Pollo a la moruna

Aromatisches Geflügel-Schmorgericht

Aromatischer Hühnertopf nach maurischer Art mit moruna-Gewürzen, Oliven, Trockenpflaumen, Rosinen und gerösteten Mandeln.

Zum Rezept
Melilla auf dem Teller: Pollo a la moruna
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Stunden
Gesamtzeit ca. 3 Std. 15 Min.
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Kräuter und Gewürze, Nüsse und Samen, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Schmoren
Würzanwendung Marinieren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Marinierzeit verbindet Gewürzmischung, Kräuter und Olivenöl mit dem Huhn und gibt dem Fleisch ein kräftiges Aroma.
  • Das Anbraten bringt Röstaromen hervor, bevor das Huhn in begrenzter Flüssigkeit langsam zart schmort.
  • Das Pürieren eines Teils der Einlage macht die Sauce sämig, während ganze Oliven, Trockenfrüchte und Mandeln die Textur abwechslungsreich halten.
  • Herzhafte, fruchtige und warme Gewürznoten ergänzen sich, ohne dass eine einzelne Zutat den gesamten Charakter bestimmt.

Pollo a la moruna ist ein würziger Hühnertopf, in dem herzhafte Oliven, süße Trockenfrüchte, Mandeln und warme Gewürznoten zusammenkommen. In dieser Fassung wird das Huhn zunächst mit moruna-Gewürzmischung mariniert, anschließend angebraten und mit einem Teil der Zutaten zu einer sämigen Sauce geschmort. Ganze Oliven, Trockenfrüchte und geröstete Mandeln sorgen am Ende für zusätzlichen Biss und Kontrast.

Das Gericht duftet warm-würzig nach moruna-Gewürzen, Zimt und Kräutern. Die Sauce ist sämig und herzhaft, mit süß-fruchtigen Noten von Pflaumen und Rosinen. Zarte Hähnchenstücke, weiche Oliven und geröstete Mandeln verbinden sich mit einzelnen knackigen und fruchtigen Akzenten.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hähnchen marinieren

    Die Hähnchenstücke trocken tupfen. Mit der Gewürzmischung morunaDie Gewürzmischung ist in spanischen oder marokkanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden und häufig unter dem Namen Ras el Hanout erhältlich., Salz, schwarzem Pfeffer, 30 ml Olivenöl sowie je 10 g Petersilie und Koriandergrün gründlich vermengen. Abgedeckt 2 Stunden im Kühlschrank marinieren.

    2 Stunden
    • Die Marinade gleichmäßig auf allen Hähnchenstücken verteilen.
    • Das Hähnchen während der Marinierzeit durchgehend gekühlt halten.

    Wichtig: Rohes Hähnchen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und die Schüssel abdecken.

  2. Rosinen einweichen

    Die Rosinen mit 200 ml Wasser übergießen und während der Marinierzeit quellen lassen. Danach abgießen.

    2 Stunden
    • Das Einweichen kann parallel zur Marinierzeit erfolgen.
  3. Hähnchen anbraten

    Eine breite, schwere Kasserolle erhitzen. Die marinierten Hähnchenstücke portionsweise im restlichen Marinieröl und in weiteren 30 ml Olivenöl rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Hähnchenstücke sind rundum goldbraun angebraten.

    • Nicht zu viele Stücke gleichzeitig in die Kasserolle geben, damit sie bräunen können.
  4. Aromen anschwitzen

    Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch hacken. Beides im Bratfett bei mittlerer Hitze weich dünsten. Die restlichen 10 g Petersilie und 10 g Koriandergrün sowie die Zimtstange einrühren.

    Daran erkennst du es: Zwiebel und Knoblauch sind weich, ohne stark zu bräunen.

    • Die Kräuter erst nach dem Weichwerden von Zwiebel und Knoblauch einrühren.
  5. Hähnchen schmoren

    Das Hähnchen zurück in die Kasserolle geben. 40 g gehackte Oliven, 40 g Trockenpflaumen und 40 g eingeweichte Rosinen hinzufügen. 500 ml Wasser angießen, aufkochen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze mit leicht geöffnetem Deckel schmoren.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig durchgegart und zart.

    • Den Deckel leicht geöffnet lassen, damit die Sauce konzentriert bleibt.
    • Die Mandeln während dieser Schmorzeit rösten.

    Wichtig: Das Hähnchen erst weiterverarbeiten, wenn es vollständig durchgegart ist.

  6. Mandeln rösten

    Während das Hähnchen schmort, die Mandeln mit den verbleibenden 15 ml Olivenöl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Regelmäßig wenden und anschließend beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Die Mandeln sind gleichmäßig goldbraun und duften geröstet.

    • Die Mandeln aufmerksam beobachten, da sie gegen Ende schnell dunkel werden können.
  7. Sauce pürieren

    Das Hähnchen aus der Kasserolle nehmen. Die Zimtstange entfernen und die Sauce mit einem Stabmixer sämig pürieren. Das Hähnchen wieder in die Sauce legen.

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und enthält keine groben Zwiebel- oder Kräuterstücke mehr.

    • Beim Pürieren heißer Sauce vorsichtig arbeiten und Spritzer vermeiden.

