kontrollierbar machen.
  • Klebriger Teig ist möglich: Der Teig darf leicht klebrig bleiben. Zusätzliches Mehl sparsam verwenden, damit die Krume nicht unnötig fest wird.
  • Vor dem Anschneiden abkühlen: Die mindestens 45-minütige Abkühlzeit ist Teil des Rezepts: Erst danach stabilisiert sich die saftige Krume ausreichend.

Zutatenwissen

Matalahúva verwenden

Matalahúva sind spanische Anissamen. Sie werden im lauwarmen Wasser aromatisiert; die Samen bleiben im Wasser und kommen anschließend mit in den Teig.

Kartoffelmenge nach dem Garen

Die angegebenen 200 g beziehen sich auf gekochte und geschälte Kartoffeln. Für den Einkauf kann deshalb etwas mehr Rohgewicht nötig sein.

Mehlmengen getrennt halten

Die 10 g Mehl für die Arbeitsfläche sind zusätzlich zur Teigmenge angegeben und sollten nicht in den Teig eingearbeitet werden.

Sinnvolle Alternativen

Fenchelsamen

Das Brot erhält eine erdigere, weniger klare Anisnote und schmeckt nicht identisch mit der Version mit Matalahúva.

Die Fenchelsamen wie die Matalahúva in das lauwarme Wasser geben, 5 Minuten ziehen lassen und anschließend mit dem Wasser in den Teig einarbeiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht nur schwach auf.

Kartoffelpüree auf lauwarm abkühlen lassen und das Wasser nur auf etwa 35 °C erwärmen.

Den Teig länger an einem mild warmen Ort gehen lassen. Wenn kein Volumenanstieg erkennbar ist, lässt sich der Laib nicht zuverlässig retten.

Die Krume wird trocken oder fest.

Nur die Arbeitsfläche leicht bemehlen und die im Teig vorgesehene Mehlmenge nicht unnötig erhöhen.

Bei noch ungebackenem Teig etwas länger kneten und ihm anschließend ausreichend Zeit zum Gehen geben; nachträgliches Entfernen von Mehl ist nicht möglich.

Die Scheiben wirken innen klebrig oder fallen beim Schneiden zusammen.

Das Brot mindestens 45 Minuten auf dem Gitter abkühlen lassen.

Den Laib in dickere Scheiben schneiden und vollständig auskühlen lassen; bei Bedarf die Scheiben kurz nachrösten.

Varianten

Zurückhaltende Anisnote

Eine mildere Gewürzvariante mit weniger deutlich hervortretender Matalahúva.

Kräftigere Zimtnote

Eine aromatischere Version, bei der Zimt stärker neben der Anisnote hervortritt.

Servieren und kombinieren

  • Als Brotscheiben servieren: Den vollständig abgekühlten runden Laib in Scheiben schneiden und frisch servieren.
  • Mit milden Begleitern: Die leicht süß-würzigen Scheiben passen zu milden Aufstrichen oder anderen zurückhaltend gewürzten Belägen.
  • Kurz geröstet: Ältere Scheiben können kurz geröstet werden; dadurch wird die Kruste wieder aromatisch und die saftige Krume erhält mehr Biss.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Das vollständig abgekühlte Brot bei Raumtemperatur lagern. Für eine längere Aufbewahrung in Scheiben schneiden und luftdicht verpacken.

Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich keine unnötige Feuchtigkeit im Behälter sammelt.

Einfrieren

Das vollständig abgekühlte Brot am besten in Scheiben schneiden, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.

Die benötigte Menge bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen oder Toaster erwärmen.

Die Kruste ist nach dem Einfrieren und Auftauen meist etwas weniger knusprig; Scheiben lassen sich besser auffrischen als ein ganzer Laib.

Aufwärmen

  • Backofen: Brotscheiben oder ein Stück Laib im vorgeheizten Ofen kurz erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Matalahúva?

Matalahúva ist die spanische Bezeichnung für Anissamen. Die Samen werden im lauwarmen Wasser aromatisiert und anschließend mitverwendet.

Kann ich Matalahúva ersetzen?

Fenchelsamen sind eine mögliche Alternative. Sie schmecken jedoch erdiger und ergeben nicht dieselbe klare Anisnote.

Wann werden die Kartoffeln gewogen?

Die angegebenen 200 g beziehen sich auf gekochte und geschälte Kartoffeln.

Darf der Teig klebrig bleiben?

Ja. Der Teig darf leicht klebrig sein. Zusätzliches Mehl sollte nur sparsam verwendet werden.

Aus unserer Küche

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