Mandeln nach gewünschter Textur hacken
Feiner gehackte Mandeln binden die Sauce stärker, gröber gehackte Mandeln sorgen für mehr Biss.
Albóndigas aus Aragón
Kräftige Hackbällchen aus Rind und Schwein werden angebraten und anschließend in einer nussigen Sauce aus Zwiebel, grüner Paprika, Mandeln, Weißwein und Brühe sanft geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese aragonesisch geprägte Hausvariante verbindet saftige Hackbällchen mit einer aromatischen Mandelsauce. Die Bällchen werden zunächst rundum gebräunt und garen danach zugedeckt in der Sauce weiter. Geröstete Mandeln sorgen für Tiefe und einen feinen Biss, während Weißwein, Zwiebel und grüne Paprika die Sauce abrunden. Die ausgewogene Fassung reicht für vier Personen und etwa 20 Albóndigas.
Die Albóndigas sind außen gebräunt und innen saftig. Die Sauce ist herzhaft, leicht nussig und weich gebunden, mit feinen Stückchen von Zwiebel, Paprika und Mandeln sowie einer dezenten Weinnote.
Schritt für Schritt
Paniermehl und Milch in der großen Schüssel verrühren und 10 Minuten quellen lassen.
Ei, Rinderhackfleisch, Schweinehackfleisch, Knoblauch, Petersilie, Kreuzkümmel, Oregano, Salz und Pfeffer zur Paniermehl-Milch-Mischung geben. Alles gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und lässt sich formen.
Wichtig: Nach dem Arbeiten mit rohem Hackfleisch Hände und Arbeitsflächen gründlich reinigen.
Die Schüssel abdecken und die Hackmasse 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Wichtig: Die rohe Hackmasse während der Ruhezeit vollständig gekühlt halten.
Aus der Masse etwa 20 Bällchen von jeweils rund 45 g formen. Die Bällchen dünn im Mehl wenden und überschüssiges Mehl leicht abklopfen.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind gleichmäßig geformt und nur dünn mit Mehl bedeckt.
Wichtig: Rohe Hackbällchen nicht bei Raumtemperatur stehen lassen, während die Pfanne vorbereitet wird.
Das Olivenöl in der breiten, tiefen Pfanne oder im flachen Schmortopf erhitzen. Die Bällchen portionsweise bei mittlerer bis etwas stärkerer Hitze insgesamt 6 bis 8 Minuten rundum anbraten, bis sie gleichmäßig gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind rundum gleichmäßig gebräunt; sie werden im nächsten Schritt weiter gegart.
Wichtig: Rohe Hackbällchen nach dem Anbraten nicht mit Servierbesteck berühren.
Falls nötig, überschüssiges Öl bis auf etwa 2 Esslöffel abgießen. Zwiebel und grüne Paprika im verbliebenen Öl 8 bis 10 Minuten weich schmoren. Die gehackten Mandeln einrühren und 2 bis 3 Minuten mitrösten, bis sie leicht Farbe annehmen.
Daran erkennst du es: Zwiebel und Paprika sind weich, die Mandeln leicht goldbraun.
Den Weißwein angießen und 2 Minuten einkochen lassen. Brühe und Salz hinzufügen und die Sauce 8 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch und leicht reduziert, ohne stark zu kochen.
Die angebratenen Albóndigas wieder in die Sauce legen. Zugedeckt 15 Minuten sanft schmoren lassen und die Bällchen nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden. Sie sollen vollständig durchgegart sein und die Sauce leicht gebunden haben.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind vollständig durchgegart und die Sauce leicht gebunden.
Wichtig: Die Hackbällchen vollständig durchgaren, bevor sie serviert werden.
Die Sauce abschmecken und die Albóndigas direkt heiß aus der Mandelsauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce schmeckt ausgewogen und die Albóndigas werden heiß serviert.
Gut zu wissen
Feiner gehackte Mandeln binden die Sauce stärker, gröber gehackte Mandeln sorgen für mehr Biss.
Fleischbrühe verstärkt den herzhaften Charakter. Gemüsebrühe hält die Sauce etwas leichter und verändert die Grundrichtung des Gerichts nur geringfügig.
Das Salz für die Hackmasse und das Salz für die Sauce sind getrennte Mengen und sollten nicht zu einer einzigen Zugabe zusammengefasst werden.
Die Bällchen werden etwas magerer und können geringfügig fester werden.
Das Schweinehackfleisch im gleichen Gewicht durch Rinderhackfleisch ersetzen und die Hackmasse wie beschrieben zubereiten.
Die Bindung bleibt ähnlich, der Geschmack kann je nach Pflanzendrink leicht variieren.
Die Milch im gleichen Volumen durch einen ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Einen neutralen, nicht aromatisierten Drink verwenden.
Die Sauce schmeckt kräftiger und deutlich haselnussiger; die Mandelsauce wird zu einer Nuss-Sauce.
Die Mandeln im gleichen Gewicht durch fein gehackte Haselnüsse ersetzen und ebenso mit dem Gemüse rösten.
Die Bällchen portionsweise braten und zwischen den Stücken etwas Abstand lassen.
Die bereits gebratenen Bällchen herausnehmen und die nächste Portion in der wieder erhitzten Pfanne braten.
Die Mandeln nur leicht Farbe annehmen lassen und regelmäßig rühren.
Verbrannte Mandeln entfernen, falls möglich, und mit einer frischen kleinen Menge Mandeln fortfahren.
Die Masse vollständig kühlen, die Bällchen kompakt formen und sie erst wenden, wenn die erste Seite gebräunt ist.
Zerfallene Stücke vorsichtig in der Sauce weitergaren und als rustikale Hackfleischsauce servieren.
Eine glattere Sauce ohne deutlich erkennbare Stückchen von Zwiebel, Paprika und Mandeln.
Eine frischere Variante mit stärker hervortretender Petersilie.
Häufig gefragt
Ja. Die Sauce nach dem Köcheln vorsichtig pürieren und die Albóndigas anschließend wieder darin erwärmen. Für mehr Biss die Mandeln gröber hacken oder einen Teil unpüriert lassen.
Die angegebene Menge ergibt etwa 20 Bällchen und reicht für vier Portionen.
Ja. Gemüsebrühe ist in der Zutatenliste ausdrücklich als Alternative vorgesehen und ergibt eine etwas leichtere Sauce.
Ohne Weißwein entfällt die dezente Weinnote. Zwiebel, grüne Paprika, Mandeln und Brühe geben der Sauce weiterhin ihre herzhafte, nussige Grundlage.
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