    Wichtig: Den Stabmixer nur in einem ausreichend tiefen Gefäß und vorsichtig in der heißen Sauce verwenden.

  8. Fertigstellen und servieren

    Die restlichen ganzen Oliven, Trockenpflaumen und Rosinen sowie die gerösteten Mandeln hinzufügen. Alles noch etwa 5 Minuten sanft erhitzen und sofort servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Einlagen sind heiß und die Sauce umhüllt das Hähnchen sämig.

    • Die ganzen Einlagen vorsichtig unterheben, damit sie ihre Form behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsschritte parallel nutzen: Die Rosinen können während der Marinierzeit quellen. Die Mandeln lassen sich parallel zur Schmorzeit rösten.
  • Sämige Sauce und Einlage: Nur der für die Sauce vorgesehene Teil von Oliven, Trockenpflaumen und Rosinen wird vor dem Pürieren mitgeschmort. Die restlichen ganzen Einlagen kommen erst am Ende hinzu.
  • Mandeln aufmerksam rösten: Die Mandeln regelmäßig wenden und nach dem Erreichen einer goldbraunen Farbe sofort aus der Pfanne nehmen.

Zutatenwissen

Gewürzmischung moruna

Die Gewürzmischung ist in spanischen oder marokkanischen Lebensmittelgeschäften, gut sortierten Gewürzläden und häufig unter dem Namen Ras el Hanout erhältlich.

Geteilte Mengen

Ein Teil der Oliven und Trockenfrüchte wird in der Sauce mitgeschmort und püriert. Der übrige Teil bleibt ganz oder stückig und wird erst zum Schluss untergehoben.

Geröstete Mandeln

Die blanchierten Mandeln werden separat in Olivenöl geröstet und erst beim Fertigstellen unter das Gericht gehoben.

Sinnvolle Alternativen

Ras el Hanout

Der Geschmack bleibt warm-würzig, kann je nach Mischung aber erdiger oder etwas schärfer ausfallen.

Die Gewürzmischung moruna im gleichen Mengenverhältnis durch 14 g Ras el Hanout ersetzen und wie im Rezept mit dem Hähnchen marinieren.

Mischung aus Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Ingwer und wenig Cayenne

Die Mischung kann je nach Verhältnis kräftiger, erdiger oder schärfer schmecken.

Die Gewürze zu insgesamt 14 g mischen und anstelle der moruna-Gewürzmischung in die Marinade geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Hähnchen bräunt kaum und gibt viel Flüssigkeit ab.

Die Hähnchenstücke portionsweise anbraten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.

Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und die nächste Portion separat bräunen.

Die Mandeln schmecken bitter oder sind ungleichmäßig gebräunt.

Bei mittlerer Hitze rösten und die Mandeln kontinuierlich beobachten.

Zu dunkel geröstete Mandeln ersetzen, da sich die Bitternote im fertigen Gericht nur schwer ausgleichen lässt.

Die Sauce bleibt wässrig und haftet kaum am Hähnchen.

Mit leicht geöffnetem Deckel schmoren und die Sauce nach dem Pürieren kurz sanft weiter erhitzen.

Die Sauce bei niedriger Hitze ohne Deckel vorsichtig etwas einkochen lassen.

Oliven, Trockenfrüchte und Mandeln verlieren ihre gewünschte Struktur.

Die ganzen Oliven, restlichen Trockenfrüchte und Mandeln erst im letzten Erhitzungsschritt hinzufügen.

Weitere geröstete Mandeln erst unmittelbar vor dem Servieren ergänzen, falls vorhanden.

Varianten

Version mit Ras el Hanout

Die moruna-Gewürzmischung wird durch Ras el Hanout ersetzt. Die Grundtechnik mit Marinieren, Anbraten und Schmoren bleibt unverändert.

Servieren und kombinieren

  • Sofort aus dem Schmortopf servieren: Das fertige Hähnchen direkt nach dem letzten sanften Erhitzen servieren, damit die gerösteten Mandeln ihren Biss behalten.
  • Mit viel Sauce anrichten: Bei jeder Portion sowohl zarte Hähnchenstücke als auch Sauce, Oliven, Trockenfrüchte und Mandeln verteilen.

Allergene und Nährwerte

  • Schalenfrüchte: enthält · Das Rezept enthält blanchierte Mandeln.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt Gewürzmischung moruna verwenden?

Du kannst 14 g Ras el Hanout verwenden oder eine eigene Mischung aus Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Ingwer und wenig Cayenne zusammenstellen. Das Geschmacksprofil kann dadurch erdiger oder etwas schärfer werden.

Wie lange wird das Hähnchen mariniert?

Das Hähnchen mariniert abgedeckt 2 Stunden im Kühlschrank.

Warum werden die Rosinen eingeweicht?

Die Rosinen quellen während der Marinierzeit in 200 ml Wasser und werden anschließend abgegossen, bevor sie in die Sauce kommen.

Wann kommen die Mandeln in das Gericht?

Die Mandeln werden während der Schmorzeit separat in 15 ml Olivenöl goldbraun geröstet und erst im letzten Schritt untergehoben.

Aus unserer Küche

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