Mangold getrennt verwenden
Die Stiele kommen früher in den Topf, weil sie länger zum Garen brauchen. Die zerteilten Blätter werden erst später untergehoben.
Suppiger Reis, Comunitat Valenciana
Suppiger valencianischer Reis mit Mangold, weißen Bohnen und Kartoffeln in einer aromatischen Brühe.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Arròs amb bledes verbindet Rundkornreis, Mangold, weiße Bohnen und Kartoffeln zu einem eigenständigen, suppigen Reisgericht. Ein langsam eingekochter Sofrito aus Zwiebel, Knoblauch, Tomaten und Paprika bildet die aromatische Grundlage, bevor Reis und Einlagen direkt in der Brühe garen.
Die Brühe ist aromatisch und leicht sämig, der Reis weich, aber noch als Korn erkennbar. Kartoffeln und Bohnen geben Substanz, während Mangold eine zarte, grüne Note und leichte Bissunterschiede beisteuert.
Schritt für Schritt
Die Bohnen abspülen und abtropfen lassen. Den Mangold waschen, die Stiele in etwa 1 cm große Stücke schneiden und die Blätter grob zerteilen. Die Kartoffeln schälen und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Das Olivenöl in einem breiten, schweren Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Zwiebel 5 Minuten weich dünsten, den Knoblauch 1 Minute mitgaren. Den Topf kurz von der Hitze nehmen, das Paprikapulver einrühren und sofort die geriebenen Tomaten dazugeben. Den Topf wieder auf die Platte stellen und den Sofrito 8 bis 10 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und der Sofrito deutlich eingedickt, ohne anzubrennen.
Mangoldstiele und Kartoffeln in den Sofrito einrühren und 3 Minuten anbraten. Wasser, SafranSafran ist ein kostbares Gewürz aus den getrockneten Narben des Safrankrokus und färbt Speisen intensiv gelb mit einem charakteristischen, würzig-herben Aroma. und Salz zugießen. Alles aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 12 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln fast gar sind.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich fast, aber noch nicht vollständig mit einem Messer einstechen.
Den Reis einstreuen und einmal vorsichtig umrühren. Zunächst 8 Minuten bei mittlerer bis kräftiger Hitze garen, danach bei niedriger Hitze weiterköcheln lassen, bis insgesamt 18 bis 20 Minuten vergangen sind. Der Reis soll weich werden, während sichtbar Brühe im Topf bleibt.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich, aber die Brühe ist noch sichtbar und die Körner sind nicht vollständig zerfallen.
Nach etwa 10 Minuten Garzeit die weißen Bohnen und die Mangoldblätter unterheben. Nur noch vorsichtig rühren. Falls die Flüssigkeit zu schnell verschwindet, 100 ml heißes Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Mangoldblätter sind zusammengefallen und der Reis bleibt von Brühe umgeben.
Den Topf vom Herd nehmen und den Arròs amb bledes 5 Minuten ruhen lassen. Danach sofort servieren; die Konsistenz soll suppig bis leicht sämig sein.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist leicht sämig, aber noch deutlich löffelbar.
Gut zu wissen
Die Stiele kommen früher in den Topf, weil sie länger zum Garen brauchen. Die zerteilten Blätter werden erst später untergehoben.
Die Mengenangabe bezieht sich auf gekochte und abgetropfte Bohnen. Flüssigkeit aus einem Glas oder einer Dose vorher entfernen.
Die kleine Menge Safran ist ausreichend, um die Brühe aromatisch und warm zu färben, ohne den Mangold und den Sofrito zu überdecken.
Die Textur und der Geschmack bleiben sehr ähnlich.
Die Ersatzbohnen abspülen und abtropfen lassen; zum gleichen Zeitpunkt wie die ursprünglichen Bohnen zugeben.
Die Stieltextur und die leicht erdige Mangoldnote können sich verändern.
Bei Blattgemüse ohne kräftige Stiele den gesamten Ersatz später mit den Mangoldblättern zugeben.
Der Sofrito wird glatter und etwas weniger stückig.
Die passierten Tomaten direkt zum Paprikapulver geben und wie beschrieben einkochen lassen.
Die Brühe erhält zusätzliche Würze; die Salzmenge muss anschließend vorsichtiger angepasst werden.
Die Gemüsebrühe anstelle des Wassers verwenden und das Salz erst nach dem Abschmecken vollständig einarbeiten.
Den Topf kurz von der Hitze nehmen, das Paprikapulver einrühren und sofort die Tomaten zugeben.
Bei nur leichter Bitterkeit zusätzliche Tomate und Flüssigkeit einarbeiten; bei stark verbranntem Sofrito besser neu beginnen.
Nach der ersten Garphase die Hitze reduzieren und die Brühe sichtbar halten.
Etwas heißes Wasser ergänzen und bei niedriger Hitze weitergaren, bis der Reis weich ist.
Die Kartoffeln in etwa 2 cm große Stücke schneiden und vor dem Reis fast gar kochen.
Den Reis vorsichtig aus dem Zentrum des Topfes verteilen, heißes Wasser ergänzen und zugedeckt bei niedriger Hitze kurz weitergaren.
Die Garzeit beachten, nur vorsichtig rühren und nach 5 Minuten Ruhezeit sofort servieren.
Mit etwas heißem Wasser vorsichtig auflockern und unmittelbar servieren.
Mehr Mangold macht das Gericht grüner und gemüsiger, ohne die Grundmethode zu verändern.
Ein Teil des milden Paprikapulvers wird durch geräuchertes Paprikapulver ersetzt.
Mehr Flüssigkeit betont den löffelbaren Charakter des Gerichts.
Die Zutaten können bis zu 2 Stunden vor dem Kochen vorbereitet werden. Das vollständig gekochte Gericht kann ebenfalls kurzfristig vorgemacht werden, wird aber beim Stehen deutlich dicker; zum Servieren bei niedriger Hitze mit etwas heißem Wasser vorsichtig lockern.
Reste zügig abkühlen lassen, innerhalb von 2 Stunden kalt stellen und innerhalb von 2 Tagen verbrauchen. Vor dem Kühlen nicht längere Zeit im Topf bei Raumtemperatur stehen lassen.
Beim Aufbewahren und Aufwärmen besonders auf eine schnelle Kühlung und vollständige Erwärmung achten.
Durch das Einfrieren und Auftauen wird der Reis voraussichtlich weich und die ursprünglich suppige Konsistenz verändert sich deutlich.
Häufig gefragt
Die Brühe soll deutlich sichtbar bleiben und das Gericht löffelbar machen. Der Reis darf leicht sämig sein, sollte aber nicht zu einem trockenen Reisgericht einkochen.
Rundkornreis passt am besten zur beschriebenen leicht sämigen Konsistenz. Bei einer anderen Reissorte können Flüssigkeitsaufnahme und Garzeit abweichen.
Die Stiele brauchen länger zum Garen und werden deshalb mit den Kartoffeln vorgedünstet. Die Blätter fallen schneller zusammen und werden erst in der späteren Reisgarphase zugegeben.
Der Reis nimmt auch nach dem Abnehmen vom Herd weiter Brühe auf. Deshalb sollte das Gericht nach der kurzen Ruhezeit serviert und beim Aufwärmen mit etwas heißem Wasser gelockert werden.
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