Geeignete Mehltypen
Type 405 oder 550 sind für die im Rezept beschriebene Mehlmasse vorgesehen.
Andalusische Mehlmigas
Krümelige andalusische Migas aus Weizenmehl, Wasser und Olivenöl, serviert mit gebratenem Knoblauch, grünem Paprika, Panceta, Sardinen, Radieschen und grünen Oliven.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese in Andalusien, besonders in Almería, verbreitete Mehlvariante der Migas wird nicht aus Brot, sondern aus einer gesalzenen Mehl-Wasser-Masse zubereitet. Durch fortlaufendes Zerteilen und Wenden entstehen lockere, trockene Krümel, die mit gebratenem Gemüse und Panceta vermischt und mit Sardinen sowie frischen Beilagen serviert werden.
Die Migas sind trocken-krümelig und locker, mit leicht gerösteten Mehlaromen. Dazu kommen weicher Paprika, aromatischer Knoblauch, herzhafte Panceta und außen leicht gebräunte, gerade durchgegarte Sardinen. Radieschen bringen Frische und Biss, grüne Oliven eine salzige, fruchtige Note.
Schritt für Schritt
Sardinen ausnehmen lassen oder küchenfertig kaufen, abspülen und gründlich trocken tupfen. Knoblauch in Scheiben schneiden, die Paprika entkernen und in breite Streifen teilen, die Panceta würfeln und die Radieschen in dünne Scheiben schneiden. 6 g Salz im Wasser auflösen; das restliche Salz für die Sardinen zurückhalten.
Wichtig: Nach dem Vorbereiten roher Sardinen Hände, Messer und Schneidebrett gründlich reinigen.
50 ml Olivenöl in einer großen, breiten Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch und Paprika 5 bis 7 Minuten braten, bis die Paprika weich wird. Panceta hinzufügen und weitere 4 bis 5 Minuten braten. Alles aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Paprika ist weich, die Panceta gebräunt und alles duftet deutlich nach Knoblauch.
100 ml Olivenöl in dieselbe Pfanne geben und das Mehl bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 2 Minuten unter Rühren erwärmen. Das gesalzene Wasser in drei Portionen zugießen und dabei kräftig rühren. Es entsteht zunächst eine feste, zähe Masse.
Daran erkennst du es: Die Masse ist zunächst fest und zäh, ohne dass trockene Mehlnester zurückbleiben.
Wichtig: Beim Zugießen kann heißes Öl spritzen; das Wasser langsam und kontrolliert einarbeiten.
Die Hitze auf niedrig stellen. Die Masse mit einem breiten Pfannenwender immer wieder zerteilen, wenden und über den Pfannenboden verteilen. 20 bis 25 Minuten weiterrühren, bis trockene, lockere Krümel entstehen. Die Migas sollen krümelig bleiben und nicht breiig werden.
Daran erkennst du es: Die Krümel sind trocken und locker; sie kleben nicht mehr als zusammenhängende Masse und wirken nicht breiig.
Während die Migas garen, das restliche Olivenöl in einer zweiten Pfanne erhitzen. Die Sardinen mit dem übrigen Salz würzen und je nach Größe 2 bis 3 Minuten pro Seite braten, bis sie gerade durchgegart und außen leicht gebräunt sind.
Daran erkennst du es: Die Sardinen sind gerade durchgegart und außen leicht gebräunt.
Wichtig: Sardinen vollständig durchgaren und nicht roh oder glasig servieren.
Knoblauch, Paprika und Panceta unter die fertigen Migas heben und alles noch 2 Minuten gemeinsam erwärmen. Dabei nur vorsichtig wenden, damit die Krümel locker bleiben.
Daran erkennst du es: Die Einlage ist heiß, die Krümel bleiben locker und werden nicht zu einer kompakten Masse.
Die Migas sofort mit den gebratenen Sardinen, den Radieschenscheiben und den grünen Oliven servieren.
Gut zu wissen
Type 405 oder 550 sind für die im Rezept beschriebene Mehlmasse vorgesehen.
Die Sardinen können ausgenommen gekauft oder beim Fischhändler küchenfertig vorbereitet werden. Vor dem Braten abspülen und gründlich trocken tupfen.
Von den insgesamt 10 g Salz werden 6 g im Wasser gelöst. Der verbleibende Anteil wird für die Sardinen zurückgehalten.
Das Gericht bleibt kräftig und herzhaft; die genaue Würzung und der Fettgehalt können je nach Zuschnitt variieren.
Panceta im Rezept im gleichen Gewicht durch gewürfelten, durchwachsenen Schweinebauch ersetzen und wie beschrieben braten.
Der Fischgeschmack wird kräftiger und die Filets können schneller garen als ganze Sardinen.
Makrelenfilets trocken tupfen, mit dem zurückgehaltenen Salz würzen und in der zweiten Pfanne braten, bis sie gerade durchgegart sind.
Die Hitze niedrig halten und die Masse während der gesamten Trockenphase regelmäßig über den Pfannenboden verteilen.
Die Masse bei niedriger Hitze weiter zerteilen und rühren, bis überschüssige Feuchtigkeit verdampft ist.
Mit mittlerer Hitze arbeiten und die Einlage aus der Pfanne nehmen, sobald die Paprika weich und die Panceta gebräunt ist.
Verbrannten Knoblauch nicht unter die Migas heben; nur unbeschädigte Einlage verwenden.
Sardinen sorgfältig trocken tupfen und erst in die erhitzte Pfanne geben.
Die Sardinen vorsichtig weiterbraten, bis die Oberfläche leicht gebräunt und der Fisch durchgegart ist.
Mit dem breiten Pfannenwender vorsichtig wenden und die Krümel nicht pressen.
Die Migas bei niedriger Hitze vorsichtig wieder auseinanderziehen und kurz weiter trocknen.
Die Migas werden ohne Fisch serviert; Knoblauch, Paprika und Panceta bleiben die herzhafte Einlage.
Die Mehlkrümel werden mit Knoblauch und Paprika zubereitet und ohne Schweinefleisch serviert.
Die lockere Krümelstruktur der Migas kann durch Einfrieren und Auftauen leiden.
Häufig gefragt
Diese Variante wird aus Weizenmehl, Wasser und Olivenöl hergestellt. Die Masse wird in der Pfanne zu lockeren Krümeln gerührt und nicht aus altem Brot zubereitet.
So können die Sardinen parallel zum Trocknen der Migas garen, ohne die Krümelmasse zu unterbrechen oder zusätzliches Fischaroma in die Hauptpfanne zu bringen.
Panceta kann im gleichen Gewicht durch gewürfelten, durchwachsenen Schweinebauch ersetzt werden.
Die Migas sind fertig, wenn sie trocken und locker krümeln und nicht mehr als zähe, zusammenhängende Masse oder Brei in der Pfanne liegen.
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