Kastanienauswahl
Vakuumverpackte gekochte und geschälte Kastanien sind für dieses Rezept praktisch. Frische Kastanien müssen zuerst gegart, geschält und vollständig abgekühlt werden.
Kastanienflan aus Castilla y León
Cremiger spanischer Kastanienflan aus gekochten Kastanien, Vollmilch, Eiern und Eigelb mit einer dünnen Schicht Karamell.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Flan de Castañas del Bierzo verbindet die sanfte Süße gekochter Kastanien mit einer glatten Eiercreme und goldbraunem Karamell. Die Masse wird durch ein Sieb gestrichen und im Wasserbad schonend gebacken, damit der Flan zart bleibt und sich später sauber stürzen lässt.
Seidig und cremig mit leicht zitternder Mitte, nussig-süßem Kastanienaroma und einer klaren Karamellsauce, die warmgolden über den kalten Flan läuft.
Schritt für Schritt
Acht feuerfeste Förmchen mit jeweils etwa 150 ml Fassungsvermögen bereitstellen. Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine tiefe Auflaufform vorbereiten, in die alle Förmchen passen.
Zucker und Wasser in den kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze ohne Rühren erhitzen, bis der Zucker schmilzt und bernsteinfarben wird. Den Karamell sofort auf die Förmchen verteilen und durch vorsichtiges Schwenken deren Böden bedecken. Beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Der Karamell ist bernsteinfarben, aber noch nicht dunkel verbrannt.
Wichtig: Karamell ist extrem heiß. Förmchen beim Verteilen vorsichtig schwenken und Hautkontakt vermeiden.
Kastanien, Milch und Salz in den Topf geben. Langsam erhitzen und 8–10 Minuten knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen, bis die Kastanien sehr weich sind. Die Mischung fein pürieren und anschließend etwa 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kastanien sind sehr weich und die Milch dampft, kocht aber nicht sprudelnd.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit Spritzer vermeiden und den Mixer nur sicher verschlossen beziehungsweise mit bedecktem Gefäß verwenden.
Eier, Eigelb und Zucker in der Rührschüssel nur so lange verrühren, bis sich alles verbunden hat. Die lauwarme Kastanienmilch nach und nach unterrühren. Die Masse durch das feine Sieb in den Messbecher gießen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermischt und frei von groben Kastanienbestandteilen.
Die Kastanienmasse auf die karamellisierten Förmchen verteilen. Die Förmchen in die Auflaufform stellen und so viel heißes Wasser angießen, dass sie etwa bis zur halben Höhe im Wasser stehen.
Wichtig: Auflaufform und Wasser sind heiß. Beim Einsetzen und Herausnehmen beide Hände benutzen und die Form nicht überfüllen.
Im Wasserbad 45–55 Minuten backen. Währenddessen kann die Küche aufgeräumt werden; die Mitte soll beim vorsichtigen Bewegen noch leicht zittern, während der Rand fest ist. Die Förmchen aus dem Wasserbad nehmen und 30 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Rand ist fest, die Mitte zittert beim vorsichtigen Bewegen noch leicht.
Wichtig: Die Auflaufform und das Wasserbad sind sehr heiß; Wasser vorsichtig abgießen oder die Förmchen einzeln herausheben.
Die Flans anschließend mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen lassen. Zum Servieren mit einem dünnen Messer am Rand entlangfahren und jeden Flan auf einen Teller stürzen. Der Karamell läuft dabei als Sauce über den Flan.
Daran erkennst du es: Der Flan ist vollständig durchgekühlt und lässt sich als kompakte, aber cremige Portion stürzen.
Gut zu wissen
Vakuumverpackte gekochte und geschälte Kastanien sind für dieses Rezept praktisch. Frische Kastanien müssen zuerst gegart, geschält und vollständig abgekühlt werden.
Die Kastanienmilch nur lauwarm zu den Eiern geben und langsam einrühren, damit die Eier nicht vorzeitig stocken.
Vollmilch gibt der Flanmasse eine rundere, cremigere Textur als fettärmere Milch.
Die Vorbereitung dauert länger; Aroma und Textur bleiben kastanienbetont.
Frische Kastanien garen, schälen und vollständig abkühlen lassen, bevor sie mit der Milch püriert werden. Entscheidend ist das Endgewicht von 250 g gekochten, geschälten Kastanien.
Die Konsistenz bleibt weitgehend ähnlich; der Geschmack kann geringfügig süßer wirken.
Die Vollmilch im gleichen Volumen durch laktosefreie Vollmilch ersetzen.
Den Topf vom Herd nehmen, sobald der Zucker bernsteinfarben ist, und den Karamell sofort verteilen.
Bei deutlich verbranntem Karamell neu beginnen; bitterer Karamell lässt sich im fertigen Dessert nicht zuverlässig ausgleichen.
Die Milch etwa 10 Minuten abkühlen lassen und langsam unter ständigem Rühren zugeben.
Die Masse sofort durch ein feines Sieb gießen; bei stark gestockten Eiern wird die Textur jedoch weniger glatt.
Auf einen festen Rand und eine noch leicht zitternde Mitte achten und die Mindestkühlzeit einhalten.
Die Förmchen länger kühlen; ein nachträgliches Backen kann die Textur verschlechtern.
Nur so lange verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben, und im Wasserbad backen.
Eine fein abgeriebene Orangenschale aromatisiert die Milchbasis und setzt einen frischen Kontrast zur Kastanie.
Die Masse kann in einer großen feuerfesten Form gebacken und anschließend in Stücke geschnitten werden.
Der Flan kann am Vortag zubereitet und über Nacht in den Förmchen im Kühlschrank gekühlt werden. Erst unmittelbar vor dem Servieren stürzen.
Die Flans nach dem vollständigen Abkühlen abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Für die beste Textur innerhalb von 3 Tagen servieren.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen, da die Creme Ei und Milch enthält.
Einfrieren wird nicht empfohlen, weil die Eiercreme nach dem Auftauen wässrig oder körnig werden kann.
Häufig gefragt
Ja. Sie müssen zuerst gegart, geschält und vollständig abgekühlt werden. Für das Rezept werden 250 g gekochte, geschälte Kastanien benötigt.
Ja. Das Durchkühlen über Nacht ist sogar günstig, weil der Flan dadurch stabiler wird und sich leichter stürzen lässt.
Mit einem dünnen Messer vorsichtig am Rand entlangfahren. Falls der Karamell fest sitzt, das Förmchen kurz in warmes Wasser stellen und anschließend erneut stürzen.
Das Wasserbad verteilt die Hitze sanfter und unterstützt eine glatte, cremige Eiermasse.
Der Rand soll fest sein, während die Mitte beim vorsichtigen Bewegen noch leicht zittert. Beim Abkühlen und Kühlen wird sie fester.
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